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[ROMAN] Broken Pieces – Zerbrochen von Riley Hart

Autor: Riley Hart
Taschenbuch: 364 Seiten
ISBN: 978-3864436802
Preis: 6,99 EUR (eBook) / 12,90 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Für den schüchternen Josiah, der von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht wird, scheint es endlich bergauf zu gehen, als er bei Molly und William ein neues Zuhause findet. Sogar in dem undurchsichtigen, rauen Mateo, der ebenfalls von dem Paar aufgenommen wird, findet Josiah einen loyalen Freund. Obwohl Mateo vieles vor Josiah verbirgt, entwickelt sich zwischen den jungen Männern schnell mehr und die beiden verlieben sich ineinander. Lange währt ihr Glück nicht, denn als die beiden auffliegen, muss Mateo in die Welt zurück aus der er geflohen ist – eine Welt, die durch Drogen, Gewalt und Mord geprägt ist. Als Josiah ihn trotz allem begleitet, sind sie für wenige Monate zusammen glücklich, bis Mateo gezwungen ist, seinen Liebsten zu verlassen, um ihn zu schützen.

Erst Jahre später findet Josiah in dem Anwalt Tristan eine neue Liebe, ohne jedoch jemals Mateo vollkommen vergessen zu können. Dass auch Tristan mit Problemen zu kämpfen hat und einige dunkle Geheimnisse hütet, stört Josiah nicht – er ist geduldig und wartet, bis sich Tristan langsam öffnet. Die fragile Beziehung der beiden Männer gerät aus dem Gleichgewicht, als Mateo wieder auftaucht und Josiah in eine Zwickmühle bringt …

Eigene Meinung:
„Broken Pieces – Zerbrochen“ stammt aus der Feder Riley Harts und findet in dem Roman „Full Circle – Vereint“ seine Fortsetzung. Zudem existiert noch das Buch „Losing Control – Befreit“, in dem es um Ben geht, der in den ersten beiden Bänden nur eine Nebenrolle spielt. Alle Bände der Trilogie erschienen beim Sieben Verlag in deutscher Sprache. Lies den Rest dieses Beitrags

[ROMAN] Männerbündnis von Sylvia Pranga

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Autor: Sylvia Pranga
Taschenbuch:  300 Seiten
ISBN: 978-3-864435-90-4
Preis: 6,99 EUR (eBook) | 12,90 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Allen Widrigkeiten zum Trotz sind John und Calum ein Paar – wenn auch im Geheimen, denn solange Calums Scheidung am Laufen ist, wollen sich die beiden noch nicht outen. Während die beiden ihre Beziehung neu definieren, ist Diane alles andere als glücklich damit, Calum und ihre Söhne verloren zu haben. Sie setzt alles daran ihren Noch-Ehemann zurückzugewinnen und schreckt dabei auch vor unschönen Mitteln nicht zurück. Zeitgleich ist Robin, Calums Ex-Geliebter, am Boden zerstört, weil er einfach so abserviert wurde. In seinem Schmerz und Zorn will er Diane alles über Calum und John erzählen (die er zufällig beim Kuss beobachtet hat), gerät jedoch an Dianes schmierigen Freund Brian, der etwas ganz anderes im Sinn hat, als er erfährt, dass die beiden Männer ein Paar sind. Da John Millionär und Bestsellerautor ist, plant er Calum zu entführen und ein entsprechendes Lösegeld zu erpressen – und Robin darf ihn bei seinem perfiden Plan unterstützen …

Eigene Meinung:
Der im Sieben Verlag erschienene Roman „Männerbündnis“ setzt Sylvia Prangas Gay Romance „Männerbande“ fort und zeigt, wie es mit Calum und John weitergeht, nachdem sie zueinander gefunden haben. Wer wissen will, wie es Johns Freundin Julie ergeht, kann ihre Geschichte inzwischen in „Kleeblatt und Kilt“ nachlesen. Das Buch erschien ebenfalls beim Sieben Verlag.

Die Geschichte schließt nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an, weswegen es besser ist „Männerbündnis“ erst dann zu Hand zu nehmen, wenn man den vorherigen Teil bereits kennt. Zwar kann man die Bücher auch getrennt voneinander lesen, doch einige Punkte bleiben unklar oder schwer nachvollziehbar. Die Fortsetzung ist im Großen und Ganzen gelungen – dank Brian und dessen perfiden Plan wird es sogar actionreicher und spannender, wenngleich die Aktion fast ein wenig übertrieben wirkt. Aber darüber kann man hinwegsehen, zumal auch andere Dinge behandelt werden: Calums und Johns beginnende Beziehung, Dianes Versuche ihren Mann zurückzugewinnen, Calums Söhne, die ebenfalls mit einigen Problemen zu kämpfen haben und Johns Schreibblockaden, die ihm die Arbeit erschweren. Auch wird die Geschichte nicht nur aus Calums und Johns Perspektive erzählt – Robin und Diane bekommen ebenfalls ein wenig Platz um ihre Sichtweise zu schildern. Das ist durchaus spannend, gerade Robins Perspektive ist nicht uninteressant, sorgt jedoch dafür, dass Calum einiges an Sympathien einbüßt, denn wirklich fair hat er sich gegenüber seines Liebhabers nicht verhalten.
Wem im ersten Band die Erotik zu kurz vorkam, darf sich freuen – „Männerbündnis“ ist durchaus expliziter, was sich in einigen längeren Sexszenen zwischen Calum und John zeigt.

Die Charaktere sind in sich rund und durchaus sympathisch. Sylvia Pranga konzentriert sich dieses Mal nicht nur auf Calum und John, sondern versucht auch den übrigen Figuren mehr Leben einzuhauchen. Das gelingt ihr bei Calums Söhnen sehr gut, da diese eine größere Rolle einnehmen. Auch Diane lernt man besser kennen, ebenso Robin und Brian. Leider fällt dafür Julie fast vollständig weg, ebenso bleibt John dieses Mal verhältnismäßig blass, da er erst zum Ende hin wirklich aktiv werden darf. Das ist ein bisschen schade, doch da man die übrigen Charaktere dafür umso besser kennenlernt, fällt es nicht weiter ins Gewicht. Außerdem hatte er in „Männerbande“ den stärkeren Part, da der erste Teil vorwiegend aus seiner Sicht erzählt wurde und sein Leben beleuchtet hat. Einzig zu Robin würde man gerne mehr erfahren, da sein Schicksal weitestgehend offen bleibt.

