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[NOVELLE] Irgendwie Poolparty von Chris P. Rolls

Autor: Chris P. Rolls
Taschenbuch:  128 Seiten
ISBN: 978-1976472886
Preis: 2,99 EUR (eBook) / 5,00 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Alex und Marcus laden Freunde, Bekannte und schwule Männer zu einer besonderen Poolparty ein – Spannung, Spiel und Spaß stehen an erster Stelle. Aus diesem Grund hat sich Alex mehrere skurrile Disziplinen der Poolympischen Spiele ausgedacht – mit Erfolg, dann die Partygäste steigen mit Freuden darauf ein …

Eigene Meinung:
„Irgendwie Poolparty“ ist ein Spin-Off des beliebten Gay Romance „Irgendwie Top“, die man zuvor gelesen haben sollte, um die Zusammenhänge zu verstehen. Da auch die Charaktere aus „Irgendwie Anders“ und „Mecklenburger Winter“ einen Auftritt haben, empfiehlt es sich, auch diese Bücher zu kennen, da man die vielen Männer ansonsten nur schwer auseinanderhalten kann. Chris P. Rolls hat einen Kurzroman für Fans ihrer Bücher erschaffen, dementsprechend sollte man sich zunächst die eigentlichen Romane zu Gemüte führen, bevor man sich diesem Spin-Off zuwendet.

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[ROMAN] Bone Rider von J. Fally

Autor: J. Fally
Taschenbuch: 290 Seiten
ISBN: 978-1634776448
Preis: 3,29 EUR (eBook) / 15,40 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Riley Cooper ist auf der Flucht vor seinem Ex-Lover Misha Tokarev, der sich als Mafiakiller entpuppt hat und mit seinen Leuten auf der Jagd nach ihm ist. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als er eines Nachts mit einem vermeintlichen Motorschaden mitten im Nirgendwo strandet und von einem außerirdischen, intelligenten Verteidigungs- und Waffensystem als neuer Wirt auserkoren wird. Fortan ist McClane, wie sich der Alien nach einer „Die Hard“-Filmsession nennt, eng mit Riley verbunden, was durchaus seine Vorteile hat, denn er kann seinen Host nicht nur verteidigen, er ist auch in der Lage Riley schneller zu heilen und widerstandsfähiger zu machen. Der Nachteil ist, dass das amerikanische Militär auf der Suche nach dem Alien ist und dabei auch Kollateralschaden in Kauf nimmt. Zudem spürt auch Misha Riley auf und möchte ihn zurückbekommen, ganz gleich was es kostet. Ein Wettlauf gegen das Militär und die Mafia beginnt, denn letztere will Misha endgültig hinter sich lassen, um mit Riley zusammen zu sein …

Eigene Meinung:
„Bone Rider“ ist das Debüt und bislang (von einer Kurzgeschichte abgesehen) einzige Werk von J. Fally. Es erschien bei Dreamspinner Press, die auch für die deutsche Ausgabe verantwortlich sind. Die ungewöhnliche Geschichte verknüpft Sci-Fi, Action, Mafia-Thriller und Verfolgungsjagden, sprich man sollte offen für derartige Genre-Mix sein.

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[GEWINNSPIEL] Chris P. Rolls

Leider ist mit diesem Beitrag die Special Week wieder vorbei – ich hoffe sehr, dass ich euch Chris P. Rolls und ihre Werke ein wenig näher bringen konnte. Wer nun Lust auf ihre Bücher hat, hat jetzt die Chance für eins der Buchpakete in den Lostopf zu hüpfen. Dazu ist allerdings eurerseits ein bisschen mehr Mitarbeit notwendig, als nur das Posten eines Herzchens 😉

Wer am Gewinnspiel teilnehmen will, sollte Chris P. Rolls oder den Charakteren ihrer Bücher mindestens eine Frage stellen (mehr Fragen sind natürlich erlaubt!). Wer also schon imemr mal Louis, Alec oder Dave auf den Zahn fühlen wollt, hat jetzt die Gelegenheit dazu 🙂

Wie immer müsst ihr eine Mail an Koriko@gmx.de schicken. Alle Fragen, die bis zur Deadline bei mir eingehen, werden von mir an die Autorin weitergeleitet und beantwortet. Sie gehen bei der Gewinnerbekanntgabe als Leserinterview online.

Eure Fragen könnt ihr bis zum 24.12.2017 (ho ho ho!) an die oben genannte Mailadresse schicken (bitte im Betreff “Gewinnspiel Chris P. Rolls” angeben). Unter allen Teilnehmern verlose ich folgende Buchpakete, gespendet von Chris P. Rolls:

1. Platz: “Die Anderen“ 1-3 (Taschenbuch, signiert) + Überraschungsgimmicks
2. Platz: “Failed“ 1-2 (Taschenbuch, signiert) + Überraschungsgimmicks
3. Platz: „Shilsas“ (Taschenbuch, signiert) + Überraschungsgimmicks

Ich bedanke bei Chris P. Rolls für die Bereitstellung der Gewinne.

Hinweise:
1. Die Autorin freut sich natürlich über Kommentare, Anmerkungen und Feedback zu ihren Werken (oder auf eine Antwort zu ihrer Frage im Interview), sprich ihr könnt gerne einige Worte an sie richten 🙂
2. Solltet ihr das ein oder andere Buch bereits besitzen, sagt mir in der Mail Bescheid – ich versuche beim Auslosen Rücksicht darauf zu nehmen, damit niemand Bücher doppelt bekommt.

Chris und ich sind gespannt auf eure Fragen, Ideen und Antworten – die Gewinner und das Leserinterview werden am 06.01.2018 auf diesem Blog präsentiert. Wir freuen uns auf eure Fragen.

Viel Glück!

[INTERVIEW] Chris P. Rolls

Mit dem obligatorischen Interview sind wir bereits am Ende der Special Week angekommen – für Chris P. Rolls ist es ja nicht das erste Interview, dass sie Like a Dream gibt, im Gegenteil. Vor ein paar Jahren stand sie bereits Rede und Antwort. Das alte Interview findet ihr auf der alten Homepage der Seite, damals wurde „Irgendwie Top“ gerade veröffentlicht. Weitere Informationen zu Chris findet ihr auf ihrem Blog, zudem ist sie auf Facebook sehr aktiv.

Du bist den Lesern inzwischen sehr bekannt und hast unzählige Veröffentlichungen vorzuweisen. Gibt es etwas, das du zu deiner Vorstellung erzählen möchtest, dass bisher kaum jemand über dich weiß?
Hm schwer zu sagen, da fällt mir spontan nichts ein 🙂

Welchem Job gehst du hauptberuflich nach?
Hauptberuflich arbeite ich als Reitlehrerin und gebe Seminar.

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen? Gab es einen Auslöser, der dich zum Schreiben brachte?
Einen Auslöser könnte ich nicht benennen, ich hatte schon immer viel Fantasie, habe viel alleine draußen verbracht und mir Welten und Szenarien ausgedacht. Sie zu verschriftlichen war dann irgendwann ein weiterer Schritt. Ich schreibe seit ich denken kann Fantasystorys, meine ersten mit homosexuellen Charakteren bereits mit 14 klammheimlich.

Wie viel Zeit brauchst du, um ein Buch zu schreiben?
Das ist sehr unterschiedlich, je nachdem wie die Muse mitspielt. Das können auch mal drei Wochen sein oder auch sechs Jahre. In der Regel schreibe ich allerdings recht flott.

Was sind Deine aktuellen Projekte? Auf was können sich die Leser als Nächstes freuen?
Als nächstes erscheint ein Gay-Thriller. „Blackmail Love“ der recht hart wird. Die Geschichte um einen lebensfrohen Barkeeper, der Sohn des Europoldirektors ist und dadurch ins Fadenkreuz des organisierten Verbrechens gerät. Keine ganz leichte Kost.

