Blog-Archive

[ROMAN] Der böse Ort von Ben Aaronovitch

Autor: Ben Aaronovitch
Taschenbuch: 400 Seiten
ISBN: 978-3423215077
Preis: 7,99 EUR (eBook) / 9,95 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Etwas Seltsames geht in dem Londoner Sozialwohnbau Skygarden vor sich – für Peter, Lesley und Nightingale, Mitarbeiter des Folly, Grund genug, den Gebäudekomplex genauer unter die Lupe zu nehmen, nachdem bereits mehrere Menschen, die irgendetwas mit dem Bau zu tun hatten, ihr Leben lassen mussten. Da die meisten Fälle die Signatur des Gesichtslosen, des wohl gefährlichsten, frei herumlaufenden Magiers, tragen, ziehen Peter und Lesley kurzerhand in eine freistehende Wohnung, um ungestört zu ermitteln. Dabei lernen sie nicht nur die skurrilen Bewohner des Towers kennen, Peter stößt auch auf einige Absonderlichkeiten innerhalb der Architektur, die ihn schon bald auf die richtige Spur und gleichzeitig in tödliche Gefahr bringen. Den dieses Mal hat sich der Gesichtslose magische Verstärkung gesucht und schreckt vor nichts zurück …

Eigene Meinung:
Der vierte Band der „Flüsse von London“ – Reihe von Ben Aaranovitch knüpft direkt an den Vorgänger „Wispern unter Baker Street“ an und markiert noch lange nicht das Ende der erfolgreichen Buchreihe. Band 5, in dem Peter Grant erstmals außerhalb von London ermitteln darf, ist unter dem Titel „Foxglove Summer“ bereits in England erhältlich. Die deutsche Fassung dürfte nicht allzu lang auf sich warten lassen, immerhin haben das Folly und seine Mitarbeiter deutschlandweit Fans.

Lies den Rest dieses Beitrags

[ROMAN] Wolfklinge – Die schwarze Kathedrale von Oliver Schwarz

Autor: Oliver Schwarz
Taschenbuch: 268 Seiten
ISBN: 978-3960890010
Preis: 4,99 EUR (eBook) / 11,99 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Als der Wolfmann Thorun den jungen Magierschüler Falk vor einer öffentlichen Hinrichtung rettet und in Sicherheit bringt, ahnt er nicht, wie schnell er sich von diesem angezogen fühlt und in was für ein Chaos sie noch stolpern werden. Plötzliche Horden von Untoten fallen über die Stadt her und töten alles, was ihnen in den Weg kommt. Von einer sprechenden Krähe erfahren sie, dass die schwarze Kathedrale, die zwischen verschiedenen Dimensionen wandelt, auf dem Weg ist und ihre Welt in Schutt und Asche legen könnte. Laut Prophezeiung ist Thorun der Einzige ist, der das Unheil abwenden kann, denn die Kathedrale ist eng mit seinem Volk verbunden. Auch Falk entwickelt ungewöhnliche Kräfte, die für die Rettung der Welt unverzichtbar sind …

Eigene Meinung:
„Wolfklinge – Die schwarze Kathedrale“ ist das Debüt von Oliver Schwarz und spielt in einer Fantasy-Welt, in der auch zukünftige Bücher angesiedelt sein sollen. Der Roman erschien im deadsoft Verlag und zeichnet sich durch ein hohes Maß an flacher Erotik aus.

Lies den Rest dieses Beitrags

[ROMAN] Ein Wispern unter Baker Street von Ben Aaronovitch

Autor: Ben Aaronovitch
Taschenbuch: 448 Seiten
ISBN: 978-3423214483
Preis: 8,99 EUR (eBook) / 10,95 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Weihnachten steht vor der Tür und ganz London hat sich anlässlich des bevorstehenden Festes herausgeputzt. Peter Grant, Constable der Metropolitan Police und Zauberlehrling von Inspector Nightingale, bedeutet dies weder Ruhe noch Besinnlichkeit. Schließlich sind sein Vorgesetzter, seine beste Freundin Lesley und er noch immer auf der Suche nach dem Gesichtslosen. Jenem Zauberer, der die Stadt vor ein paar Wochen in Angst und Schrecken versetzt und Peter fast umgebracht hat.
Zeitgleich wird in einem U-Bahn-Tunnel die Leiche des amerikanischen Kunststudenten James Gallagher gefunden, ermordet mit der Scherbe eines Tellers, der definitiv magisch behaftet ist. Somit werden Peter und Lesley bei den Mordermittlungen hinzugezogen und nicht nur sie. Da Gallaghers Vater Senator ist, muss sich die Polizei auch um die FBI Agentin Reynolds kümmern, die natürlich nichts von den magischen Hintergründen des Falls erfahren darf. Für Peter ein Balanceakt, der ihn im Laufe der Zeit in die Tiefen der Kanalisation und der U-Bahn-Tunnel führt, und darüber hinaus …

Eigene Meinung:
Im dritten Band der „Flüsse von London“-Reihe entführt Ben Aaronovitch den Leser erneut nach London und überzeugt mit einer Mischung aus Krimi, Fantastik und Humor.