Stilistisch kann Sylvia Pranga durchweg überzeugen. Sie hat einen soliden, flüssigen Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch problemfrei binnen weniger Tage lesen kann. Der Leser kann sich problemfrei mit den Figuren identifizieren, aus deren Sicht die Ereignisse geschildert sind. Schön ist, dass sich die Autorin Zeit nimmt und auch die vielen kleinen Randthemen beleuchtet, die (in diesem Fall) Calums Leben ausmachen: die laufende Scheidung, seine Probleme mit Diane, die Sorgen seiner Söhne). Es ist schön, dass man dieses Mal ein wenig mehr über den Mann erfährt, der in Band 1 lediglich als Love Interest des Hauptcharakters daherkommt. Das rundet die Geschichte positiv ab.

Fazit:
„Männerbündnis“ ist eine schöne Fortsetzung von Sylvia Prangas „Männerbande“, die sich Fans des ersten Teils nicht entgehen lassen sollten. Die Geschichte wirkt an einigen Stellen  zwar ein wenig an den Haaren herbeigezogen, ist jedoch spannender und actionreicher. Auch ihr Schreibstil kann überzeugen – es macht Spaß den Roman zu lesen, zumal man mehr über die Nebenfiguren erfährt und Calum einen größeren Part in der Handlung einnimmt. Wer „Männerbande“ mochte, sollte einen Blick in die Fortsetzung riskieren – sie ist zwar ein wenig schwächer als der erste Teil, lohnt sich aber.

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[BLOGGEBURTSTAG] Happy Birthday Gewinnspiel

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Hallo ihr Lieben,

heute vor 15 Jahren ging die Seite erstmals online, dementsprechend heißt es heute – Happy Birthday, „Like a Dream“! In den letzten Wochen gab es genügend Beiträge rund um den Blog, die Hintergründe und die Bloggerin – es gab einige tolle Ankündigungen und das erste Gewinnspiel ist ebenfalls vorüber (die Gewinner werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben). Auch habe ich so viele Glückwünsche und Kommentare bekommen, dass ich eins versprechen kann – ich werde den Blog so schnell nicht aufgeben und mich auch zukünftig bemühen, viele neue, ehrliche Rezensionen zu schreiben. Auf die kommenden Jahre ❤

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Zur Feier des Tages gibt es heute endlich auch das Bloginterview, das Pierre von „Ich liebe Fantasybücher“ vor einer Weile mit mir geführt hat. Er hat tolle Fragen gefunden, sprich es lohnt sich, vorbeizuschauen:

Bloginterview „Ich liebe Fantasybücher“

Natürlich findet auch heute wieder ein Gewinnspiel statt, denn ich habe noch immer einen Haufen Bücher bei mir liegen, die dringend ein neues Zuhause suchen. Da es mir schwer fällt die Pakete nach Genre zusammenzustellen, mixe ich einmal mehr bunt durcheinander:

Paket 1
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Männerbande (Sieben Verlag)
Der Gesang des Blutes (Albino Verlag)

Paket 2
Moviestar (Albino Verlag)
Rashminder Tage 1 (Deadsoft Verlag)
Breakaway (X-Scandal Books)

Paket 3
[3517] Anno Domini – Wir waren Götter (Incubus Verlag)
Der Flaneur (Albino Verlag)
David Roth & andere Mysterien (Deadsoft Verlag)

Paket 4
Jetzt sind wir jung (Albino Verlag)
In seiner Hand (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Raziels Erwachen (Deadsoft Verlag)

Paket 5
Die Schwimmbad-Bibliothek (Albino Verlag)
Der Klub der Ungeliebten (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Sunford (Sieben Verlag)

Paket 6
Homo Odyssee (Albino Verlag)
Lovestorys 1 – Vor dem Abschied (X-Scandal Books)
Pilsken und Pailletten (Deadsoft Verlag)

Paket 7
City Boy (Albino Verlag)
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Sunford (Sieben Verlag)

Paket 8 – lesbisch
Im Abseits der Lichter (Butze Verlag)
Tanz ins Flutlicht (Butze Verlag)
Herz auf Umwegen (Selbstverlag)

Um teilzunehmen hinterlasst einfach einen Kommentar welches Paket euch am meisten interessiert – natürlich könnt ihr auch für alle Pakete in den Lostopf hüpfen. Im Gewinnfall könnt ihr aber nur ein Paket gewinnen. Ihr habt bis zum 10. April 2016; 23.59 Uhr Zeit euch mit einem Kommentar zu melden, die Auslosung erfolgt am 12. April 2016. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr ein bisschen mehr schreibt – gerne zum Blog, was euch daran gefällt oder auch, was ihr nicht mögt.

Vielen Dank an die Sponsoren der tollen Gewinne:

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Teilnahmebedingungen:

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Danksagung an Verlage / Autoren / Helfer

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Hallo ihr Lieben,

was wäre Like a Dream ohne all die Helfer, Autoren und Verlage, die mich teils mit Rezensionsexemplaren und Gewinnen, teils mit guten Ratschlägen und unermüdlicher Geduld unterstützen. Aus diesem Grund wird es Zeit, mich im Rahmen des Geburtstagsmonats ausführlich bei all den lieben Menschen zu bedanken, die mich über Jahre hinweg begleitet, teilweise mit Gast-Rezensionen unterstützt oder mich mit Büchern „eingedeckt“ haben. Natürlich geht mein Dank an dieser Stelle auch an alle Follower und Besucher, Kommentatoren und stille Mitleser, Partnerseiten und Affiliates, die es in den letzten Jahren auf meine Seite verschlagen hat.

