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[ROMAN] Call me Baby von Katharina B. Gross

Autor: Katharina B. Gross
Taschenbuch:  266 Seiten
ISBN: 978-3958231221
Preis: 6,49 EUR (eBook) / 8,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Tobias hatte bisher kein Glück mit seinen Beziehungen und ist daher als Single unterwegs – was ihn jedoch nicht glücklicher stimmt. Da kommt es überraschend, als es zwischen ihm und dem Bruder eines Arbeitskollegen tatsächlich funkt – Kevin bringt sein Herz zum Rasen und verspricht endlich wieder eine erfüllte Beziehung. Doch auch Niklas, den er dank einer Verwechslung kennenlernt, lässt ihn nicht kalt. Prompt steht Tobias zwischen den Stühlen, denn im Laufe der Zeit entwickelt er Gefühle zu beiden Männern und fühlt sich nicht imstande, sich für einen zu entscheiden. Zudem haben Nikals und Kevin ein Problem und Geheimnis, das sie vor Tobias verstecken – sie haben eine leidenschaftliche Beziehung hinter sich und trauern ihrem Ex hinterher, den sie im Grunde noch immer lieben. Dass die beiden einst ein Paar waren, sorgt für eine Menge Verwirrung und für noch mehr Chaos in Tobias‘ Gefühlswelt …

Eigene Meinung:
Mit „Call me Baby“ erscheint ein weiterer Roman von Katharina B. Gross auf dem deutschen Markt – dieses Mal beim Cursed Verlag, während ihre vorherigen Gay Romance Bücher beim deadsoft Verlag erschienen sind. Den Leser erwartet eine romantisch verworrene Dreiecksbeziehung, die die drei Männer gehörig durcheinanderwirbelt und eine ganz andere Form der Liebe beleuchtet.

Lies den Rest dieses Beitrags

[ZITATE-FREITAG] Chaosprinz

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich einen witzigen, lockerleichten Gay Romance für den Zitate-Freitag im Gepäck. Im Grunde sind es sogar 2 Bücher, die ich jedoch stets zusammen vorstelle, da die Geschichte fast 1.200 Seiten umfasst und nur für die Veröffentlichung auf 2 Bücher aufgeteilt wurde. Es kommt selten genug vor, dass ich mich für eine Alltagsgeschichte inkl. Drama, Soap-Opera und viel Herzschmerz begeistere, doch Katja Kober hat mich mit ihrem „Chaosprinz“ wirklich mitgerissen. Einige Szenen finde ich noch immer zu Brüllen komisch, andere gehen mir ans Herz. Daher will ich euch dieses Mal Tobi, Alex und all die Chaoten vorstellen, die in „Chaosprinz“ vorkommen und euch gleichmaßen die skurrilen Verwicklungen empfehlen.

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meine Rezension

»Das Bett?«

»Ja, wieso? Ich find’s toll!«

»Naja, ist das nicht eher ein Mädchenbett?«

Wow, jetzt bin ich sprachlos. Was will er denn von mir? Soll ich das Bett da ganz vorne nehmen, das die Form eines blauen Rennautos hat? »Wie wäre es mit diesem hier?« Er deutet auf ein Modell aus hellbraunen Kiefernholz neben uns, dabei vollführt er mit dem Arm eine Bewegung, als wäre er eine blonde, vollbusige Glücksfee: Das ist Ihr Hauptgewinn!

»Warum ist das ein Mädchenbett?« frage ich leise.

»Keine Ahnung! Weil normalerweise Mädchen so ein Bett haben…«

Starkes Argument, her mit dem Kiefernholz, ich bin ein ganzer Mann, ich will einen Baum fällen. Oder nein, noch besser: Ich scheiß auf Betten, ein richtiger Mann schläft draußen am Lagerfeuer oder beim Vieh im Stall!