Lies den Rest dieses Beitrags

[ROMAN] Schwarzer Mond über Soho von Ben Aaronovitch

Autor: Ben Aaronovitch
Taschenbuch: 416 Seiten
ISBN: 978-3423213806
Preis: 8,99 EUR (eBook) / 9,95 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Peter Grant ist Polizist und Zauberlehrling, der erste seit Jahrzehnten. Nachdem er die Vorfälle um Covent Garden zu aller Zufriedenheit aufgeklärt hatte, kommt es in London zu neuen mysteriösen Ereignissen. Aus unerklärlichen Umständen sterben vermehrt Jazzmusiker während oder kurz nach einem Auftritt an Herzversagen. Zudem streift eine unheimliche Mörderin durch die Straßen, die Männer auf eine perfide und grausame Art hinrichtet.

Da sein Vorgesetzter und Lehrmeister Nightingale noch immer mit den Folgen der Schussverletzung kämpft, ist Peter gezwungen diese Verbrechen allein unter die Lupe zu nehmen. Dabei lernt er nicht nur die attraktive Simone kennen, er erfährt außerdem mehr über Magie, Nightingale und die Haushälterin Molly.

Eigene Meinung:
Der zweite Band der „Flüsse von London“- Reihe schließt direkt an die Ereignisse des Vorgängers an. Ben Aaronovitch lässt seinen Protagonisten kaum zu Atem kommen und schickt ihn direkt in sein nächstes Abenteuer. Dass Peter dieses Mal auf sich allein gestellt ist und Nightingale nur im Notfall eingreift, stört dabei überhaupt nicht. Es ist interessant die Nachforschungen des jungen Polizisten zu verfolgen und mitzurätseln. Wie schon im ersten Band bleibt die Handlung temporeich, spannend und witzig. Der Leser erhält zudem endlich Antworten auf einige offene Fragen des ersten Bandes und taucht mit Peter tiefer in die Magie ein.

Lies den Rest dieses Beitrags

[ROMAN] Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch

Autor: Ben Aaronovitch
Taschenbuch: 480 Seiten
ISBN: 978-3423213417
Preis: 4,49 EUR (eBook) / 9,95 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Der junge Peter Grant hatte sich von der Arbeit als Polizist eigentlich mehr erhofft als Papierkram und Hilfsarbeiten für die erfahreneren Kollegen. Sein Wunsch geht in Erfüllung, als er eines Tages auf einen erstaunlichen Mordzeugen trifft: Nicolas Wallpenny, der Peter berichtet, dass der Täter binnen weniger Sekunden sein Gesicht verändert hat, ist ein bereits seit einhundert Jahren toter Geist. Schnell muss der Gesetzeshüter feststellen, dass es neben jenen Phantomen noch viele andere Wesenheiten gibt, von deren Existenz er nie etwas geahnt hätte, mit denen er es nun aber hautnah zu tun bekommt. Glücklicherweise bekommt er in Inspector Nightingale nicht nur einen neuen Vorgesetzten, sondern den letzten aktiven Zauberer an die Seite gestellt, den es in England gibt. Und Peter wird der erste Zauberlehrling seit Jahrzehnten …

Eigene Meinung:
„Die Flüsse von London“ stammt von Ben Aaronovitch, der sowohl als Buchhändler in London, als auch als Drehbuchautor (u.a. für die britische Fernsehserie „Doctor Who“) arbeitet, weswegen sich in seinen Büchern immer wieder Andeutung zu der englischen Kultserie finden. Der Roman eroberte die Bestsellerlisten im Sturm, so dass (Stand 2013) mit „Moon over Soho“ und „Whispers Under Ground“ bereits zwei Fortsetzungen erschienen sind und für 2013 wurde mindestens ein weiterer Roman mit dem Titel „Broken Homes“ angekündigt.

Lies den Rest dieses Beitrags

[ROMAN] Failed 1 von Chris P. Rolls

Autor: Chris P. Rolls
Taschenbuch: 240 Seiten
ISBN: 978-1544010564
Preis: 3,99 EUR (eBook) / 9,00 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Als Kaninchengestaltwandler hat es Louis Bauer schwer sich in der Shifter-Community Respekt zu verschaffen und zu zeigen, was er wirklich kann. Während die Raubtiere und Fleischfresser die spannenden, gefährlichen Missionen abbekommen, muss sich Louis als Pflanzenfresser mit vorab-Ermittlungen, Diebstählen und Einbrüchen begnügen. Seitdem sein ehemaliger Partner und Liebhaber bei einer derartigen Mission einem Wolfswandler zum Opfer fiel, der sein Tier nicht unter Kontrolle hatte, hasst er kollektiv alle Raubtiere. Umso schwerer wird es für ihn, als er das Angebot bekommt, der geheimen Organisation „Failed“ bekommt, unerklärliche Fälle aufzuklären, die bis in die höchsten Ebenen der Shifter-Community reichen. IN diesem Zusammenhang bekommt er einen neuen Partnerzugeteilt: Cosmo. Dieser ist nicht nur ein Raubtier, er sieht auch noch teuflisch gut aus und bringt Louis gehörig aus dem Gleichgewicht …

Eigene Meinung:
Die Autorin Chris P. Rolls zählt zu den bekanntesten Autoren des Gay Romance Genres. Mit ihren teils sehr erotischen Büchern (u.a. der „Irgendwie“-Reihe, „Die Anderen“, „Mecklenburger Winter“ und „Shilsas“) hat sie sich eine breite Fanbase aufgebaut. „Failed“ ist ihr erster Versuch im populären Gestaltwandler-Genre und hebt sich allein durch die Tatsache, dass sie sich nicht nur auf die klassischen Raubtiere beschränkt, angenehm aus der breiten Masse heraus.