Um euch schon jetzt neugierig zu machen, zeigt Like a Dream an dieser Stelle das vorläufige Cover zu „Blackmail Love“ und den Klappentext, der voraussichtlich Dezember/Januar erscheinen soll ❤


Klappentext:

Dem russischen Akzent und der geheimnisvollen Ausstrahlung von Yakub kann der lebensfrohe Barkeeper Sascha absolut nicht widerstehen. Ihr heißes Intermezzo im Darkroom des Clubs endet jedoch anders als erwartet und Sascha findet sich betäubt und gefangen,Gott-weiß-wo in Osteuropa, in einem kahlen Raum wieder. Sein Vater, Ewan Andrew Lymond, erfolgreicher Direktor von Europol, hat sich mit der osteuropäischen Mafia angelegt und diese holt zum Gegenschlag aus. Jeden weiteren Fahndungserfolg drohen sie zu ahnden und ihr Opferist Sascha. Yakub hat zu viele Menschen sterben sehen, qualvoll gelernt, Herz und Verstand auszuschalten und zu tun, was man ihm aufträgt. Der einzige Job ist es nun, Sascha so lange wie möglich am Leben zu halten. Seinen Prinzipien treu zu bleiben, fällt ihm jedoch immer schwerer, denn nicht nur Saschas schlagfertige Art spricht längst verdrängte Gefühle an. Es scheint indes für keinen von ihnen einen Ausweg zu geben, der nicht mit dem Tod enden würde.

Spannend oder? Welche deiner Figuren ist deine Lieblingsfigur und warum?
Es gibt mehrere, die ich aus unterschiedlichen Gründen sehr mag. Das wären Alec aus Bodycaught, was ohnehin ein sehr persönlicher Roman ist, dann Louis aus Failed, dessen ganze Art ich sehr mag und der sich wunderbar schreiben lässt und ich stelle fest, dass auch Sascha, mein neuer Protagonist, mir sehr liegt.

Dein Fantasy -Roman „Shilsas“ spielt an einem ungewöhnlichen Ort. Wie bist du auf die Idee zu Shilsas gekommen?
Ich bin schon seit einer Fernsehdokumentation, die ich als Jugendliche gesehen habe, fasziniert von den Tafelbergen in Venezuela, den Tepuis. Sie sind größtenteils endemisch, völlig abgeschlossen von der restlichen Welt. Diese Orte hoch oben im Nebel waren die Inspiration zu Shilsas.

Könntest du dir vorstellen noch einmal zurückzukehren und die Legenden um Shilsas fortzuführen?
Oh ja sicher, da sind noch ein paar Fäden, die man wunderbar aufnehmen könnte. Allerdings dann wohl mit anderen Protagonisten. Meine Muse hat mal angedeutet, dass Shilsas durchaus in der Welt von Pegasuscitar liegen könnte.

Wann können die Leser mit einer Fortsetzung deines Fantasy-Epos „Unantastbar“ rechnen?
Tja Planung und so … Angedacht ist es für 2018, nach Blackmail Love, Blinded Date 3 und Failed 3.

Was hat dich zu „Failed“ und den ungewöhnlichen Wandlern inspiriert?
Eigentlich sollte es eine kleine satirische Kurzgeschichte für eine Anthologie werden und verselbstständigte sich dann. Grundidee war, dass es neben den ganzen Alphawandlern, Löwen, Bären, Tiger, Panther, Wölfe usw doch auch die anderen geben müsse, die im Schatten stehen, die unbeachtet sind und eventuell den Fleischfressern ihren Status etwas neiden. Tja und dann sprang Louis aus dem Busch, bissig, etwas verbittert, weil er als Pflanzenfresser so weit unten in der Hierarchie steht und bereit, dies zu ändern. Dann flossen noch aktuelle Bezüge ein und auf einmal war es ein Roman.

Kannst du schon einmal einen Einblick in den nächsten Teil der Reihe geben? Was erwartet Louis und seine Freunde als nächstes?
Der nächste Teil wird sie unter anderem in die Karpaten führen, wo der Legende nach Werwölfe ihr Unwesen treiben. Natürlich wird auch der Roman wieder Bezüge zum aktuelle Geschehen haben, was spontan einfließt. Man wird mehr über die Darkshifter erfahren und es gibt mindestens zwei neue Charaktere.

Hättest du mit dem Erfolg der Bücher gerechnet?
Failed? Nein, absolut nicht. Das hat mich komplett umgehauen. Das Ebook hat es bis auf Platz 11 im Gesamtranking aller ebooks auf Amazon geschafft. Das war echt der Wahnsinn.

„Die Anderen“ ist eine deiner ältesten Reihen – sie hat eine Menge hinter sich? Was für ein Gefühl ist es, sie endlich in neuem Gewand zu sehen?
Ein sehr, sehr gutes Gefühl. Sie sind nicht komplett an meinen jetzigen Stil angepasst worden und das finde ich auch gut so, denn es passt zu dem Setting, der Story und vor allem dem Charakter Finn. Was sehr schön war, dass ich zwei Figuren viel solider anlegen und mit mehr Szenen ausstatten konnte, ehe es in die Fortsetzung geht.

Warum haben Finns innere Stimmen so viel Raum? In deinen anderen Büchern findet man dieses Stilmittel nicht.
Das war damals einfach eine Idee, die wunderbar zu Finn und seiner Art passte, die gut ankam und die ich dann natürlich beibehalten habe. Diese inneren Stimmen hat wohl jeder, aber in dem Roman agieren und handeln sie nahezu wie eigenständige Charaktere.

Wie viele Bände planst du zur Reihe? Die Geschichte soll ja fortgeführt werden.
Tja, Planung … Also mindestens ein weiterer Band, der schon geplotet ist, auf jeden Fall, aber es sind jede Menge weitere Abenteuer möglich.

Was reizt dich daran schwule Figuren in deine Bücher einzubauen? Kannst du dir vorstellen, irgendwann ein Buch ohne queere Figuren zu schreiben?
Das ist nicht leicht zu beantworten, aber mich haben schwule Charaktere schon immer mehr interessiert, weil das Konfliktpotential größer ist und sich mir dadurch beim schreiben mehr Möglichkeiten eröffnen und weil es kein Mainstream ist.
Ich könnte es mir sicher vorstellen, auch andere Charaktere zu schreiben, aber mehr Spaß machen homoerotische Geschichten.

Du bist sowohl als Verlagsautor, als auch als Selfpublisher unterwegs? Welche Form der Veröffentlichung gefällt dir mehr?
Beides hat seine Vor- und Nachteile, sodass ich das nicht direkt beantworten kann. In der Regel werde ich lieber selbst veröffentlichen, weil ich da volle Kontrolle über alles habe. Aber es gibt auch erfolgreiche Zusammenarbeit mit Verlagen, sodass ich weiterhin beides machen werde.

Was empfiehlst du Jungautoren? Den Gang zum Verlag, oder den Versuch in Eigenregie?
Ich empfehle erst mal sich eine Leserschaft zum testen zu suchen und dann ggf. zu entscheiden, was einem mehr liegt. Heute muss niemand beim Verlag veröffentlichen, allerdings gehört beim SP sehr viel mehr dazu, als nur das Schreiben. Wer völlig unbekannt ist, hat es in der großen Menge an SPs sicher nicht leicht.

Wie wichtig ist das Thema Liebe und Romantik in deinen Büchern?
Liebe ist das Hauptthema. Wer liebt, kann alles erreichen. Sie ist immer die besondere Kraft hinter allem, ihr kommt immer eine große Bedeutung zu. Folglich gehört auch Romantik immer dazu, mal mehr, mal weniger.