Verlage

Inzwischen unterstützen mehrere Verlage den Blog und ich freue mich sehr, Teile der umfangreichen Verlagsprogramme zu lesen und wundervolle Bücher im Rahmen von Gewinnsielen und Special Weeks zu verlosen. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, jedem Verlag persönlich für die tolle Zusammenarbeit zu danken und meine Leser ermutigen, euch bei den einzelnen Verlagen umzusehen – jeder einzelne hat ein tolles, spannendes Programm auf die Beine gestellt, bei dem jeder fündig wird.

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Der deadsoft Verlag ist einer der größten und ältesten, deutschen Verlage, wenn es um Gay Romance und schwule Literatur geht. Mein Dank an Simon für die Unterstützung der Gewinnspiele, die immer wieder hier stattfinden und natürlich für das Sponsoring des schwullesbischen Lesefestivals QUEER gelesen. Auch bin ich froh, dass dort die Gay Crime Reihe „9 mm“ von Tanja und mir ein Zuhause bei deadsoft gefunden haben.

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Auch der Größenwahn Verlag ist einer der Hauptsponsoren des Lesefestivals QUEER gelesen, ebenso stiftet der Verlag immer wieder Bücher für Gewinnspiele oder Rezensionsexemplare. Herzlichen Dank an die vielfältige Unterstützung des Blogs und der Lesefestivals. Es ist wirklich toll mit dir, Sevastos, über Projekte und Konzepte zu sprechen und sich gemeinsam an neue Ideen zu setzen.

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Mit dem Albino Verlag arbeite ich erst seit kurz zusammen, dennoch sponsort das Imprint des Bruno Gmünder Verlages bereits die Seite mit Rezensionsexemplaren und Büchern für Gewinnspiele. Auch QUEER gelesen wird vom Albino Verlag gefördert und gesponsort. Der Kontakt ist sehr nett und ich lese die Romane des Albino Verlags sehr gerne.

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Der Incubus Verlag ist einer meiner liebsten Partner, der den Blog inzwischen ausschließlich mit Gewinnen für Verlosungen oder Special Weeks unterstützt. Auch beim Lesefestival QUEER gelesen ist der Incubus Verlag einer unserer Hauptsponsoren. Ich bedanke mich bei der Verlagsleiterin und ihrem Team für die tolle Zusammenarbeit und die wunderbare Unterstützung – es ist immer wieder toll eure Romane zu lesen.

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Butze-Verlag-Logo_800_800pxAuch mit dem Butze Verlag arbeite ich seit einigen Jahren zusammen und rezensiere mit Freuden die lesbischen Romane des Verlags. Auch sie unterstützen „Like a Dream“ und QUEER gelesen aktiv mit Gewinnspielexemplaren. Meinen Dank an die tolle Zusammenarbeit – ich hoffe sehr, dass ich auch zukünftig eure Romane lesen darf.

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Mit XScandal Books arbeite ich ebenfalls erst wenige Monate zusammen, doch der Kontakt ist sehr angenehm und offen. Wie bereits der Albino Verlag, erklärte sich XScandal Books bereits sowohl den Blog, als auch das schwullesbische Lesefestival zu unterstützen. Auch an euch mein herzliches Dankeschön – ich hoffe sehr, dass wir zukünftig gut zusammenarbeiten.

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Seitdem der Sieben Verlag Gay Romance für sich entdeckt hat, rezensiere ich die (schwulen) Neuerscheinungen des Verlags. Der Kontakt zum Sieben Verlag ist sehr nett und ich freue mich sehr, dass das Team sowohl die Gewinnspiele des Blogs, als auch QUEER gelesen unterstützt. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

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Auch mit dem Curse Verlag arbeite ich sehr gern zusammen – sie unterstützen „Like a Dream“ mit Rezensionsexemplaren. Vielen Dank an Julia, die den Blog bereits seit einigen Jahren unterstützt 🙂

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Der Ylva Verlag befindet sich ganz in meiner Nähe – seit einiger Zeit arbeite ich immer wieder mit dem Verlagsteam zusammen. So rezensiere ich nicht nur Romane des Verlags, sie unterstüzen auch das schwullesbische Lesefestival.

Helferlein

Nicht nur Verlagen und deren Mitarbeitern bin ich dankbar, sondern auch einer Hand voll Leuten, die mich und „Like a Dream“ auf verschiedene Art und Weise unterstützen. Das können Gastrezensionen sein, aufmunternde Worte oder einfach nur eine Tasse Tee, wenn ich über einem Buch, einem Bericht oder einem Special brüte. Ohne euch und eure Hilfe würde es „Like a Dream“ nicht geben, daher gebührt euch ebenfalls ein dickes Dankeschön:

Tanja Meurer, meine Frau und Seelengefährtin – ohne deine tatkräftige Unterstützung als Gastrezensentin (im lebischen Bereich sähe es dann echt mau aus), ohne deine unermüdliche Geduld, wenn es darum geht, mir den Rücken freizuhalten udn deine Treue und Liebe wäre „Like a Dream“ definitiv nicht das, was es heute ist. Vielen Dank ❤
Anna Maske, meine beste Freundin – danke für die Hinweise, die Unterstützung und die Gastrezensionen
Julia Raschke – auch dir danke ich für die Gastrezensionen und deine aufgeschlossene, lebensfrohe Art.

Autoren

Auch einigen Autoren danke ich für die Unterstützung – sei es in Form vomn Rezensionsexemplaren oder mit kritischen Hinweisen und Kommentaren – ich liebe eure Werke und lese sie mit wachsender Begeisterung. Ihr seid mit Schuld daran, dass ich so verdammt lesesüchtig geworden bin: Chris. P Rolls, Jana Walther, Raik Thorstad, Brunhilde Witthaut, Paul Senftenberg, Bianca Nias, Jobst Mahrenholz, Florian Tietgen, Susann Julieva, Jutta Ahrens, Leann Porter, Cecil Dewi und S.B. Sasori – mir ist klar, dass ich wahrscheinlich einen Haufen Autoren und Freunde vergessen habe, daher bitte ich schon an dieser Stelle um Verzeihung. Mein Dank gilt definitiv auch euch, denn eure Bücher halten den Blog überhaupt am Leben.