Lies den Rest dieses Beitrags

[ZITATE-FREITAG] Anamarnas Prophezeiung

Hallo ihr Lieben,

die Special Week neigt sich leider schon dem Ende entgegen, doch bevor es mit dem Autoreninterview weitergeht, habe ich euch einige Zitate aus „Anamarnas Prophezeiung“ rausgepickt. Ich hoffe sehr, dass euch die Textstellen gefallen und ihr Lust auf dieses gelungene Fantasy-Epos bekommt 🙂

Bestellen: Amazon
meine Rezension

Aryon und Gaven liebten sich im Ufergras, neckten sich und genossen die Sonne auf ihrer Haut. Denn sie waren nicht nur Freunde – sie waren auch ein heimliches Liebespaar.

Aryon, der allen Frauen und Mädchen in Kelmaran freundlich und mit Respekt gegenübertrat, stand nicht der geringste Sinn nach weitergehender Tuchfühlung. Er hatte es schon sehr früh bemerkt, sich aber, wie es seine Art war, nichts dabei gedacht und es hingenommen wie ein weiteres Geschenk, das ihm vom Leben angeboten wurde. Später war er wenigstens so schlau gewesen, seine Neigung zu verbergen und Liebesspiele mit dem eigenen Geschlecht im Verborgenen auszutragen. Natürlich würde die Sache irgendwann zu einem Problem werden, aber es gehörte nicht zu seinem unbekümmerten Wesen, sich darüber jetzt schon Sorgen zu machen. Er fand, so wie es war, hatte es das Geschick wunderbar eingerichtet. Die Sache war so unkompliziert. Wenn er hingegen in eine von Lybarns Töchtern verliebt wäre, dann hätte er mit ihr bestimmt nicht allein zum Fluss reiten dürfen. Und auch sonst nirgendwo hin. Aber auf zwei junge Burschen, die zum Angeln wollten, achtete niemand. Und am Abend konnten sie in der Dorfschenke noch ganz unbeschwert ein Bier zusammen trinken. Das war ein Leben, wie es ihm gefiel.

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 89 (c) Jutta Ahrens

Aryon lehnte sich kurz an seinen Freund. »Das, was ich vorhatte, muss ich immer noch tun. Ich muss jemanden finden, es ist lebenswichtig für mich. Aber ich hätte dich gern dabei.«

»Aber ja, du brauchst doch einen Leibwächter.« Rymor grinste glücklich und klopfte auf sein Schwert, das er neben sich auf das Bett gelegt hatte. »Wohin geht denn die Reise und wie lange wird sie dauern? Chiharun wird mir schon ein paar Tage freigeben.«

»Rymor.« Aryon sah ihn ernst an. »Wenn du mich begleitest, muss ich dir alles über mich erzählen. Es kann dann kein Geheimnis mehr zwischen uns geben. Ich hoffe, du bist stark genug, es zu ertragen. Und wenn nicht, dann sag es mir aufrichtig, dann werde ich dich und auch Jabhardan für immer verlassen.«

»Sag nicht so schreckliche Dinge. Ich bin doch keine Memme. Ich bleibe dein Freund, selbst wenn du dich zur Nacht in ein Seeungeheuer verwandelst.«

»Nun, beinah hast du es getroffen. Ich bin dazu verdammt, in der Nacht zu leben und mich von Menschenblut zu ernähren …«

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 151 (c) Jutta Ahrens

»Das ist ein sehr gutes Angebot, will ich meinen.«

»Wenn du lügst, stirbst du einen so qualvollen Tod …«

Lukir winkte ab. »Drohe mir nicht. Sonst bleibst du der armselige Sterbliche, der du bist.«

»Was müsste ich denn tun?«, fragte Taswinder hastig. »Kommt es vom Bluttrinken?«

»Beruhige dich. Ich werde dir zu der Unsterblichkeit verhelfen, über die ich verfüge. Allerdings stelle ich zwei Bedingungen. Nein, eigentlich drei. Aber zuerst zur wichtigsten: Du besitzt das Wissen der Acht. Du musst den Bann aufheben, den sie vor siebzig Jahren über mich verhängt haben.«

»Vor siebzig Jahren? Einen Bann?«, wiederholte Taswinder verwirrt. Er begriff gar nichts mehr, und Lukir berichtete ihm wahrheitsgemäß, was sich damals im blauen Turm zugetragen hatte.