Liest du Gay Romance oder lieber realistische Gay-Romane?
Beides. Die Grenzen sind ja fließend, wobei ich ein Happyend-Liebhaber bin und entsprechend diese Art Romane bevorzuge.

Wie findest du den deutschen Markt im Gay Bereich? Wo siehst du ihn (und dich als Autor) in ein paar Jahren?
Der deutsche Markt boomt. Gerade im Bereich Selfpublishing ist eine extreme Entwicklung passiert. Es gibt so viele tolle autoren und es kommen immer neue dazu. Ich sehe, dass unsere Romane es im Ranking immer höher schaffen, immer mehr Leser gewinnen und immer „gesellschaftsfähiger“ werden. Vielleicht kommt Toleranz immer mehr in den Köpfen an. Ich hoffe, dass ich auch in ein paar Jahren ein Teil dieser wunderbaren GayRomance-Gemeinschaft bin und es noch viel mehr Autoren und Leser gibt, die daran teilhaben.

Was würdest du deine Leser fragen?
Da fällt mir spontan nichts ein 🙂

Deine Worte an die Leser?
Bitte etwas Geduld haben. So viele Romane schreien nach Fortsetzungen, so viele Leser, die diese gerne lesen wollen. Aber sie müssen ja alle auch geschrieben werden. Ich bin dran.

 

 

[ZITATE-FREITAG] Failed 1 und 2

Hallo ihr Lieben,

wie bei jeder Special Week darf auch der Zitate-Freitag nicht fehlen – natürlich habe ich mir meine Lieblingsstellen aus „Failed“ 1 und 2 rausgesucht – gerne könnt ihr in den Kommentaren eure Lieblingspassagen posten. Ich bin gespannt.

Bestellen: Amazon
meine Rezension

„Ich bin erfreut, Sie kennenzulernen. Ich kenne Ihre Akte recht gut. Äußerst bemerkenswert für einen Kategorie Drei-Wandler. Beeindruckend, wie Sie den Einsatz in Bolivien damals erledigt haben. Respekt. Ebenso den in Mexiko. Dank der Informationen, die Sie uns beschafft haben, konnten wir die ganze Drogenbande auf einmal auffliegen lassen. Oh, und ich bedauere, was mit Ihrem Partner geschehen ist. Unschön, wenn dergleichen passiert.“

Arschloch! Musste er das zur Sprache bringen? Louis zwang sich zu einem unverbindlichen Lächeln, spürte, wie die Gesichtszüge einfroren.

„Ja, in der Tat war es sehr unschön, zusehen zu müssen, wie er von einem Wandler ohne jedes bisschen Selbstdisziplin zerfleischt wurde, der dann auch noch auf Bewährung freikam“, rutschte es Louis zischend heraus. Scheiß drauf, er konnte dabei seinen Mund einfach nicht halten.

„Failed 1“, S. 13 (c) Chris P. Rolls

„Willkommen bei ‚Failed‘.“

„‘Failed‘?“

„Jepp, das sind wir: Die Misslungenen.“ Jamie kniff ein Auge zu, legte den Kopf schief und musterte Cosmo. „Hast du es ihm noch nicht gesagt?“

„Ich glaube, er hat mir vieles noch nicht gesagt“, warf Louis ein, kurz bevor Cosmo ein entschuldigend klingendes: „Nein, war noch nicht der richtige Moment“, hervorbrachte.

„Ach, sag nicht, Cosmo, du denkst, der kleine Hasi verpisst sich gleich wieder vor Schreck?“ Carlos rollte auf seinem Stuhl zum nächsten Tisch, von dem ein Summen erklang, drückte ein paar Tasten und das Summen erlosch.

„Solange er uns keine Hasenköttel in den Ecken dalässt …“, brummte Jamie, leckte sich über die Lippen und schnappte sich ein Handtuch aus dem wilden Chaos auf einem anderen Tisch.

„Für gewöhnlich bin ich stubenrein, also, was hat das zu bedeuten?“

„Failed 1“, S. 47 (c) Chris P. Rolls

„Zeit für euren ersten Einsatz“, verkündete Trevorian in der zweiten Woche, instruierte Cosmo und ihn. Es ging darum, sich auf das Gelände und in das Gebäude von ‚Better Life‛ zu schleichen und herauszufinden, wo Dr. Quintus sich gerade aufhielt. Er schien der Kern- und Angelpunkt zu sein. Wenn sie seinen Aufenthaltsort wussten, dann ließ sich auch herausfinden, wie weit das Serum gediehen war und wie es zum Einsatz kam. Kursierende Gerüchte, dass es bereits auf dem Schwarzmarkt der Syndikate und Drogenbosse erhältlich war, ließen sich bisher jedoch nicht bestätigen. Stattdessen tauchten weitere Fälle von Wandlern auf, die in ihrer Wandlung gefangen waren.

„Irgendjemand stellt das Serum her und testet es“, vermutete Trevorian. „Wenn es Dr. Quintus zusammen mit Goodman ist, müssen wir sie ins Visier nehmen. Der letzte Fall betraf einen Agenten, der in einem russischen Syndikat eingesetzt war. Es besteht daher der Verdacht, dass das Zeugs bereits zum Einsatz kommt. Versucht, in das Gebäude zu kommen und mehr herauszufinden. Wir wissen nicht, wer von der Firma alles involviert ist. Das Gebäude wird nicht besonders gesichert. Ein hoher Maschendrahtzaun umgibt das Außengelände und den Forschungstrakt. Das Bürogebäude ist praktisch ungesichert, der Forschungstrakt jedoch besser.“

„Failed 1“, S. 96-97 (c) Chris P. Rolls

„Ich würde es mir nie verzeihen, wenn dir etwas passieren würde“, murmelte Cosmo plötzlich so leise, dass es fast ein Wispern war. Etwas berührte Louis’ Nacken, federleicht, warm und ein wenig feucht. War das ein Kuss? Bildete er sich das gerade ein? Schauder jagten über seinen Rücken, Gänsehaut überzog die Arme und ihm entkam ein Keuchen.

„Hast du …?“, brachte er völlig perplex hervor, wandte sich um, bedauerte sogleich den Verlust der warmen Berührung. „Hast du mich gerade geküsst?“

Cosmos Zungenspitze blitzte, er fuhr sich verlegen über die Lippen, die rechte Hand wühlte sich in seine Haare. „Also eigentlich war es eher geschnäbelt“, nuschelte er, senkte den Blick und wirkte wie ein bei einem Streich ertappter Junge.

„Geschnäbelt?“ Entgeistert starrte Louis ihn an, wusste nicht, was er fühlen oder denken sollte. Das war ein Kuss gewesen. Eindeutig. Cosmo hatte ihn geküsst. „Also für mich fühlte es sich wie ein verdammter Kuss an!“

„Failed 1“, S. 152-153 (c) Chris P. Rolls

„Bist du okay?“ Wie besorgt, wie süß unsicher das klang. Mühevoll drehte Louis den Kopf, während Finger seinen Nacken berührten, die Haare zur Seite strichen, seine Wange liebkosten. „Keine Ahnung. Ich habe das Gefühl, als ob du mich durch die Matratze bis in die unterste Wohnung genagelt hättest.“

„Sorry. Es ist … wohl etwas mit mir … durchgegangen. Du warst so scharf, ich …“ Es klang bedrückt und verschämt, die Finger fuhren über seine Lippen, ein Kuss landete auf der Stirn, dann zog ihn Cosmo an sich, schlang die Arme um ihn und wisperte: „Ich habe ein wenig die Kontrolle verloren.“

„Büffel! Eindeutig bist du ein Büffel“, murmelte Louis und es klang so zärtlich liebevoll, wie er es meinte. „Und du darfst mich auch ‚Hasi’ nennen. Ab und an.“

„Failed 1“, S. 191 (c) Chris P. Rolls

Bestellen: Amazon
meine Rezension

„Schon was von unserem Sklaventreiber gehört?“

Herman reagierte zunächst nicht, fummelte mit einer winzigen Zange herum, ehe er diese seufzend beiseitelegte, die Brille hochschob und Louis mit einem deutlich genervten Blick musterte.