»Ich mag das Bett und schau mal, es heißt Noresund… Ein männlicher Name, findest du nicht?«

„Chaosprinz“, Band 1, S. 100 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

Meine Arme schlingen sich um seinen Hals, ziehen ihn näher zu mir herunter. Ich lege den Kopf zur Seite, damit seine Zunge noch tiefer in meinen Mund eindringen kann. Unsere Zungen tasten einander ab, suchen und finden einen gemeinsamen Rhythmus. Der Kuss wird immer leidenschaftlicher, immer fester… Wir schaffen es nicht, uns von dem anderen zu lösen. Ich spüre, wie mir langsam die Luft ausgeht. Doch will ich den Kontakt nicht abbrechen.

Schwer atmend beenden wir den Kuss. Meine Hände streichen durch das weiche, blonde Haar in seinem Nacken. Das fühlt sich so toll an… Warm und unregelmäßig streift sein Atem mein Gesicht. Ich halte die Augen immer noch geschlossen. Blinzelnd zwinge ich mich, zu ihm aufzuschauen. Er ist so schön… Seine grauen Augen glitzern voller Leidenschaft. Er sieht mich ernst an.

»Bitte, schlaf mit mir!«

Mein Herz bleibt stehen.

„Chaosprinz“, Band 1, S. 169-170 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

Und dann trifft es mich wie ein Fausthieb mitten ins Gesicht. Ich habe das Gefühl, als ob mich ein heftiger Schlag nach hinten taumeln lässt, mir die Luft aus den Lungen presst. Ich kann nicht mehr richtig atmen… Ja, es gibt egoistische, selbstgerechte Menschen, denen es egal ist, wen sie verletzen und was sie zerstören. Menschen, die dem Partner ihrer Affäre auch noch eiskalt ins Gesicht schauen, ohne jede Reue, und dabei nur eifersüchtig denken Gib ihn her, ich will ihn! Solche Menschen gibt es…

Mich!

Als Alex und ich miteinander geschlafen haben, war er bereits mit Anja zusammen und ich kann nicht behaupten, dass ich davon nichts wusste. Und selbst jetzt, nachdem ich Anja kennengelernt habe, verspüre ich nicht den Hauch eines Schuldgefühls. Im Gegenteil, sollte Alex mich hier und jetzt bitten, wieder mit ihm zu schlafen, würde ich sofort zustimmen.

„Chaosprinz“, Band 1, S. 314 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

»Und wer bist du? Du urteilst doch auch über mich. Du sagst, meine Trauer ist kindisch…«, fauchte ich mit belegter Stimme und klang dabei nicht halb so angriffslustig, wie ich es eigentlich wollte. »So ein Schwachsinn. Du darfst so viel leiden, wie du willst, ich möchte doch nur, dass du deinen Liebeskummer ohne große Wunden und tiefe Narben überstehst…« Marcs Stimme war leise.

Ich lag immer noch in seinem Arm, schaute stumm zu ihm auf. Ich war nicht mehr böse. Schweigend lehnte ich meinen Kopf an seine Schulter. Manu reichte mir die Tasse mit dem heißen Tee. Ich trank. Es ging mir schon ein klitzekleines Bisschen besser… ein ganz klitzekleines bisschen…

»Dieser Kerl war sowieso nicht gut genug für dich«, brummte Manu. »Auf einen heuchlerischen Feigling kannst du gut verzichten.« Er machte ein überzeugtes Gesicht und nickte, wie um seine eigene Aussage noch zu bestätigen.

»Vielleicht…«, flüsterte ich. »Trotzdem vermisse ich ihn… trotzdem liebe ich ihn…«

„Chaosprinz“, Band 1, S. 399 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

»Willst du mir vorwerfen, ich wäre ein schlechter Vater?« Seine Stimme klingt seltsam gebrochen.

»Willst du mir sagen, du wärst ein guter?« Tränen laufen mir die Wangen herunter. Wir schweigen.

»Geh in dein Zimmer«, sagt er leise. Ich bewege mich nicht. Stumm stehe ich auf der untersten Treppenstufe und sehe ihn an. »Geh jetzt in dein Zimmer.«

»Du kennst mich nicht. Du weißt nichts über mich. Ich bin dir egal.« Ich weine.