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Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Gewinnspiel

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Hallo ihr Lieben,

Halbzeit beim Bloggeburtstag – Zeit für die erste große Verlosungsrunde, denn dank meiner lieben Sponsoren kamen soooo viele wunderschöne Bücher bei mir an, dass ich diese unmöglich an einem Tag verlosen möchte. Ihr habt also gleich zwei Mal innerhalb des Bloggeburtstages die Chance , tolle Buchpakete zu gewinnen. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen, hier die Buchpakete, die ihr ergattern könnt:

Paket 1:
Sunford (Sieben Verlag)
Lovestorys 1 – Vor dem Abschied (X-Scandal Books)
David Roth & andere Mysterien (Deadsoft Verlag)

Paket 2:
Traumweber (Incubus Verlag)
Breakaway (X-Scandal Books)
Männerbande (Sieben Verlag)

Paket 3:
Zenjanischer Lotus (ncubus Verlag)
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Pilsken und Pailletten (Deadsoft Verlag)

Paket 4:
Staub und Stolz (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Raziels Erwachen (Deadsoft Verlag)
Rashminder Tage 1 (Deadsoft Verlag)

Paket 5 – lesbisch:
Indianer im Kopf (Butze Verlag)
Herz auf Umwegen (Selbstverlag)

Um teilzunehmen hinterlasst einfach einen Kommentar welches Paket euch am meisten interessiert – natürlich könnt ihr auch für alle Pakete in den Lostopf hüpfen. Im Gewinnfall könnt ihr aber nur ein Paket gewinnen. Ihr habt bis zum 20. März 2016; 23.59 Uhr Zeit euch mit einem Kommentar zu melden, die Auslosung erfolgt am 31. März 2016 – dann wird auch das Gewinnspiel ausgewertet, das am 29. März 2016 stattfinden wird. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr ein bisschen mehr schreibt – gerne zum Blog, was euch daran gefällt oder auch, was ihr nicht mögt. Schön wären auch Kommentare, die ich am 22.03. (Autoren / Leser über Like a Dream) posten dürfte, denn an dem Tag kommen die Leser und Besucher zu Wort.

Vielen Dank an die Sponsoren der tollen Gewinne:

 

 

 

Teilnahmebedingungen:
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGTOUR] Sunford – Homosexualität um 1900

Blogtour

Heute macht die Blogtour zu „Sunford – Verführung eines Gentleman“ endlich Station bei mir. Ich darf mich mit dem faszinierenden Thema „Homosexualität um 1900“ beschäftigen. Natürlich ließen sich damit mehrere Bücher füllen (hat man übrigens auch getan – „Das andere Berlin“ beispielsweise), dennoch will ich wenigstens einen kleinen Einblick in die Thematik geben. Aufgrund der Tatsache, dass „Sunford“ ein schwuler, historischer Roman ist, konzentriere ich mich vorwiegend auf die männliche Homosexualität – die lesbische Geschichte um 1900 ist einen eigenen Artikel wert 😉

England:
Bereits im 16. Jahrhundert stand in England die Todesstrafe auf Sodomie (in diesem Fall analer Geschlechtsverkehr zwischen zwei Männern), festgeschrieben durch den 1533 geschlossenen Buggery Act. Erst 1871 wurde die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe Coupleumgewandelt, das Gesetz an sich jedoch selten angewandt, da sich Sodomie nur schwer nachweisen ließ.
Im Jahr 1885 wurde der Criminal Law Amendment Act verabschiedet, der Mädchen und Frauen vor Prostitution und Bordellen schützen sollte. Der von Henry Labouchere kurzfristig eingereichte Artikel 11 stellte jedoch alle homosexuellen Akte (gross indecency – grobe Unzucht) zwischen Männern (auch der Versuch solcher Handlungen) unter Strafe. Das Strafmaß belief sich auf zwei Jahre Zuchthaus (mit oder ohne Zwangsarbeit). Die recht schwammige Formulierung „gross indecency“ sorgte dafür, dass jegliches homosexuelles Verhalten unter Strafe gestellt wurde, selbst wenn kein analer Geschlechtsverkehr stattgefunden hatte.

Der erste große Skandal, der im später 19. Jahrhundert die englische Bevölkerung erschütterte, war der Cleveland-Street-Skandal, bei dem 1889 ein Bordell für Männer in der Cleveland Street in London entdeckt wurde. Da sexuelle Handlungen zwischen Männern verboten waren, drohte den Kunden nicht nur eine strafrechtliche Verfolgung durch die Polizei, sondern auch gesellschaftliche Ächtung. Zu Beginn verliefen die Ermittlungen noch ohne die Aufmerksamkeit der Presse – die meisten Botenjungen, die in dem Bordell arbeiteten, wurde mit geringen Strafen belegt, die meisten Kunden kamen straffrei davon. Der Skandal nahm erst größere Züge an, als Ernest Perke, Herausgeber der radikalen Wochenzeitung The North London Press darüber berichtete und erstmals andeutete, dass mehrere Adelige in die Affäre verwickelt seien (darunter laut Gerüchten sogar Prinz Albert Victor, der Zweite in der britischen Thronfolge), beispielsweise der nach Südfrankreich geflohene Lord Arthur Somerset.
Wilde_BosieIm Nachhinein hatte der Skandal vor allem die Vorstellung gefördert, dass Homosexualität besonders in aristokratischen Kreisen verbreitet sei und dass Jugendliche der unteren Schichten verdorben werden.

Bereits 6 Jahre später folgte ein noch größerer Skandal – die Prozesse um Oscar Wilde. Vom Marquis of Queensberry im Juli 1985 als Sodomit bezeichnet, strebte Wilde eine Verleumdungsklage gegen den Vater seines Freundes und Liebhabers Lord Alfred Douglas an. Im folgenden Prozess wurde nicht nur der Marquis of Queensberry freigesprochen, man erhob Anklage wegen grober Unzucht gegen den britischen Autoren, als sich herausstellte, dass Wilde mit jungen Männern aus der Unterschicht sexuellen Umgang pflegte, darunter auch männlichen Prostituierten. In einem zweiten Verfahren wurde er am 25. Mai 1895 zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Nach seiner Entlassung war Wilde gesellschaftlich und gesundheitlich ruiniert und floh nach Paris, wo er am 30. November 1900 starb.