»Du bist also ein Verbannter und besitzt die fünfte Stufe? Ich ahnte gleich, dass du etwas Besonderes bist. Und das ist tatsächlich vor siebzig Jahren passiert? Wenn du die Wahrheit sagst, dann hast du nicht nur die Unsterblichkeit, sondern auch die ewige Jugend erreicht.«

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 214-215 (c) Jutta Ahrens

Die Lichter im Brunnen

In einem Dorf gab es einen Brunnen, auf dessen Grund viele bunte Lichter flackerten. Aber niemand wusste, woher sie kamen. Alle Bemühungen, ihre Ursache zu ergründen, blieben vergeblich.

Eines Tages kletterte der kleine Sohn einer Magd auf den Brunnenrand. Als er die vielen bunten Lichter sah, haschte er nach ihnen und stürzte hinab. Die Mutter des Knaben lief schreiend herbei, aber von ihrem Kind war nichts mehr zu sehen. Kurz darauf begann das Wasser zu brausen und zu zischen, und es stieg ein gewaltiger Drache daraus empor, dessen Leib mit bunten Schuppen bedeckt war. Er entfaltete seine riesigen Flügel, erhob sich in die Lüfte und rauschte davon. Als er über die Stadt Ruadhan flog, verlor er eine dunkelblaue Schuppe, so groß wie eine Männerfaust. Sie fiel auf den Marktplatz, und ein kleiner Junge las sie auf.

Die bunten Lichter im Brunnen aber waren für immer erloschen.

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 277-278 (c) Jutta Ahrens

Als er den Deckel hochklappte, starrte er den blauen Stein ungläubig an. Er brachte kein Wort hervor.

»Bist du nicht zufrieden mit dem Geschenk?«, fragte Demaran besorgt.

»Es – es ist nicht das, was ich erwartet habe«, stotterte Lukir.

»Und was hast du erwartet?«, fragte Morphor.

»Das Oktogon! Das echte Oktogon!«

»Das ist ein Oktogon«, bemerkte Morphor nachsichtig.

»Das hier ist nur ein nachgemachter achteckiger Kristall. Wäre es das wahre Oktogon, würde es zu mir sprechen.« Er fuhr mit den Fingerspitzen über seine Oberfläche. »Da! Es passiert nichts. Es ist wertlos! Man hat mich betrogen.«

»Du sprichst von dem Oktogon, das den acht Weisen in Lyngorien gehört?«, fragte Demaran. »Befindet es sich denn nicht im blauen Turm?«

»Nein! Taswinder hat es ihnen geraubt und sich damit geschmückt. Es ist ein magischer Stein, der in den Händen des Falschen großes Unheil anrichten kann. Deshalb habe ich Rymor beauftragt, es zu stehlen. Was hier passiert ist, verstehe ich nicht.«

»Ich glaube, Lukir, du schuldest uns eine Geschichte«, sagte Morphor sanft.

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 317 (c) Jutta Ahrens

Taswinder strebte allumfassende Macht an, und doch würde er niemals eine Liebe erleben, wie sie Rymor und Aryon verband. Was hätte er nicht alles für eine solche Liebe gegeben! Sofort schüttelte er diesen Gedanken ab.

»Ja. Ich hoffe, du hast Merodan gut vorbereitet?«

»Nun, er ist nicht gerade versessen auf seine Braut, und die graue Ratte Jahangir ist auch nicht sein bester Freund. Aber er weiß, was auf dem Spiel steht und hat sich darauf eingelassen. Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, dürfte das vertrauliche Treffen zur allseitigen Zufriedenheit ausgehen. Ich vertraue da auch deinem Einfluss auf Jahangir.«

Aryon schloss die Tür zu Merodans Zimmer auf. Er öffnete sie weit und ließ Taswinder den Vortritt. Merodan stand in der Mitte des Raums und sah ihnen entgegen. Wie stets war seinen Gesichtszügen keine Bewegung anzumerken.

»Bist du bereit, dem Fürsten Jahangir und seiner Tochter Malaika gegenüberzutreten in der Absicht, um ihre Hand anzuhalten?«, fragte Taswinder.

Merodan nickte. »Ja.«

»Bist du gleichzeitig bereit, jeder Feindschaft zwischen unseren Stämmen abzuschwören und dem Fürsten den Respekt entgegenzubringen, der ihm gebührt?«

»Ich werde den Gepflogenheiten genügen.«

Taswinder nickte. Mehr Entgegenkommen hatte er nicht erwartet.

Aryon lächelte Merodan zu. »Heute lasse ich die Tür offen.«

Merodan verzog die Mundwinkel. Zu spät, schienen sie auszudrücken. Ich darf keinen Abarranen mehr töten.