»Du sollst in dein Zimmer gehen. Ich kann das jetzt nicht.«

»Ich bin schwul.«

Er starrt mich an. Es ist so still… nichts ist zu hören… nicht einmal unser Atmen… Vielleicht haben wir in diesem Moment auch damit aufgehört…

»Geh jetzt in dein Zimmer«, haucht er mit rauer Stimme.

»Hast du gehört, was ich gesagt habe?« Ich zittere.

»Verdammte Scheiße, Tobias, ich will, dass du jetzt verschwindest, verstehst du. Geh in dein Zimmer!« Er schreit.

Ich drehe mich um und steige die Treppe nach oben. Heulend. Und heulen tue ich auch noch, als ich endlich in Noresund liege, das Gesicht fest in die Kissen gepresst.

„Chaosprinz“, Band 2, S. 62-63(c) Katja Kober / Cursed Verlag

»Du hast recht«, meint Marc schließlich an Alex gewandt. »Ich kann nicht in dich hineinschauen. Doch ich bin ein wahnsinnig oberflächlicher Mensch und von daher anfällig für die rein offensichtlichen Liebesbekundungen. Also, was kannst du mir anbieten?« Er sieht Alex herausfordernd an.

»Im Grunde nichts«, gibt Alex gelassen zu. »Bis auf die Tatsache, dass ich hier in der Wohnung seiner Freunde sitze, mich von wildfremden Leuten anschnauzen lasse – und glaub mir, das kommt nicht häufig vor – und die Brote esse, die er mir die ganze Zeit über schmiert.« Und mit diesen Worten dreht er sich zu mir um.

»Bambi, lass das bitte. Wie soll ich die denn alle schaffen?« Er deutet auf seine drei Brote und das vierte, das ich gerade mit Leberwurst bestreiche. Ich bin perplex, verwirrt und gerührt.

»Ich dachte nur… ich wollte«, stammle ich leise. »Du hast heute Morgen kaum was gegessen und gestern bist du den ganzen Abend weg gewesen und auch meine Spaghetti…«

Er lacht. »Deine Spaghetti habe ich leer gegessen«, verteidigt er sich grinsend.

»Aber geschmeckt haben sie dir nicht.«

»Stimmt.«

Wir sehen uns in die Augen. Mein Herz schlägt. Marc und Jens beobachten uns schweigend. Es dauert ein bisschen, bis ich mir ihrer Anwesenheit wieder so richtig bewusst werde. Mit roten Wangen und einem dümmlichen Grinsen auf den Lippen suche ich nach Marcs Blick. Ich weiß nicht, was ich hoffe, darin zu erkennen. Vielleicht Mitgefühl, Freude, Verständnis oder Einsehen. Keine Ahnung.

Als sich unsere Blicke treffen, ist nicht die eine oder andere der eben genannten Emotionen zu erkennen, sondern alles zusammen.

„Chaosprinz“, Band 2, S. 303 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

»Du kapierst es nicht«, brüllt Pa zurück. »Du kapierst es genauso wenig wie deine Mutter. Ich wusste, dass du dir ein beschissenes Spielzeugauto wünschst, aber –«

»Warum hast du es mir dann nicht gekauft?«, schreie ich. »Wieso war es dir egal?«

»Es war mir nicht egal! Es war mir zu wenig!« Heftig atmend starrt er mich an. »Ich wollte dir ein Geschenk machen, das du für den Rest deines Lebens behalten würdest. Ich wollte dir etwas geben, das eine Bedeutung hat. Ich wollte, dass du mit diesem Füller deine ersten Worte schreibst, dass dieser Füller dich durch dein Leben begleitet. Dass du mit ihm deinen Arbeitsvertrag, den Mietvertrag für die erste Wohnung, deine Heiratsurkunde unterschreibst… Ich wollte, dass du ihn irgendwann deinen Enkelkindern zeigst und sagst: Den Füller habe ich zur Einschulung von meinem Vater bekommen, er hat mich durch mein gesamtes Leben begleitet! Ich dachte einfach, es wäre eine schöne Geste… Ein Geschenk, das dich immer irgendwie an mich erinnert… Ein Geschenk, das ein Vater seinem Sohn machen könnte… Aber scheinbar habe ich da falsch gedacht…«