Homosexuelle Handlungen blieben in England bis 1967 strafbar, erst dann wurde der Criminal Law Amendment Act aufgehoben. Neben Oscar Wilde wurde auch der britische Mathematiker und Kryptoanalytiker Alan Turing wegen grober Unzucht verurteilt und unterzog sich einer chemischen Kastration, die ihn wahrscheinlich in den Selbstmord trieb. Erst 2013 wurde er von Elisabeth II. rehabilitiert.

Deutschland:
Auch in Deutschland standen homosexuelle Handlungen zwischen Männern seit 1872 unter Strafe, nachdem Karl Heinrich Ulrichs als einer der ersten Vorkämpfer für die Rechte der Homosexuellen ab 1865 erfolglos gegen den §175 vorgegangen war. Unter Strafe standen widernatürliche Handlungen, die mit Gefängnis oder der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte geahndet wurden. In den folgenden Jahrzehnten kämpften unterschiedliche Mediziner (u.a. Magnus Hirschfeld, Arzt und Gründer des Wissenschaftlich-humanitäres Komitees) und Politiker gegen den §175. Mehrere Skandale, wie die Harden-Eulenburg-Affäre, bei der prominente Mitglieder des Kabinetts von Kaiser Wilhelm II. zwischen 1907-1909 vor Gericht standen, brachten jegliche Aktionen gegen den Unzuchts-Paragraphen jedoch zum Scheitern. Auch die Taten homosexueller Serienmörder wie Fritz Haarmann und dessen Verhandlung 1924 verhinderten die Aufhebung des umstrittenen Paragraphen.

Dennoch entwickelte sich Berlin ab Mitte des 19. Jahrhunderts als wichtigste Metropole, in der Homosexuelle relativ frei und sicher leben konnten. Die Stadt wurde international bekannt und Der Eigeneunzählige Homosexuelle, die vor der Verfolgung im eigenen Land flüchteten, reisten nach Deutschland. Der bekannteste von ihnen ist der englische Schriftsteller Christopher Isherwood, der mit dem Buch „Leb wohl Berlin“ seine Erlebnisse in Berlin niederschrieb. Es existierten nicht nur mehrere Bars, Clubs und Treffpunkte, die teilweise sogar von der Polizei geschützt und überwacht wurden (im Eldorado in der Motzstraße trafen sich Transvestiten, Transsexuelle und voyeuristische Touristen, Mediziner und Journalisten, die von der Polizei begleitet wurden), sondern auch mehrere Magazine, Vereinigungen und homosexuelle Organisationen, die offen für die Rechte Homosexueller kämpften. Unter Magnus Hirschfeld entstand 1919 auch der Film „Anders als die Anderen“, der erstmals Homosexualität zum Thema hatte und sie nicht in einem negativen Licht darstellte.

Erst mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten änderte sich das offene, ungezügelte Leben der Homosexuellen in Deutschland, was zur Schließung der Berliner Clubs und Bars und zur Einstellung der vielen Zeitschriften führte, die sich mit schwuler und lesbischer Liebe beschäftigten. Ab 1933 begann die systematische Verfolgung Homosexueller.

Frankreich:
Als eines der ersten Länder weltweit wurde Homosexualität in Frankreich bereits 1791 legalisiert, indem die Anti-Sodomie-Gesetze abgeschaffte wurden. Mit dem Code Napoléon 1804 und Code pénal impérial 1810 gewährte Frankreich erstmals absolute Straffreiheit gegenüber Homosexuellen, solange dabei die Rechte Dritter nicht verletzt werden. Das Gesetz wurde von französischen Enzyklopädisten und Vertreter der Aufklärung wie Voltaire, Montesquieu, Mably, Morelly und Condorcet vorangetrieben.
Gesellschaftlich waren Homosexuelle nichtsdestotrotz gesellschaftliche Außenseiter, da die gesellschaftliche Akzeptanz fehlte, doch im warVergleich zu England (und teilweise Deutschland) konnten Homosexuelle ihre Neigung relativ offen ausleben. Aus diesem Grund flüchteten mehrere Homosexuelle aus England nach Frankreich (Lord Arthur Somerset, Oscar Wilde)

USA:
Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika war Homosexualität verboten und wurde bis 1873 in einigen Bundesstaaten mit dem Tod bestraft. Ansonsten drohten je nach Bundesstaat mehrjährige Haftstrafen, da jeder Staat sein eigenes Strafgesetz besaß. Dennoch bildeten sich im ausgehenden 19. Jahrhunderts erste schwule Clubs und Treffpunkte, in New York gab es mit der Bowery sogar einen schwulen Distrikt, in dem sich homosexuelle Männer im Geheimen treffen konnten. In dieser Zeit wurde für Homosexuelle auch der Begriff Fairies geprägt, da dieser zumeist sehr extravagant gekleidet waren. Nichtsdestotrotz wurden Homosexuelle verfolgt und waren zumeist gezwungen ihre Neigungen im Geheimen auszuleben. Teils lebten Männer gebildeter Gesellschaftsschichten in gleichgeschlechtlichen Freundschaften zusammen, bei Frauen prägte sich der Begriff Boston Marriage. Dies änderte sich erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts, das Gesetz gegen sexuelle Perversionen wurde erst ab 1962 schrittweise abgeschafft.

Literatur:
Adrian Mayfield“-Trilogie (Floortje Zwigtmann)
Maurice“ (E.M. Foster)
Die Brüder“ (2. Teil der „Brückenbauer“-Reihe, Jan Guillou)
Eine Welt dazwischen“ / „In einem Leben wie diesem“ (Aline Sax)
Ein Mann aus bestem Hause“ (Anne Perry)
Das andere Berlin – Die Erfindung der Homosexualität: Eine deutsche Geschichte 1867 – 1933“ (Robert Beachy)
„Der Imoralist“, „Die Ringeltaube“ (André Gide)
Die Werke von Walt Withman
Die Werke von Karl May

Damit komme ich auch schon ans Ende meines kurzen Einblicks in das spannende Thema „Homosexualität um 1900“. Und natürlich kann man auch heute wieder ein Print-Exemplar von „Sunford“ gewinnen. Wer seine Chancen erhöhen will, sollte bei den anderen Blogtour-Teilnehmern vorbeischauen – bis zum 3. März 2016; 23.59 Uhr könnt ihr die Fragen der anderen Blogger zu den jeweiligen Themen beantworten und so eure Chancen erhöhen. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Hier meine Frage:
Homosexualität wird heutzutage weitestgehend akzeptiert. Wie schätzt ihr die Entwicklung und den heutigen Stellenwert gleichgeschlechtlicher Liebe im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrhunderten ein?