„Trevor wird sich schon melden, wenn er wieder im Land ist. Oder auch nicht. Sag bloß, du vermisst ihn?“

„Nicht direkt, aber die Luft hier drinnen wird durch eure Fürze nicht gerade besser. Geht ihr nie raus? Mir steht der Sinn gerade sehr nach einem Ausflug in den Osten. Sollen ja faszinierende Länder sein.“

„Ah, die Sache mit den Säuberungsaktionen reizt dich.“ Nickend rieb sich Herman über den tätowierten Nacken, machte sich nebenbei ein paar Notizen. Es war nicht übermäßig warm in der Basis, Herman trug jedoch meist ein Muskelshirt. Das brachte seine Tätowierungen gut hervor, täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass es nicht viel an Muskeln gab. „Gut möglich, dass Trevor da bereits dran ist und euch einsetzt, sobald es ein konkretes Ziel gibt. Vielleicht will er dir auch einfach mehr Zeit geben, dein Duotier zu trainieren.“

„Failed 2“, 10% (c) Chris P. Rolls

„Sehr gut. Das gesamte Team von Failed ist also vollzählig. Wenn ihr diese Botschaft seht, wurde also ein Code Fünf ausgelöst. Das System hat bereits einen vollständigen Neustart absolviert. Alle relevanten Daten sind dabei natürlich erhalten geblieben. Wie ich sehe, habt ihr herausgefunden, wie ihr Zugang bekommt. Diese Botschaft bedeutet auch, dass ich wahrscheinlich nicht mehr am Leben bin, denn ein Code Fünf wird nur in dem Fall ausgelöst, wenn ich fünf Tage lang keinen entsprechenden Code in mein Handy, und damit in unser System, eingebe.

In diesem Fall ist vorgesehen, dass die Leitung von Failed vorübergehend an einen von euch übertragen wird, bis alles geregelt wurde. Wie ihr sehen könnt, läuft dort unten ein Timer. Nach einer Woche wird automatisch das Notfallprogramm der Shifter Force gestartet werden. Dieses sieht in einem solchen Fall die totale Löschung von Failed vor. Das gesamte System wird sich im Zuge dessen selbst vernichten. Selbstverständlich wurde für jedes Teammitglied vorgesorgt: Eure bisherigen Identitäten werden vollständig eliminiert, ihr erhaltet umgehend neue. Jeder von euch wird zudem ein spezielles Geheimkonto zugewiesen bekommen, auf dem ihr eure finanzielle Absicherung für die Zukunft finden werdet. Failed wird es damit nicht länger geben und sämtliche Spuren dazu werden verschwinden. Wir haben nie existiert. Ich bedanke mich bei jedem von euch für die gute Arbeit und bedauere, dass sie nicht länger anhalten konnte.“

„Failed 2“, 21% (c) Chris P. Rolls

„Das ist Merle“, stellte Louis sie den anderen vor, die neugierig einen Halbkreis bildeten. Mit einem Satz sprang die Amsel aus dem Käfig und auf seine Schulter, gab einen überaus verblüfft klingenden Laut von sich, während sie die Umgebung scannte. Noch einmal schaute sie sich um, dann flatterte sie los, umkreiste aufgeregt zwitschernd einmal den Raum und ließ sich auf der Stuhllehne neben Louis nieder.

„Ein Rabe?“ Jamie kratzte sich am Hinterkopf. „Kann man dem denn trauen?“

Louis ahnte, was passieren würde, wich rasch zur Seite, spürte nur noch einen Luftzug. Ein kurzer, krächzender Laut erklang und gleich darauf stand ein dürrer, sehr hellhäutiger Mensch mit hüftlangen, pechschwarzen Haaren vor ihnen. Die Augen waren schwarzbraun, das Gesicht schmal und androgyn, die Nase, wie bei vielen Vogelwandlern, scharf geschnitten, jedoch mit einem weichen Kinn. Die flache Brust war glatt, wies direkt über dem Brustbein eine tätowierte Feder auf, die schmalen Schultern gingen in wenig bemuskelte Arme über. Schnaubend stemmte Merle die Hände in die Hüften.

„Rabe? Dir haben sie wohl ins Gehirn geschissen? Jeder Vollidiot kann doch wohl eine Amsel von einem Raben unterscheiden. Was bist du denn für ein weltfremder Trottel?“

„Er ist Amerikaner“, wandte Louis schmunzelnd ein, zuckte entschuldigend die Schultern.

„Ah. Mein Beileid. Die gucken ja bekanntlich nicht viel über ihren Tellerrand.“

„Failed 2“, 49% (c) Chris P. Rolls

In der kleinen Kuhle unter dem Felsvorsprung flach auf den Boden gepresst, drückte Louis die Nase fest gegen seine weichen Pfoten. Die Augen geschlossen, versuchte er ruhig und entspannt zu atmen, was angesichts seiner wilden Flucht alles andere als einfach war. Weit entfernt vernahm er das Geräusch von Schüssen, heftige Einschläge und Detonationen. Dabei konnte er nicht einmal sagen, ob diese von den unbekannten Angreifern oder einer der kämpfenden Militärfraktionen kamen. Oder wem der Einsatz galt.

Zu allen Göttern und Genetikern, die für Wandler und Konsorten verantwortlich waren, betete er, dass nichts davon mit Cosmo zusammenhing. Verdammt, er hätte umdrehen, sich vergewissern müssen, dass er entkommen war. Was, wenn er verletzt worden war? Oder gefangen? Und er war einfach abgehauen.

„Failed 2“, 63% (c) Chris P. Rolls

„Wie lautet dein Name? Cosmo?“, mischte sich nun Vlastimil ein und Louis beobachtete, wie Cosmos Körpersprache von irrsinniger Wut zu ultimativer Vorsicht wechselte. Klar, er erkannte auch sofort, dass dieser Mann äußerst gefährlich war. Stumm nickte er, der Unterkiefer mahlte.

„Korrekt.“ Was für eine Selbstbeherrschung. Louis war irre stolz auf ihn.

„Trevor Trevorian ist dein Ausbilder gewesen.“ Das war keine Frage, dennoch nickte Cosmo erneut. Wie skeptisch er dreinblickte, wie wachsam. Wenn es nicht so eine dumme, verfahrene Situation gewesen wäre, hätte Louis eine ganze Reihe kieksender Laute ausstoßen können, so begeistert war er von Cosmo.

„Sehr schön. Nun denn, um die Sache abzukürzen: Du hast exakt 48 Stunden Zeit, Trevorian für uns aufzuspüren“, übernahm Bronislav plötzlich und Louis vermeinte eine winzige unwillige Bewegung an Vlastimil wahrzunehmen. Der gab ungern die Kontrolle ab.

„Ich soll Trevor finden?“ Perplex starrte Cosmo in den Monitor. War das eine Schramme da oben an seiner Stirn? Hoffentlich war er nicht wirklich verletzt worden.

„Finden, ausschalten und uns seinen Kopf bringen. Mit dem Chip natürlich, damit wir sichergehen können, dass er es wirklich ist“, ergänzte Bronislav mit einem gehässigen Verziehen des Mundes, welches die nette Bezeichnung ‚Lächeln‘ nicht verdiente.