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 407-408 (c) Jutta Ahrens

»Bitte erzähl mir alles von Anfang an. Ich kam zu dir ins Zimmer? Und dann?«

Aryon schilderte ihm nun den Hergang in allen Einzelheiten. Dabei rief er sich erneut die vielen Merkwürdigkeiten in Erinnerung. »Ich sagte mir, vielleicht hat dir Taswinder etwas gegeben, das deinen Willen verwirrt oder völlig ausschaltet.«

»Dennoch hätte ich nicht gleichzeitig in Jomarphor sein können. Nein, ich fürchte, die Wahrheit ist unangenehmer als du denkst. Ich nehme an, Taswinder selbst hat dir da einen Besuch abgestattet. Er wollte dich töten, und weil er nicht wusste, dass du unverwundbar bist, ist er gescheitert. Das muss ihm einen Schock versetzt haben.«

»Ja, ja, es passt alles auf ihn. Dennoch – ich habe dich erkannt. Du siehst Taswinder nun wirklich nicht ähnlich. Und da ich außer Sperma nichts zu mir nehme, konnte mir Taswinder auch nichts unter das Essen oder ein Getränk mischen.«

»Dann muss er über die Gabe verfügen, die Gestalt eines anderen anzunehmen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Was wissen wir schon von der Kraft seiner Steine?«

Aryon traten vor Erleichterung Tränen in die Augen. Aufstöhnend umarmte er Rymor, drückte ihn stumm an sich und begann hemmungslos, an seiner Schulter zu schluchzen.

»Ich hätte es nicht ertragen, weißt du«, flüsterte er, nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte.

Rymor strich ihm über das Haar und küsste ihn auf die Stirn. »Und ich hätte es nicht getan. So viel Magie besitzt kein Stein der Welt.«

Etwas beschämt richtete sich Aryon wieder auf. Doch plötzlich besaß er einen wilden Blick. »Taswinder muss weg!«, zischte er. »Was er mir damit angetan hat, verzeihe ich ihm nie.«

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 525-526 (c) Jutta Ahrens

Tief unter sich sah er die Menschen in Panik zusammenlaufen und nach oben starren. Ihr Geschrei drang bis zu ihm hinauf. Einige trugen Waffen, die sie in ihrer Hilflosigkeit gegen ihn richteten. In seinen Augen waren das nur Nadeln, aber er konnte die Leute verstehen. Wie mussten sie ihn hassen! Das betrübte Chichi sehr.

Er bemühte sich, seine Kreise in großer Höhe zu ziehen. So richteten die Flammen vielleicht nicht so viel Schaden an, weil sie vorher vom Wind ausgeblasen würden. Aber kaum hatte er sich dazu entschlossen, drückte ihn eine unbekannte Macht tiefer hinunter. Vernichte Khazrak und seine Bewohner! Verbrenne sie alle! So lautete der Befehl. Er konnte ihm nicht entkommen. Alle da unten mussten sterben, und er selbst war machtlos dagegen. Die Vorstellung ergrimmte ihn und machte ihn gleichzeitig traurig. Warum wollte dieser Mann – Taswinder war sein Name – eine ganze Stadt vernichten? Er besaß so viel Macht. Weshalb nutzte er sie nicht dazu, den Menschen zu helfen? Chichi wollte so gern verstehen, aber die Kluft zwischen ihm und den Menschen war zu groß geworden.

Wenn die Sache hier vorbei war, das schwor er sich, wollte er sich persönlich um den Stein kümmern. Er musste unschädlich gemacht werden, das hätte er schon beim ersten Mal tun sollen. Aber der jahrelange Rückzug aus der Welt hatte ihn träge gemacht.

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 594 (c) Jutta Ahrens

»Hm.« Lukir verdrehte die Augen. »Hier wird es schwierig. Ich muss wohl etwas ausholen und dir etwas über die Unsterblichkeit und die Wanderung von Seelen erzählen.«

»Über was?«, stöhnte Merodan und schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn. »Hört das denn niemals auf? Stehe ich noch auf festem Boden? Fällt der Himmel morgen auf uns herab? Womit muss ich noch rechnen? Soll ich zum Bluttrinker werden, um unsterblich zu werden?«

»Nein«, sagte Lukir. »Lass dir erzählen, was es mit dem Verlassen der Seele aus dem Körper auf sich hat. Nur sehr wenige Menschen sind dazu imstande. Ich habe es mit eisernem Willen und qualvollem Verzicht geschafft. Aus diesem Grund habe ich mich auf die Festung zurückgezogen. Warum habe ich das auf mich genommen? Ich will meinen ekelhaften, mit altem Blut vollgesogenen Körper verlassen. Nun suche ich einen Menschen, der meine Seele freiwillig in sich aufnimmt. Wenn ich ihn finde, werde ich mich mit der seinen verbinden, und im Laufe der Zeit werden wir eins sein. Mein alter Körper wird sehr schnell verfallen und sterben. Wenn du, Merodan, mich aufnehmen wolltest, dann würden meine magischen Fähigkeiten auch auf dich übergehen. Und wenn du eines Tages alt bist und es ans Sterben geht, dann können sich unsere verbundenen Seelen einen neuen, jungen Körper suchen. Du würdest mit mir gemeinsam unsterblich werden.«