Hier nochmal die einzelnen Stationen:

21.2. lesenliebentraeumen.blogspot.de – Buchvorstellung
22.2. juliassammelsurium.blogspot.de – Figuren
23.2. beatelovelybooks.blogspot.de – Setting
24.2. bambinis-buecherzauber.blogspot.de – Interview
25.2. ulla-liebt-buecher.blogspot.de – Edwardianische Zeit
26.2. likeagaydream.wordpress.com – Homosexualität um 1900
27.2. sanarkai-weltderbuecher.blogspot.de – Historische Gay Romance
28.2. lesekatzen.blogspot.de – Protagonisteninterview

Teilnahmebedingungen:
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

Blogtour-Ankündigung „Sunford“

Hallo ihr lieben,

ab morgen findet eine Blogtour zu Celia Janssons Debüt „Sunford – Verführung eines Gentleman“ statt. Auch bei mir macht die Blogtour Station – am 26.02.2016 darf ich über das spannende Thema „Homosexualität im 19. Jahrhundert schreiben. Aber auch sonst erwarten euch einige tolle Berichte, also schaut vorbei. Auf jedem Blog könnt ihr eine Printausgabe von Sunford gewinnen, sprich jeden Tag habt ihr die Chance auf ein Exemplar des Buches.

Blogtour

Hier die einzelnen Stationen:

21.2. lesenliebentraeumen.blogspot.de – Buchvorstellung
22.2. juliassammelsurium.blogspot.de – Figuren
23.2. beatelovelybooks.blogspot.de – Setting
24.2. bambinis-buecherzauber.blogspot.de – Interview
25.2. ulla-liebt-buecher.blogspot.de – Edwardianische Zeit
26.2. likeagaydream.wordpress.com – Homosexualität um 1900
27.2. sanarkai-weltderbuecher.blogspot.de – Historische Gay Romance
28.2. lesekatzen.blogspot.de – Protagonisteninterview

Wir freuen uns auf euch 🙂

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Sunford – Verführung eines Gentleman von Celia Jansson

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Autor: Celia Jansson
Taschenbuch:  300 Seiten
ISBN: 978-3864435218
Preis: 6,99 (eBook) | 12,90 (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Der gutsituierte Unternehmer Leonard Knightly setzt alles daran, um dem kleinen Städtchen Sunford eine direkte Eisenbahnanbindung nach London zu verschaffen – etwas, dass von den alteingesessenen Bürgern eher skeptisch beäugt, teilweise sogar blockiert wird. Genau zu dieser Zeit lernt er den gutaussehenden Lord Vincent Fanbury kennen, der über den Sommer bei seinen Verwandten zu Besuch ist. Das kleine Örtchen steht ob seiner Berühmtheit Kopf – gerade die weiblichen Bewohner hoffen auf eine gute Partie. Auch Leonard ist von dem jungen Lord fasziniert und freundet sich bei gemeinsamen Reitausflügen mit ihm an. Schnell wird ihre Beziehung tiefer, denn auch Vincent zeigt sich an Leonard interessiert. Dass Vincent ein düsteres Geheimnis mit sich herumträgt und bei weitem nicht so unschuldig ist, wie Leonard denkt, wird schnell klar. Antworten findet er jedoch erst, als Vincent nach London zurückkehrt, aus dem er wegen eines gewaltigen Skandals geflohen ist …

Eigene Meinung:
Mit „Sunford – Verführung eines Gentleman“ legt die Autorin Celia Jansson ihr Debüt vor. Der Roman erschien im Sieben Verlag, bei dem u.a. auch Romane von Corinna Bach („Bodyguard – Specialauftrag: Liebe“, „Vancouver Dreams“) und Sylvia Pranga („Männerbande“) erschienen sind.

Die Geschichte spielt im beginnenden 20. Jahrhundert und entführt den Leser ins verschlafende Sunford in England. Dort lernt man Leonard kennen, der mit seiner Schwester im Haus der verstorbenen Eltern lebt und das Familienvermögen verwaltet. Seine eigene Homosexualität versteckt er gründlich, um seinen Ruf nicht zu gefährden. Dies gerät jedoch ins Wanken, als er Vincent begegnet, einen Lord aus London, der ins Haus seiner entfernten Verwandten geflohen ist, um einem Skandal zu entkommen. Zwischen den beiden ungleichen Männern entspinnt sich eine tiefe Liebe, die jedoch aufgrund der Umstände unter einem schlechten Stern steht.