„Failed 2“, 73% (c) Chris P. Rolls

Ich euch gefallen die Zitate aus den beiden Büchern von „Failed“ und sie geben einen guten Einblick in die Geschichte. Schaut auch die kommenden Tage vorbei – denn wie bei jeder Special Week gibt es am Sonntag im Rahmen des Leseinterviews tolle Preise zu gewinnen – wer weiß, vielleicht ist da auch „Failed“ dabei 😉

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Die Anderen – Der Weg aus der Dunkelheit von Chris P. Rolls

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Autor: Chris P. Rolls
Taschenbuch: 376 Seiten
ISBN: 978-3959491723
Preis: 7,99 EUR (eBook) / 16,90 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Unter dem Kalkberg kommt es zum großen Showdown, nachdem die Dämonen Finn gefangen genommen haben und Dave anlocken wollen. Auch Finns Freunde und die Dämonenjäger machen sich auf den Weg, um Finn zu befreien und möglichst viele Dämonen unschädlich zu machen. Dabei werden nicht nur Geheimnisse offenbart, Dave ist auch gezwungen zu offenbaren, dass er ein Dämon ist. Damit stehen Finn und Dave vor dem nächsten großen Problem – sie sind immer noch Erzfeinde, dazu auserkoren, sich gegenseitig zu töten. Während sie alles daransetzen, dass dies nicht geschieht, finden Finns Freunde heraus, wie die Dämonen eigentlich in diese Welt kamen und dass sowohl Finn als auch Dave den Ursprung markieren …

Eigene Meinung:
Mit „Der Weg aus der Dunkelheit“ liegt der erste, in sich abgeschlossene Handlungsbogen der Fantasy-Reihe „Die Anderen“ als Neuauflage vor. Die ehemals 4-bändige Reihe erschien im Main Verlag in drei Bänden und soll laut Autorin noch weitergeführt werden. Tatsächlich bietet die Geschichte Potenzial für mehr, denn einige Fragen sind noch offen.

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[CHARAKTERINTERVIEW] Louis und Cosmo aus „Failed“

Herzlich Willkommen zum Charakterinterview mit Louis und Cosmo aus „Failed“. Da das Interview ein wenig die Ereignisse auch Band 1 und 2 der Reihe spoilert, solltet ihr vorher die Romane gelesen haben. Es macht auf jeden Fall mehr Spaß, wenn man weiß, wovon die beiden sprechen und was an Insider-Informationen genannt wird. Zudem gibt es einen Ausblick auf den nächsten Teil der Reihe, der gerüchteweise im nächsten Frühjahr erscheinen soll. Und jetzt viel Spaß mit Cosmo und Louis, die ich im Oktober in Wiesbaden getroffen habe 😀

Es ist ein sonniger Nachmittag im Oktober, das Wetter ist angenehm warm und die Straßen der Wiesbadener Innenstadt sind gut gefüllt. Viele Menschen nutzen die sommerlichen Temperaturen für ausgedehnte Shoppingtouren, Treffen mit Freunden und Spaziergänge im nahen Kurpark. Auch das Maldaner, ein altes Traditions-Café, ist an diesem Samstag voll besetzt, doch Juliane hat einen Platz im hinteren Teil des Cafés reserviert und wartet dort auf ihre beiden Gäste. Neben ihr liegen ein Stift, ein Block und ein Diktiergerät. Gespannt behält sie den Eingang im Blick.

Zwei Männer nähern sich dem Café, schauen sich einmal sichernd um, eher der sie die Tür öffnen. Der breitschultrige Mann mit den surferblonden Haaren und der nahezu klischeehaft amerikanisch wirkenden Kleidung lässt den dunkelhaarigen, etwas kleineren Mann mit einem Augenzwinkern vor. Grüßend hebt dieser die Hand, als er Juliane entdeckt, schreitet zu ihrem Tisch.

„Hey, ich bin Louis. Der Cowboy da ist Cosmo.“ Louis zieht sich einen Stuhl heran und lässt sich fallen, während Cosmo Juliane die Hand reicht.

„Hallo Juliane, schön dich zu sehen.“

Juliane ergreift die Hand und nickt ihm zu. „Ich freue mich auch sehr.“ Sie deutet auf die freien Stühle und fügt hinzu: „Setzt euch. Oder wollt ihr etwas essen? Hier bestellt man Kuchen und Leckereien direkt an der Theke, an der ihr vorbeigekommen seid.“ Sie deutet lächelnd Richtung der langen Kuchentheke, in der an die dreißig verschiedene Torten, Kuchen und Stückchen auf hungrige Kunden warten. „Sie sind alle sehr zu empfehlen.“

„Oh ja gerne. Soll ich dir was mitbringen, Louis?“, fragt Cosmo, wirft einen sehnsüchtig hungrigen Blick auf die Köstlichkeiten.

„Jepp, alles, nur ja keinen Möhrenkuchen.“ Drohend bewegt Louis den Zeigefinger, schaut sich noch einmal im Café um Sein Blick ruht sorgfältig auf jedem der Anwesenden, ehe er sich wieder Juliane zuwendet. „Also du willst uns Fragen stellen? Dir ist schon klar, dass wir nicht alle beantworten können? Geheimhaltungdings und so.“

„Ist mir schon klar, aber ich bin neugierig und einige andere auch.“ Sie sieht zu Cosmo. „Wenn du für mich Sacher bestellen könntest, wäre das toll – die ist hier ganz besonders gut. Du musst nur der Verkaufskraft Bescheid geben, die gibt dir einen Bestellzettel mit, den du dem Kellner reichst. Der bringt dann unsere Kuchen.“

Sie beobachtet Louis und greift nach ihrem Stift. „Fangen wir direkt an, ich denke ihr habt nur begrenzt viel Zeit mitgebracht: Wie ist es euch seit dem letzten großen Abenteuer ergangen? Ihr hattet ja viel zu tun, als Trevorian verschwunden war?“

Louis schnaubt, leckt sich mit einem leicht anzüglichen Lächeln über die Lippen, während er Cosmo hinterherschaut, der mit sichtlicher Begeisterung die Theke abschreitet.

„Och ja, der Kojote. Das war ein harter Job. Unter uns: Von mir aus könnte er wieder verschwinden. Mann, gleich wieder volles Trainingsprogramm. Der Typ kennt keine Gnade, mir tun schon wieder alle Muskeln weh.“

Mit einem selig wirkenden Lächeln kehrt Cosmo zurück. „Die haben Lübecker Nusstorte! Und Schwarzwälder Kirsch. Und etwas, das einen flüssigen Schokokern hat, und …“

„Und du hast von jedem davon ein Stück bestellt? Oh Mann, Cosmo.“ Louis stöhnt, legt den Kopf schief. „Und was bekomme ich?“

„Hasentorte. Ja, die hatte so niedliche kleine Zuckerdinger oben drauf.“ Breit grinsend lässt sich Cosmo am Tisch nieder.

„Er hasst es, wenn man ihn Ha…“

Maldaner Wiesbaden

„Cosmo! Wehe!“ Grollend stößt Louis ihn gegen das Bein. „Will sie gar nicht wissen. Will niemand wissen. Also, zurück zu den Fragen.“

„Tut euch keinen Zwang an – ich bin im Bilder“, erwidert Juliane grinsend. „Ihr seid also schon wieder im Stress. Steht denn schon ein neuer Auftrag …“ Sie unterbricht sich, als der Kellner vorbeisteuert, um Kaffee zu ordern und die Kuchenzettel abzugeben. „Was wollt ihr?“

„Eine Schokolade bitte“, ordert Cosmo.