„Anamarnas Prophezeiung – Sammelband“, S. 646 (c) Jutta Ahrens

Ich hoffe sehr, dass euch diese Zitate einen guten Einblick in das Buch geben und ein wenig neugierig machen. Das Buch gibt es übrigens am Sonntag zu gewinnen – also haltet die kommenden Tage die Augen offen. Es lohnt sich 🙂

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Anamarnas Prophezeiung von Jutta Ahrens

Autor: Jutta Ahrens
Taschenbuch: 691 Seiten
ISBN: 978-1520459851
Preis: 2,99 EUR (eBook) / 16,99 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Nachdem dem Magier Lukir all seine Kräfte verloren wurden und man ihn aus dem Inselreich Lyngorien verbannt hat, fängt er in Achlad ein neues Leben an. Doch es hält ihn nicht lang bei der einfachen Bevölkerung, wenngleich er sich als Talmane (Heiler) einen Namen gemacht hat. Lukirs Ziele liegen darin, seine Macht zurückzugewinnen und er schreckt auch nicht vor einem riskanten Selbstversuch zurück, der ihn zu einem nachtwandelnden Bluttrinker macht, der fortan nicht mehr altert. Jahrzehnte wandert er durch die Länder und zieht eine Spur aus Leichen hinter sich her, bis er im Kampf den jungen Aryon ebenfalls zu einem Bluttrinker macht. Fortan ist auch Aryon gezwungen in der Nacht zu wandeln, allerdings findet er mithilfe seines Freundes Rymor heraus, dass es Alternativen zum Bluttrinken gibt.

Das Schicksal will es, dass es beide Männer in Khazrak, in die Hauptstadt des Abarranenstammes verschlägt, wo Lukir auf den Magier Taswinder trifft, der ebenfalls auf Lyngorien. Während sich Lukir als Heiler durchschlägt, erhält Aryon den Auftrag sich um die Geisel Merodan zu kümmern – einen verstockten jungen Mann, der jeden als Feind ansieht. Mit der Zeit wird Taswinder zu einem immer größeren Problem, denn den abtrünnige Magier sehnt sich nicht nur nach Unsterblichkeit, er ist auch auf der Suche nach magischen Steinen, die dem Besitzer schier unendliche Macht verleihen. Schon bald müssen Lukir, Aryon, Merodan und Rymor zusammenarbeiten, um dem größenwahnsinnigen Taswinder Einhalt zu gebieten …

Eigene Meinung:
Mit „Anamarnas Prophezeiung“ legt Jutta Ahrens eine knapp 800 Seiten starke Fantasy-Trilogie vor, die ein Spinoff der Fantasy-Saga „Lacunars Fluch“ ist. Beide Geschichten spielen in derselben Welt (die glücklicherweise nicht von den typischen Fantasyrassen – Zwerge, Elfen, Orks – bevölkert wird), allerdings liegt der jeweilige Fokus auf verschiedenen Charakteren, ebenso spielen die Geschichten zu unterschiedlichen Zeiten. Man kann sie also problemlos getrennt voneinander lesen.

Inhaltlich braucht man etwas, um in die Fantasywelt einzutauchen und die verschiedenen Charaktere kennenzulernen. Dementsprechend langatmig erscheint dem Leser der Anfang der Geschichte, in der man Lukir und seine Wandlung in einen Bluttrinker verfolgt. Im Grunde ist dieser Abschnitt lediglich eine Einleitung, denn wirklich spannend wird es erst, als die Charaktere in Khazrak sind und sich Taswinder zunehmend zu einem Problem entwickelt. Erst dann fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen, da man wissen möchte, wie die unterschiedlichen Figuren gegen die Probleme ankämpfen, die ein größenwahnsinniger Magier mit sich bringt. Hier zeigt sich dann auch die Komplexität der Geschichte, denn Jutta Ahrens begnügt sich nicht mit einfachen Lösungen, sondern versucht viel Abwechslung in Form von überraschenden Wendungen einzubauen. Das gelingt ihr meistens, hin und wieder verliert sie jedoch den roten Faden ein wenig oder widerspricht sich in einigen Dingen, die vorher anders erzählt wurden.
Nichtsdestotrotz ist die Grundidee mit den magischen Steinen spannend, ebenso die Ausarbeitung. Dank der vielen Charaktere, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, erhält man einen guten und umfassenden Überblick und kann sich ein gutes Bild der jeweiligen Situation machen. War es zu Beginn schwierig, die vielen Blickwinkel zu sortieren und die jeweiligen Perspektiven zu lesen, so bietet der auktoriale Erzählstil dem Leser die Möglichkeit alle wichtigen Details mitzubekommen und die Hintergründe komplett zu erfahren. Dabei wird nie zu viel verraten – es bleibt durchweg spannend und actionreich. Leider wirkt das Ende ein wenig gehetzt und irgendwie unvollständig, was daran liegt, dass Jutta Ahrens noch einen Passus eingebaut hat, der in meinen Augen nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

Die Charaktere sind interessant und vielseitig, stimmungsvoll in Szene gesetzt und sehr individuell. Jutta Ahrens gelingt es spannende Stereotypen zu entwickeln, die zwar einem bestimmten Bild entsprechen, aber dennoch für einige Überraschungen gut sind. Ganz besonders Lukir ändert sich im Laufe der Zeit, ebenso Merodan und Aryon. Alle Charaktere handeln in sich logisch und reagieren passend zu den Dingen, die um sie herum vonstattengehen. Da der Leser rund zehn Figuren näher kennenlernt und die jeweiligen Perspektiven mitbekommt, findet schnell seine Lieblinge. Ein wenig schade ist es, dass es fast keine weiblichen Figuren gibt – nur am Rande kommen zwei Frauen vor, die ein wenig mehr ins Gewicht fallen.