Celia Jansson bemüht sich darum, die Liebe der beiden Männer langsam reifen zu lassen – so dauert es etliche Wochen, wenn nicht Monate, bis Leonard und Vincent einen Versuch miteinander wagen und sich wirklich tiefergehende Gefühle zwischen ihnen entwickeln. Einige mögen das langweilig oder langatmig finden – in meinen Augen ist es realistisch und authentisch, dass sie nicht nach zwanzig Seiten miteinander im Bett landen. In jener Zeit war homosexuelle Liebe nun einmal nahezu unmöglich – gerade in England, wo der Skandal um Oscar Wilde noch nicht einmal zehn Jahre her war. Dementsprechend logisch und authentisch wurde die Beziehung aufgebaut, ebenso die historischen Hintergründe und Begebenheiten eingearbeitet. Celia Jansson hat sehr genau und intensiv recherchiert, was man an den örtlichen Beschreibungen, der gängigen Mode und den kleinere politischen Details merkt, die sie geschickt in den Roman einfließen lässt. Auch die Dialoge sind entsprechend aufgebaut – man merkt, dass sich die Autorin sehr eingängig mit der wilhelminischen Zeit auseinandergesetzt hat, um den historischen Roman glaubhaft und authentisch in Szene zu setzen. Einzig einige kleinere Logiklücken fallen dem Leser ins Auge – so z.B. die Tatsache, dass Leonard zur Zeit von Vincents Skandal in London war und nichts davon mitbekommen hat, oder auch die Tatsache, dass es in Sunford keine Londoner Zeitungen zu geben scheint.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist für einige der Sprung zum Vincents Perspektive ab der Hälfte des Romans. So sind die ersten Kapitel aus Leonards Sicht geschrieben; als Vincent nach London zurückkehrt erfährt der Leser die Ereignisse des Sommers in Sunford noch einmal aus Sicht des Lords. Das ist zu Beginn ungewohnt, doch es erlaubt dem Leser einen Blick in Vincents Gedanken und Gefühle. Man lernt ihn kennen und verstehen, was auch einige Szenen vollkommen neu beleuchtet. Zudem konzentriert sich Celia Jansson auf einige neue Ereignisse und Erlebnisse, so dass es auch für den Leser einige neue Dinge zu entdecken gibt.

Neben der soliden Handlung und den stimmungsvollen Beschreibungen können auch die Charaktere überzeugen. Seien es die beiden Hauptcharaktere, die sehr greifbar und authentisch daher kommen, oder die vielen Nebenfiguren wie Leonards Schwester, Vincents Cousinen oder dessen bester Freund. Man kann jeden einzelnen gut nachvollziehen und verstehen. Einzig die Tatsache, dass sie dem Leser trotz allem ein wenig fremd bleiben und man nicht wirklich zu ihnen durchzudringen vermag, trübt den Eindruck ein wenig.

Stilistisch legt Celia Jansson ein solides, gut geschriebenes Debüt vor. Sowohl ihre Beschreibungen, als auch der ruhige, fast sanfte Stil passen gut zu den Charakteren und der Geschichte.Sie hat ein Händchen für historische Details und authentische Geschehnisse. Angenehm sind auch die vielen kleinen Hinweise auf polistische und gesellschaftliche Ereignisse in Dialogen und Gesprächen, die sowohl die Figuren, als auch die Geschichte so glaubwürdig und authentisch machen.

Fazit:
„Sunford – Verführung eines Gentleman“ ist ein gelungener historischer Gay Roman, der durch eine gut recherchierte Hintergrundgeschichte und authentische Charaktere besticht. Leider baut der Leser zu den Hauptfiguren keine solch intensive Nähe auf, wie es vielleicht möglich gewesen wäre, doch daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Wer gut geschriebene, historische Romane sucht, kann mit Celia Janssons Debüt wenig falsch machen. Im Zweifelsfall einen Blick in die Leseprobe werfen – es lohnt sich.

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[GEWINNSPIEL] Brunhilde Witthaut

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Mit dem obligatorischen Gewinnspiel endet die Special Week rund um die Autorin Brunhilde Witthaut leider schon und ich hoffe, ihr seid neugierig auf ihre Romane und Novellen. Deswegen verlosen wir mit freundlicher Unterstützung der Autorin und der Verlage Sieben und Bruno Gmünder 3 tolle Pakete mit signierten Büchern.

Dafür müsst ihr lediglich eine Mail an Koriko@gmx.de schicken und mindestens eine Frage an Brundhilde oder an einen ihrer Charaktere stellen. Ihr dürft euch jede Figur rauspicken, die ihr schon immer mal löchern wolltet (sprich ihr könnt auch gerne jemanden aus ihren anderen Romanen wählen), allerdings stellt bitte nicht mehr als drei Fragen, damit sie genug Zeit hat, euch zu antworten.

Alle Fragen, die im Laufe in den kommenden 10 Tagen gestellt werden, werden bei der Gewinnerbekanntgabe beantwortet und als Leserinterview auf diesem Blog präsentiert.

Eure Fragen könnt ihr bis zum 21.10.2015 25.10.2015 an die oben genannte Mailadresse schicken (bitte im Betreff „Gewinnspiel Brunhilde Witthaut“ angeben) – sie werden gesammelt und an den Autoren weitergeleitet. Unter allen Teilnehmern verlose ich nach Zufallsprinzip folgende Buchpakete:

1. Platz: „Gay Crime“ – Paket (bestehend aus Band 1-3 der „Claude Bocquillon“-Reihe)
2. Platz: „Gay Romance“ – Paket (bestehend aus „Bodyguard“ und „Vancouver Dreams“)
3. Platz: „Gay Historical“ – Paket (bestehend aus „Des Teufels Schreiber“ und „Das Lilienschwert“ (eBook))

Ich bedanke mich bei Brunhilde Witthaut und den Verlagen für die Bereitstellung der Gewinne.

Hinweise:
1. Brunhilde freut sich über Kommentare, Anmerkungen und Feedback zu seinen Werken (oder auf eine Antwort zu ihrer Frage im Interview), sprich ihr könnt gerne einige Worte an ihn richten 🙂
2. Solltet ihr das ein oder andere Buch bereits besitzen, sagt mir in der Mail Bescheid – ich versuche beim Auslosen Rücksicht darauf zu nehmen, damit niemand Bücher doppelt bekommt.

Brunhilde und ich sind gespannt auf eure Fragen, Ideen und Antworten – die Gewinner und das Leserinterview werden am 25.10.2015 01.11.2015 auf diesem Blog präsentiert. Wir freuen uns auf eure Teilnahme.

Viel Glück!