„Latte für mich“, fügt Louis hinzu, lehnt sich zurück, zieht die Stirn etwas in Falten. „Hm, weiß nicht, ob ich darüber was sagen darf. Nur so viel: Scheint so, als ob in den Karpaten ein paar Werwölfe gesehen worden sind. Der Sache werden wir wohl mal nachgehen müssen.“

„Oh, das klingt spannend. Werdet nur ihr beide unterwegs sein, oder verlassen eure Kollegen von Failed auch mal die Basis? Bisher sind die ja eher … ortsgebunden.“ Sie grinst die beiden an. Als der Kellner die Kuchen bringt, räumt sie eilig ihre Sachen beiseite, damit genug Platz ist, obwohl es durch die Großbestellung von Cosmo sehr eng wird.

Louis in Hasenform

„Du hast ziemlich viele Infos.“ Etwas skeptisch beäugt Louis Juliane, streift Cosmo mit einem eher zärtlichen Blick, der verzückt das erste Tortenstück heranzieht. Mit Genießermiene drückt er die Gabel langsam durch die sahnigen Lagen nach unten und führt das Stück mit sichtlichem Vergnügen in den Mund. Louis seufzt.

„Nun ja, ein paar unserer Teammitglieder haben noch Anpassungsschwierigkeiten an die Welt der Normalos. Meistens sind Cosmo und ich halt der Stoßtruppe, die anderen unser Backup.“

„Köstlich“, nuschelt Cosmo mit vollem Mund. „Total lecker.“

Juliane überlegt, ob sie von den Büchern berichten soll, die jemand über die Abenteuer der Gruppe verfasst, entscheidet sich jedoch dafür, erstmal abzuwarten.

„Ja, ich hab da so ein paar Quellen … ansonsten wäre es ja auch schwierig, euch zu interviewen. Es sei denn ihr wollt, dass ich euch über eure Beziehung ausquetsche. Das kann ich gerne machen.“ Sie setzt ein breites Grinsen auf und widmet sich ihrem Stück Sacher. „Aber ich warne vor … ich kann da sehr neugierig sein.“

„Also was in unserem Bett passiert, geht ganz sicher niemand anderen etwas an“, schnaubt Louis, probiert sein Kuchenstück. „Gibt es echt Leute, die das interessiert, was zwei schwule Männer so treiben? Dann schaut euch einen Porno an.“

„Ich habe mir ein paar angesehen“, fügte Cosmo hinzu, wischt sich mit dem Daumen etwas Sahne von der Oberlippe, zwinkert Louis zu. „Natürlich nur zur Recherche. Aber ein paar Sachen davon, waren gar nicht so toll und verdammt schwer nachzumachen. Jamie meinte, die wären nur geübter als wir.“

„Jamie ist ja auch voll der Pornoexperte. viel Theorie, null Praxis. Hoffen wir mal, dass Hermans Wunderpille ihm da zu mehr verhilft.“ Irritiert unterbricht Louis sich, zuckt die Schultern. „Ich gehe dann mal davon aus, dass du das Team im Wesentlichen kennst?“

„Ja, da weiß ich in groben Zügen Bescheid. Und das gibt mir auch die perfekte Überleitung zur nächsten Frage. Ihr als Duo- oder Multiwandler seid ja in gewisser Weise etwas Besonderes … habt ihr inzwischen von weiteren Wandlern gehört, die mehr als eine Form annehmen können? Oder seid ihr da wirklich die Einzigen?“

Nun furcht sich Louis Stirn und er beugt sich vor, die Gabel schwebt über dem Kuchen. „Hat Trevor dir all diese Infos gegeben? Die sollte niemand außerhalb des Team haben!“

„Cool, Louis. Trevor meinte, sie ist okay, wir können ihre Fragen beantworten. Ja, es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass es weitere Duowandler gibt. Hermann könnte dir die genaue Wahrscheinlichkeit nennen. Merle hat allerdings sämtliche Daten der Shifter Force abgeglichen und kein DNA-Profil versprach dahingehend Erfolg. Allerdings gibt es eben auch die Dark Shifter. Viele sind nie registriert worden, leben unerkannt unter den Normalos.“

„Genau das vermuten wir auch bei dem Fall der Werwölfe in den Karpaten. Da hat sich einer der Fleischfresser mal wieder nicht im Griff. Diese Wolfswandler halten sich immer für was Besseres, die Elite der Wandler sozusagen. Dabei denken die vor allem mit ihrem Magen, das Gehirn ist zu klein dazu.“ Schnaubend schaufelt Louis die Torte in den Mund.

Juliane sieht kurz zu Cosmo, ob diese Worte ihn irgendwie treffen. „Ich bin gespannt – und du musst dir keine Gedanken machen. Mit Trevor ist alles abgesprochen – ich darf euch auch über Interna löchern.“ Sie nagt an ihrem Stift und überlegt. „Also werdet ihr in nächster Zeit wieder viel unterwegs sein. Denkst du, dieser Auftrag wird besonders schwierig für dich, Louis? Wie ist es überhaupt, als … Kaninchen gegen so viele Fleischfresser anzutreten?“

„Na einer muss denen ja mal zeigen, wo der Hase längs läuft oder?“ Louis lacht, wischt Cosmo ein wenig Sahne vom Kinn. „Schwierig? Hm, also es war auf der Akademie verdammt hart. Dämliche Sprüche jeden Tag, keiner hat dir was zugetraut und ständig hieß es: Kategorie Dreier könenn dies nicht, können das nicht, sollten dies nicht machen. Pah!“

„Er hat es ihnen allen gezeigt“, sagt Cosmo stolz, ist bereits beim dritten Tortenstück angelangt. „Diese Satndesdünkel herrschen nach wie vor. Vorurteile bauen sich nicht so schnell ab. Ich gestehe, mir war vorher auch nicht klar, wieviel der Arbeit der Shifter Force von Zweier oder Dreiern erledigt wird. Ohne sie wären die Einser nciht in der Lage, ihre Aufträge auszuführen.“

„Bis das in die Köpfe dieser sturen Typen ganz oben geht, vergeht aber todsicher noch ein Jahrhundert“, ergänzt Louis. „da ist viel Auklärungsarbeit nötig, um zu zeigen, dass auch Kaninchen und andere Pflanzenfresser ihren Platz in der Geschichte bekommen.“

„Hast du jemals von anderen Driern gehört, die eine ähnliche Position haben wie du, sprich die es mit Einers und Zweiern aufnehmen können?“ Juliane beugt sich neugierig vor.“

„Natürlich nicht. Louis ist einmalig“, wirft Cosmo ein. „Also andere hätten sicher die Chance, nachdem er mit gutem Beispiel vorangegangen ist, aber Louis ist eben … Louis. Der hat Biss.“

„Schmeichler.“ Louis winkt ab. „Nein, bisher hat es keiner durch die Akademie geschafft. Handlangerjobs sind drin, aber einen aktiven Agentenjob wie ich bei Failed, davon träumt der Rest der Dreier sicher noch. Ohne den Kojoten und diesen kuchensüchtigen Adler hier, säße ich wohl auch noch im Büro eines Schafes fest.“

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass du schnell wieder in den aktiven Dienst gewechselt wärst. Darf man dich eigentlich auch was Privates fragen, Louis? Ich denke viele meiner Leser wollen wissen, wie deine Familie so aussieht – ich denke mal du hast recht viele Brüder und Schwestern, oder?“

„Wir Wandler verlieren den Status Mensch, wenn unsere Wandlungsfähigkeit entdeckt wird. Keine Ahnung, ob meine Eltern es nach mir Fehlschlag noch mal mit Nachwuchs probiert haben. Uns ist der Kontakt zu den Normalos strengstens verboten. Ich weiß nicht mal, wo sie leben. Eine echte Familie hatte ich nie.“

„Das ist bei uns eben so“, ergänzt Cosmo, legt seine Hand auf Louis, drückt sie einmal. Verlegen zieht Louis seine weg, lächelt etwas angestrengt und zuckt die Schultern.