Stilistisch ist „Anamarnas Prophezeiung“ zunächst gewöhnungsbedürftig – Bücher in auktorialem Erzählstil sind heutzutage eher selten, so dass man ein wenig braucht, um sich an die beständigen Perspektivsprünge und Personenwechsel zu gewöhnen. Deswegen findet man erst im Laufe der Zeit Zugang zu den Figuren und der komplexen Geschichte. Spätestens dann zeigen sich jedoch die Vorteile von Jutta Ahrens‘ Stils – dank des dreidimensionalen Stils kann man das große Ganze wesentlich besser erfassen und tiefer in die Geschichte eintauchen, als wenn alles nur aus einer Perspektive erzählt worden wäre.
Ansonsten überzeugt Jutta Ahrens mit einem flüssigen, soliden Stil, einem Händchen für Spannung und erotischen Szenen, die manchmal ein wenig hölzern klingen. Dennoch liest sich „Anamarnas Prophezeiung“ flüssig und macht durchaus Lust auf mehr – insbesondere auf „Lacunars Fluch“, insofern man den noch nicht kennt.

Fazit:
„Anamarnas Prophezeiung“ ist eine gelungene Fantasy-Trilogie, die zwar ein wenig Zeit braucht, um anzulaufen und durch die auktoriale Erzählweise zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, jedoch schnell an Spannung und Action aufbaut. Jutta Ahrens überzeugt mit interessanten und logisch handelnden Figuren, einer spannenden Grundidee und einer sehr komplexen Geschichte, die erst durch die vielen Perspektiverträger zum Tragen kommt. Wer ungewöhnliche Fantasyromane ohne die klassischen Rassen sucht und vor dem Umfang nicht zurückschreckt, sollte der Trilogie eine Chance geben – es lohnt sich.

rainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstar

[ROMAN] Dunkle Schatten von Rhys Ford

Autor: Rhys Ford
Taschenbuch: 300 Seiten
ASIN: B01GP58JDS
Preis: 5,14 EUR (eBook)
Bestellen: Amazon

Story:
Der drogensüchtige Kismet kann schon immer albtraumhafte, blutrünstige Schattenwesen sehen, denen er nur während eines Drogenrauschs entfliehen kann. Dass seine neuen Drogen die Visionen eher verstärken und ihn nach und nach auf die Seite hinter dem Schleier ziehen ahnt er nicht, ebenso wenig, dass die vier apokalyptischen Reiter auf ihn aufmerksam werden, bringt er doch ein fragiles Gleichgewicht in Gefahr. Doch auch andere Unsterbliche entwickeln ein gesteigertes Interesse an Kismet, denn der Mensch hat sich durch den neuen Drogencocktail weiterentwickelt und wird mehr und mehr zum Unsterblichen. Schon bald liegt es an den Reitern den jungen Mann zu schützen, wobei Colm alias Pestilenz schon bald ein tiefergehendes Interesse an Kismet entwickelt …

Eigene Meinung:
„Dunkle Schatten“ ist der erste Band der „Ink and Shadows“-Reihe von Rhys Ford und erschien bei Dreamspinner Press. Der Autor hat sich im Gay Genre bereits einen Namen gemacht – es liegen etliche Einzelromane und Reihen vor – teils auch in deutscher Sprache. Eine Fortsetzung von „Dunkle Schatten“ mag angedacht sein, ist bisher jedoch nicht in Sicht, dabei gäbe es durchaus genügend Potenzial und offene Punkte, um die Geschichte von Kismet und den vier Reitern fortzuführen.

Rhys Ford hat sich ein düsteres, sehr komplexes Setting ausgedacht, das man erst im Laufe der Zeit begreift und erfasst. Das liegt vor allem daran, dass er kaum ein Wort über die Hintergründe verliert und den Leser gerade zu Beginn ein wenig im Stich lässt – sicherlich hätte man nicht alles bis ins kleinste Detail erzählen müssen, doch eine gewisses Basiswissen hätten den Einstieg in die Handlung spürbar erleichtert. So hat man einige Schwierigkeiten, durch den mythologischen Grundplot zu steigen und braucht lange, um sich auf die ungewöhnliche Geschichte einzulassen. Dabei ist „Dunkle Schatten“ durchaus spannend und bietet ein gut durchdachtes, sehr mystisches Abenteuer, das von blutigen Kämpfen, viel Action und ungewöhnlichen Charakteren bestimmt wird. Wer auf romantische oder gar erotische Szenen hofft ist bei Rhys Fords Roman an der falschen Adresse – zwar gibt es hin und wieder einige stimmungsvolle Momente zwischen Tod (Shi) und Krieg (Ari) oder Kismet und Pest Colm), aber auf mehr als einen Kuss darf man sich als Leser nicht freuen. Stattdessen wird die Handlung vorangetrieben, um nach und nach die Gegner und deren Beweggründe zu enthüllen.