[ROMAN] Vancouver Dreams von Corinna Bach

Autor: Corinna Bach
Taschenbuch: 320 Seiten
ISBN: 978-3864434853
Preis: 6,99 EUR (eBook) | 12,90 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Kaum aus dem Gefängnis entlassen, stolpert der junge Zachary ungewollt in Ärger, als ein fremder Mann ihm einen Schließfachschlüssel in die Hand drückt und ihn auffordert zur Polizei zu gehen. Natürlich kommt Zac der Aufforderung nicht nach, immerhin steht er als entlassener Häftling im Fokus der Beamten und plant nicht, sich erneut in Schwierigkeiten zu bringen. Dass er sich damit direkt mit den Red Skorpiens – eine der führenden Banden von Vancouver – anlegt, bringt nicht nur ihn in Schwierigkeiten, sondern auch seinen Bewährungshelfer Liam Hillerman, zu dem er sich stark hingezogen fühlt. Auch Liam entwickelt schnell Gefühle für Zac, doch ihre Beziehung steht nicht nur durch die drohende Gefahr der Bandenmitglieder unter einem schlechten Stern, auch ihre verschiedenen sozialen Stände sorgen für Spannungen …

Eigene Meinung:
Mit „Vancouver Dreams“ legt die Autorin Corinna Bach ihren zweiten Gay Romance vor, der im Sieben Verlag erscheint. Dass der Roman für die unter Pseudonym arbeitende Brunhilde Witthaut nicht erst die zweite Veröffentlichung ist, zeigt sich, wenn man sich die Bücher ansieht, die sie unter ihrem richtigen Namen oder unter Laurent Bach herausgebracht hat. So stammt auch die beliebte Reihe um den schwulen Detektiv Claude Bocquillon von ihr, ebenso einige historische Romane, die im Sieben Verlag oder bei Bookshouse erschienen sind.

Dieses Mal entführt die Autorin den Leser nicht nach Frankreich, sondern nach ins kanadische Vancouver, in dem Zac und Liam leben und arbeiten. Ansonsten bleibt sie sich treu und präsentiert einen schwulen Krimi, in dem zwei Männer eine Rolle spielen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Zac aus der sozialen Unterschichte stammt und bereits wegen kleinerer Delikte im Gefängnis saß, stammt Liam aus einer angesehenen Familie und arbeitet im Grunde nur, um sich sozial zu engagieren. Die daraus entstehenden Probleme zwischen den beiden Männern sorgen für eine Menge Zündstoff und machen gut die Hälfte des Romans aus. Den Rest macht der Kriminalfall aus, der sich um die Machenschaften der Red Skorpiens dreht. Dass Zac vollkommen zwischen den Stühlen steht, versteht sich von selbst, da er weder so extrem ist, wie die gefürchtete Bande, noch mit der Polizei zusammenarbeiten will.

Insgesamt ist die Handlung durchaus spannend, doch dieses Mal gelingt es der Autorin nicht die authentische Atmosphäre aufzubauen, die man aus ihren anderen Romanen kennt. „Vancouver Dreams“ mag gut durchdacht, in sich schlüssig und interessant geschrieben sein, doch man vermisst die realistischen Charaktere, den detailverliebten Kriminalfall und die lebendigen Beschreibungen. Alles wirkt ein wenig überstürzt und durcheinander, was auch daran liegt, dass sie der Beziehung zwischen Zac und Liam mehr Platz einräumt und dadurch dem Fall weniger Zeit einräumen kann. Auch findet man in diesem Roman mehr Erotik, als in den übrigen Werken der Autorin, was jedoch nur bedingt positiv zu werten ist. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass explizite Szenen nicht ganz Corinna Bachs Steckenpferd sind und sie sich lieber in Andeutungen ergeht, was ihren bisherigen Romanen nicht geschadet hat.

Wie bereits erwähnt sind die Charaktere bei weitem nicht so lebendig wie Claude Bocquillon und Frederic Lambert (aus den „Bocquillon Krimis) oder Niklas und Ruben (aus „Bodyguard“). Man lernt die beiden Protagonisten zwar im Laufe der Zeit recht gut kennen, doch es fällt schwer sich auf Zacs freche, vorlaute Art einzulassen, insbesondere weil er immer wieder über die Stränge schlägt. Er ist schwierig, was jedoch recht gut passt, wenn man bedenkt aus welchem Millieu er kommt. Im Gegenzug zu ihm ist Liam das genaue Gegenteil – sozial engagiert, freundlich und hilfsbereit. Im Grunde passen die beiden Charaktere nur bedingt zueinander, aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an und es dauert auch eine Weile, bis sich Zac und Liam über mehrere Etappen hinweg zusammenraufen.
Positiv kommen die Nebenfiguren daher – seien es Zacs Mutter und Freunde, Liams Familie oder die Polizisten, die den Red Scorpiens an den Kracken wollen: sie fügen sich gut in die Rahmenhandlung ein und sorgen für unerwartete Wendungen und Überraschungen.

Stilistisch bietet Corinna Bach lockerleichte Lektüre, die jedoch nicht an ihre bisherigen Veröffentlichungen heranreicht. Kurze Sätze und eine einfache Sprache bestimmen „Vancouver Dreams“, ein Konzept, was nicht immer aufgeht. So leicht das Buch daherkommen soll, es zerstört teilweise die Handlung und die Spannung. Zudem hat man das Gefühl, dass sich die Autorin ein wenig verbiegen musste, um den Anforderungen nach leichter Sommerlektüre gerecht zu werden. So ist „Vancouver Dreams“ leider nicht ganz so atmosphärisch und spannend, kann daher nur teilweise überzeugen. Bleibt zu hoffen, dass Corinna Bach in ihren zukünftigen Werken zu ihrem soliden, flüssigen Schreibstil zurückfindet, der ihre Werke so angenehm aus der breiten Masse der Gay Romance Veröffentlichungen heraushebt.

Fazit:
„Vancouver Dreams“ ist ein weiterer kriminalistisch angehauchter Roman von Brunhilde Witthaut alias Corinna Bach, der dieses Mal in Kanada spielt. Obwohl er inhaltlich und stilistisch nicht an ihre übrigen Romane heranreichen kann, wird man doch gut unterhalten und schließt mit der Zeit auch die unterschiedlichen Helden ins Herz. Wer leichtere, spannende Gay Romance Romane sucht, ist mit „Vancouver Dreams“ nicht schlecht beraten, Fans ihrer bisherigen Bücher werden jedoch enttäuscht sein. Am besten reinlesen und sich selbst ein Urteil bilden.

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