„Habe ja jetzt Familie. Einen verrückten Haufen Wandler. Ein schräger Vogel, ein Grauhörnchen mit Potenzproblemen, einen einflossigen Hai und mein Adlerchen. Wahrscheinlich waren meine Eltern eh homophob. Die hätten das nie akzeptiert.“

Juliane verzieht bedauernd das Gesicht und schüttelt den Kopf. „Wirklich strenge Regeln. Ich finde es ziemlich hart, dass die Wandler alles zurücklassen müssen, sobald ihre Fähigkeit zutage tritt. Aber wenigstens habt ihr jetzt einander. Ich bin gespannt, wann ihr mal ein bisschen Frauenpower ins Team bekommt – von Merle mal abgesehen, seid ihr ja eher ein Männerhaufen.“

„Na stell dir mal vor, die Normalos wüssten von unserer Existenz! Nee, da kämen dann doch ganz seltsame Geschichten bei raus. Ist schon besser so“, meint Louis. „Oh ja, Merle. Sie ist was Besonders. Nicht nur ein scharfer Schnabel. Nein, ich glaube nicht, dass weitere ins Team kommen. Trevorian grollt nach wie vor, dass es Merle geschafft hat. aber er weiß ihre Fähigkeiten schon zu schätzen. er verrät es ihr nur nicht.“

„Eine Frau im Team könnte Jamie auch echt Probleme bereiten“, ergänzte Comso mit einem Augenzwinkern. „Also Merle, nimmt er da irgendwie nicht für voll, sie hat ihm wohl noch zu viele männliche Attribute.“

„Oh Mann, ein dauerwandelndes Pumahörnchen hat uns mitten in einer Ermittlung dann gerade noch gefehlt“, stöhnt Louis, schüttelt den Kopf. „Schätze mal, ist besser so.“

„Da könntet ihr recht haben, wobei ich davon ausgehe, dass er nun wirklich nicht auf alles weibliche anspringt, oder?“ Juliane schiebt ihren Teller beiseite und grübelt über die nächste Frage nach. „Wobei ihr mit Merle recht habt. Sie ist wirklich was Besonderes. Ich frage mich, ob das mit der Anpassung bei einem Wandler wirklich funktioniert. Ich meine, bei einem Menschen ist das schon ein ziemlich aufwendiges Ding, bei einem Wandler stell ich mir das extrem schwierig vor.“

„Tja, Hermann meint auch, das könnte Komplikationen geben. Bisher hat es noch keine Geschlechtsanpassung bei einem Wandler gegeben. Irgendeinen wissenschaftlichen Quatsch hat er dazu von sich gegeben.“ Nachdenklich reibt sich Louis über das Kinn.

„Die morphologische Fähigkeit könnte bei einer Anpassung in Konflikt geraten“, fügt Cosmo hilfsbereit ein. „Ihr Phänotyp ist eine männliche Amsel. Bei einer Anpassung könnte es sein, dass es in der anschließenden morphologischen Entwicklung zu Fehlinformationen kommt und sie …“

„Sie könnte ihre Wandlungsfähigkeit verlieren“, unterbricht ihn Louis. „Nix mehr Amsel. Nur menschliche Form. Oder … irgendwas dazwischen.“

„Genau. deswegen rät Herman bisher auch davon ab, erforscht das Problem aber weiter. “

„Interessant – das ist ja spannend. Und wie sieht es bei ihr aus? Wenn sie die Wahl hätte was würde sie machen?“

„Frag lieber nicht. sie reagiert da etwas empfindlich“, murmelte Louis. „Sie hofft einfach, dass Hermann was rausfindet, damit sie endlich Titten bekommen kann.“

„Okay, dann nerv ich damit nicht weiter. Wie sieht das eigentlich mit Homosexualität bei euch Wandlern aus? Ist das ebenso problematisch, wie bei den Menschen? Das hat sich zwar einiges gebessert, aber vielerorts ist das ja immer noch ein großen Problem?“

„Och, da sind die meisten Wandler den Normalos gleich. Wenigstens hat bei uns im Team damit keiner ein Problem. An der Akademie und auch danach war das anders“, erklärt Louis, hat auch sein Tortenstück endlich geschafft.

„Na, warum sollte das auch woanders anders sein“, murmelte Juliane. Sie macht sich einige Notizen auf dem Block und sieht dann zu Cosmo. „Wie ist es inzwischen dir ergangen? Hast du dich inzwischen an die Außenwelt gewöhnt? Du warst ja sehr lange fernab der Zivilisation.“

„Och, Louis hat mir schon viel gezeigt. Er ist ein wunderbarer Partner. Der beste, den man sich wünschen kann.“ Liebevoll schaut er Louis an, der auf seinem Stuhl etwas unruhig hin und her rutscht.

Cosmo – eine seiner vielen Formen

„Hör schon auf. Na, er stellt sich halt ab und an noch wie so ein dummer Amiboy an, aber im Großen und Ganzen ist er zivilisiert worden. Meistens sind wir ja eh mit einem Auftrag unterwegs.“

„Außer ihr gebt Interviews, wie? Wie viele haben euch denn schon befragt?“ Juliane winkt dem Kellner und bestellt sich einen weiteren Latte Macchiato. „Ach, was ich immer wissen wollte – welcher Wandler war das seltsamste, was ihr je gesehen habt? Gibt es auch Insektenwandler?“

„Das ist das erste. Wie eingangs schon erwähnt: Die Normalos sollen gar nicht wissen, dass es uns gibt. Also bis auf die Regierungschefs“, erklärte Louis, schüttelt den Kopf. „Nein, Insektenwandler sind nicht möglich. Herman kann dir mit vielen Fachbegriffen was an den Kopf werfen, die Quintessenz würde aber lauten: Weder Pflanzen noch Insekten sind möglich. Schau, du hast sicher in Biologie aufgepasst: Der Stammbaum der Evolution spaltet sich bei den Plattwürmern in höhere Lebewesen und Insekten“, erklärt Louis.

„Genaugenommen in Neumund- und Urmundtiere“, wirft Cosmo ein, grinst Louis breit an, der genervt die Augen verdreht.

„Jaja, Eliteklugscheißer. Also auf jeden Fall ist da irgendwo der Knackpunkt der Wandlergene. Eine Entwicklung in Richtung eines Wirbeltieres ist möglich, aber keine in die andere Richtung des Evolutionszweigs.“

„Ah, interessant – jetzt erfahre ich ja wirklich die großen Geheimnisse der Wandler.“ Sie nimmt ihren Latte entgegen und nickt dem Kellner zu. „Aus persönlichem Interesse – seid ihr schon mal einem Otterwandler begegnet. Ich gestehe, ich liebe Otter schon seitdem ich ein kleines Kind bin und bin einfach neugierig, ob ihr jemanden kennt, der sich in einen Otter verwandeln kann.“ Ihr Lächeln wirkt etwas nervös.

„Oh, dann solltest du Otto kennenlernen. Das ist ein Otterwandler. Und er hasst Wasser und Schwimmen.“ Louis lacht. „Aber sonst ist er ganz okay, ein bisschen verschroben vielleicht. Naja, man muss ihn halt nehmen wie er ist.“

„Von dem hast du noch nie was erzählt.“ Cosmos Augenbrauen wandern fragend nach oben.

„Weil er noch keine Rolle in unseren Ermittlungen gespielt hat und weil er eigentlich mit der Shifter Force nichts zu tun haben will. Du lernst ihn sicher noch kennen“, vertröstet Louis ihn. Etwas piepst und hastig zieht er sein Handy aus der Tasche.