An einigen Punkten schleichen sich jedoch auch Unstimmigkeiten in die Geschichte, ganz besonders beim Endkampf scheint der Autor seine eigenen Regeln zu vergessen, die er für die Unsterblichen entwickelt hat – was das Finale ziemlich unlogisch macht. Wer darüber hinwegsehen kann, den erwartet trotzdem ein schönes, actionreiches und blutiges Ende.

Ein großer Pluspunkt sind die Charaktere, die „Dunkle Schatten“ bevölkern. Rhys Ford greift mehrere mythologische Wesen und Aspekte auf, denn es gibt neben den Menschen nicht nur die vier apokalyptischen Reiter, sondern eine Vielzahl verschiedener Unsterblicher, darunter die Tugenden (Frieden, Güte, Hoffnung, Glaube), Sidhe und Un-Sidhe, Trolle und Dunkelelfen. Sie alle halten sich normalerweise hinter dem Schleier im Dunklen auf, der auch die Schattenwesen hervorbringt, die sich hin und wieder in die Realität verirren. Ganz besonders gut gelungen sind die vier Reiter, die zwar Unsterbliche sind, jedoch (wie alle ihrer Art) ganz normal verletzt und sogar getötet werden können – selbst Tod könnte mit einem gezielten Angriff zur Strecke gebracht werden. Mitunter kommen sie dem Leser ein wenig schwächlich vor, doch es passt zu Rhys Fords Geschichte und seinen Grundideen, keine Überwesen zu erschaffen, sondern Figuren, die eine Menge Schwachpunkte haben und dadurch sympathischer werden.
Auch Kismet ist gut gelungen – er ist authentisch und gut nachvollziehbar, gerade wenn es um seine Drogensucht geht.

Stilistisch ist „Dunkle Schatten“ sehr stimmungsvoll und atmosphärisch dicht umgesetzt worden. Rhys Ford hat einen sehr düsteren, mitunter auch blutigen Schreibstil, der gerade in den Kampfszenen zum Tragen kommt. Doch auch die ruhigeren Zwischensequenzen, in denen sich Colm und Kismet näherkommen oder Tod und Krieg ihre persönlichen Grabenkriege ausfechte sind toll umgesetzt und machen Spaß. Auch die Beschreibungen der Städte und der Hintergründe ist gelungen, so dass man nach einer Weile in die ungewöhnliche Geschichte eintauchen kann.

Fazit:
„Dunkle Schatten“ ist ein gelungener Mystery-Roman, dessen großer Pluspunkt bei der komplexen Hintergrundwelt und den ungewöhnlichen Hauptcharakteren liegt. Man braucht zwar ein wenig, um sich auf die mitunter etwas blutige Handlung einlassen zu können und den Grundplot zu verstehen, doch hat man erstmal den Einstieg geschafft, erwartet den Leser eine gelungene Mischung aus Action, Spannung und Dramatik, die durchaus Lust auf mehr macht. Bleibt zu hoffen, dass Rhys Ford die Geschichte fortführt – Potenzial für einen weiteren Band ist definitiv vorhanden.

rainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstar

[ANKÜNDIGUNG] Blogtour: Berlingtons Geisterjäger

Hallo ihr Lieben,

gestern habe ich euch den Roman „Belingtons Geisterjäger – Anderswelt“ vorgestellt, ab 04.02.2017 findet eine Blogtour zum Roman statt, an der ich natürlich ebenfalls teilnehme. Als Steampunk-Fan freue ich mich euch am 06.02. mehr über das Genre Steampunk erzählen zu dürfen – ich verspreche, dass ich mich kurz fasse 😉

Folgende Blogger nehmen ebenfalls an der Tour teil:

04.02.2017 – Das Buch und die Autorin – Elchi’s World of Books
05.02.2017 – Vorstellung der fünf Hauptcharaktere – Lunas Leseecke
06.02.2017 – Was ist Steampunk? – bei mir
07.02.2017 – Was ist Gothic Horror? – Bookwormdreamers
08.02.2017 – Spiritismus, Séancen und Parapsychologie im 19. Jh. – Traumfantasiewelten
09.02.2017 – Homosexualität im 19. Jahrhundert in England – Sabrinas Welt der Bücher
10.02.2017: Die viktorianische Epoche – Tausend Leben
11.02.2017: Hexen in der Urban Fantasy – Letannas Blog
12.02.2017: Gewinnerbekanntgabe

Und folgendes gibt es zu gewinnen – ihr seht, es lohnt sich jeden Tag reinzuschauen und die Tagesfragen zu beantworten.

 

Wir freuen uns auf regen Besuch und sind gespannt, wie ihr die einzelnen Beiträge findet. Seid gespannt.

Liebe Grüße,
Juliane