Trevor

„Verdammt, ich wusste es. Der Kojote beordert uns zurück. Sachen packen und ab in den Flieger. Scheiße, ich wollte diese Nacht gerne im eigenen Bett pennen.“

„Wegen der Sache mit den Wölfen?“, erkundigt sich Cosmo besorgt, winkt bereits den Kellner heran und wiegelt ab, als Juliane bezahlen will.

„Geht auf Spesen der Shifter Force.“

„Schade, dass ihr schon aufbrechen müsst, aber mit Trevor will ich mich lieber nicht anlegen. Dabei wollte ich euch noch ein tolles Lokal hier empfehlen, die extrem leckere vegetarische Fritten aus Karotten haben.“ Sie zwinkert Louis zu und steckt ihr Geld weg. „Danke, Cosmo.“ Sie wartet ab, bis der Kellner wieder weg ist und die ersten Teller mitgenommen hat.  „Auf Otto freue ich mich – ich muss mich mal umhören, ob ich den nicht zu einem Interview bekomme. Aber wasserscheu? Naja, Otter sind ja alle wasserscheu, wenn sie auf die Welt kommen.“

„Otto könnte bald wichtig werden“, meint Louis geheimnisvoll, erhebt sich, beugt sich vor und wirft einen nachdenklichen Blick auf Julianes Notizen. „Also nur so als Tipp: Wäre vielleicht ganz gut, wenn du so tun würdest, es sei das hier alles nur eine fiktive Story. Ist besser so. Die Normalos könnten sich daran stören, dass es uns gibt. Stell dir das nur mal vor. Die würden irre Geschichten mit megapotenten, unbesiegbaren Alphawölfen und dergleichen schreiben und die Wahrheit würde einfach untergehen. Ist nur nett gemeint.“ Er lächelte Juliane an, tippt sich grüßend an die Stirn.

„Der Kuchen war lecker, danke für den Tipp. Besonders die dicke Sahne mochte ich“, erklärt Cosmo, schaut noch einmal zur Theke, ehe er Julianes Hand schüttelt. „War nett, dich kennenzulernen. Merle hätte dich auch gemocht.“

„Wir müsse los, Cosmo“, drängelt Louis, tippt eine Nachricht in sein Handy, während er zum Ausgang eilt.

„Bis dann!“ Cosmo winkt und eilt ihm nach.

„Bis irgendwann mal – schöne Grüße an alle.“ Juliane setzt sich wieder und besieht sich ihre Notizen. „Was Louis wohl sagen würde, wenn er wüsste, dass all die Geschichten von ihm schon längst zwischen zwei Buchdeckeln zu finden sind und es unzählige Leser gibt?“

Nächstes Ziel – Die Karpaten

[ROMAN] Failed 2 von Chris P. Rolls

Autor: Chris P. Rolls
Taschenbuch: 256 Seiten
ISBN: 978-1546967101
Preis: 4,99 EUR (eBook) / 11,00 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Das Leben des Kaninchen-Gestaltwandlers Louis Bauer könnte perfekt sein – in dem Multiwandler Cosmo hat er einen liebevollen Partner gefunden und in der geheimen Organisation Failed einen Ort, an dem seine Talente geschätzt werden. Letzteres droht endgültig zerstört zu werden, als Trevorian, der Anführer der Truppe, bei einem Einsatz verschwindet und nicht mehr zu erreichen ist. Einzig eine mysteriöse Videobotschaft hat er hinterlassen, in der er ausgerechnet Louis zum neuen Chef des bunten Haufens macht und ihnen aufträgt nicht nach ihm zu suchen. Dass sich Louis nicht daran hält, ist klar, denn sofort macht sich die Gruppe an einen Plan, Trevorian zu finden – ob tot oder lebendig. Dafür heuert Louis bei den Dark Shifters um Unterstützung an und muss sich mit einer unschönen Episode aus seiner Vergangenheit auseinandersetzen, bevor Cosmo und er endlich eine Spur von Trevorian ausfindig machen können …

Eigene Meinung:
Mit „Failed 2“ geht Chris P. Rolls Gay-Shifter-Fantasy in die zweite Runde, nachdem der erste Band der ungewöhnlichen Gestaltwandler-Reihe bei den deutschen Lesern wie eine Bombe einschlug. Der Roman schließt direkt an die Ereignisse des ersten Bandes an, kann jedoch auch separat gelesen werden. Naben einer spannenden, actionreichen Geschichte greift die Autorin dieses Mal auf aktuelle politische Themen (Schwulenverfolgung in Tschetschenien) auf und arbeitet sie auf ihre Art in die Handlung ein.

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[ROMAN] Shilsas von Chris P. Rolls

Autor: Chris P. Rolls
Taschenbuch: 594 Seiten
ISBN: 978-1539095873
Preis: 7,99 EUR (eBook) / 17,00 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Shilsas ist eine Stadt in der nur der Stärkste überleben kann. Hoch gelegen auf einer Plattform kann sie nur durch Seilbahnen erreicht werden und bietet daher Drogenhandel, Prostitution und dem florierenden Schwarzmarkt Platz. Navasirt Dadashian fristet sein Dasein in einem der Hurenhäuser und wie jede Hure versucht auch er genug Geld für die Ablöse und eine Passage auf die andere Seite der Schlucht zusammen zu bekommen. Als eines Tages einer seiner Kunden statt mit Grüntalern mit einer seltsamen Münze zahlt, kommt Nava erstmals Hazer Maher, dem gefürchtetsten Assassinen der Stadt, in Kontakt. Dieser ist nicht nur beeindruckt von Navas Mut, sondern wird auch dessen exklusiver Kunde, was Navasirts Leben auf den Kopf stellt und die junge Hure einen Einblick in die verborgenen Geheimnisse der Stadt gewährt …

Eigene Meinung:
Mit „Shilsas“ legt die bekannte Gay Romance Autorin Chris P. Rolls ein weiteres Fantasyepos vor, das auf knapp 600 Seiten die Geschichte von Navasirt und Matous/Hazer Maher und der Stadt in den Nebeln erzählt. Die Autorin hat bereits mehrere Gay Fantasy Romane veröffentlicht, ebenso romantische Alltagsgeschichten und historische Romane, und gehört zu den populärsten Vertreten des Genres.

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[ANKÜNDIGUNG] Special Week: Chris P. Rolls

Wer hätte gedacht, dass wir dieses Jahr noch eine Special Week schaffen, denn dank der Arbeit und einiger privater Projekte bleibt ein solch großes Unterfangen wie eine Special Week zumeist auf der Strecke. Umso schöner finde ich es, dass wir es noch schaffen, Chris P. Rolls vorzustellen (nicht dass das wirklich notwendig wäre – wer kennt sie nicht?). Direkt nach der Buch Berlin geht’s los – es werden aktuelle Bücher der Autorin vorgestellt, zudem erwarten euch wieder zwei Interviews, ein Zitate-Freitag und natürlich ein Gewinnspiel. Schaut auf jeden Fall vorbei.

Hier die einzelnen Stationen der Special Week:

27.11.2017:  Rezension: „Shilsas“
28.11.2017:  Rezension: „Failed 2“
29.11.2017:  Charakterinterview mit Louis und Cosmo aus „Failed 2“
30.11.2017:  Rezension „Die Anderen 3“
01.12.2017:  Zitate-Freitag „Failed“ 1 und 2“
02.12.2017:  Interview Chris P. Rolls
03.12.2017:  Gewinnspiel – Leserinterview

Chris und ich freuen uns auf die Special Week mit euch und wünschen schon jetzt viel Vergnügen 🙂