„Chaosprinz“, Band 2, S. 339 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

»Und deshalb hast du mich benutzt…?« Hässliche Assoziationen blitzen in meinem Hirn auf. Ich drehe mich mit ernster Miene zur Seite…

»Ich würde nicht benutzt sagen«, murmelt Alex.

»Nein? Und wie würdest du dein Verhalten vom Sonntag bezeichnen?«

Ich zittere nervös.

Er schweigt wieder. In meinem Bauch kribbelt die Ungeduld. Und in meinem Hals der reizende Husten. Ich räuspere mich und huste leise. Keine zwei Sekunden später wird die Wohnzimmertür aufgerissen und Marc steht im Raum.

»Was ist?«, fragt er schwer atmend. »Hast du gerade hysterisch gehustet?«

Ich weiß erst nicht, worauf er hinaus will, und starre ihn genauso verwirrt an wie Alex und Manu, der nun hinter Marc auftaucht.

»Ähm, nein, habe ich nicht«, krächze ich unsicher.

»Doch, hast du, ich habe es doch ganz deutlich gehört.« Marc ist sich sicher. »Alex, sag mal, hat er hysterisch gehustet, oder nicht?«

Alex sieht erst Marc, dann mich an. »Keine Ahnung. Mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten. Vielleicht könntest du mal vorhusten, Bambi? Einmal normal und einmal hysterisch, bitte.«

„Chaosprinz“, Band 2, S. 526 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

Tom ist mittlerweile vom Sofa gefallen und liegt nun keuchend am Boden. Martin laufen die Lachtränen an beiden Wangen herunter und die Mädchen prusten immer noch hinter vorgehaltenen Händen. Ich darf nicht lachen. Ich beiße mir so sehr auf die Unterlippe, dass es schon richtig wehtut.

»Ich warte…«, zischt Alex.

»Das sehe ich«, murmle ich leise. Wenn ich nur wüsste, worauf.

»Gehst du in Deckung? Oder versteckst du dich? Oder…« Mir fällt beim besten Willen nicht ein, was er darstellen möchte. Alex schüttelt bei jedem Vorschlag den Kopf.

»Ich kann nicht mehr«, keucht Tom am Boden. »Hört auf, bitte, mein Bauch tut weh.«

»Zeit ist um«, ruft Luca lachend.

Sofort springt Alex auf. Wütend starrt er mich an.

»Ich war ein brütendes Huhn, du Vollidiot!«, faucht er und lässt sich schwer neben mir auf das Sofa fallen.

„Chaosprinz“, Band 2, S. 549 (c) Katja Kober / Cursed Verlag

Ich hoffe, euch gefällt meine Auswahl – dieses Mal sind es mehr Zitate, da es ja immerhin 2 Bücher sind (es ist gar nicht so einfach was passendes aus 1.200 Seiten rauszufiltern). Wer jetzt Lust bekommen hat, sollte sich die Bücher auf jeden Fall zu Gemüte führen 😀

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Danksagung an Verlage / Autoren / Helfer

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Hallo ihr Lieben,

was wäre Like a Dream ohne all die Helfer, Autoren und Verlage, die mich teils mit Rezensionsexemplaren und Gewinnen, teils mit guten Ratschlägen und unermüdlicher Geduld unterstützen. Aus diesem Grund wird es Zeit, mich im Rahmen des Geburtstagsmonats ausführlich bei all den lieben Menschen zu bedanken, die mich über Jahre hinweg begleitet, teilweise mit Gast-Rezensionen unterstützt oder mich mit Büchern „eingedeckt“ haben. Natürlich geht mein Dank an dieser Stelle auch an alle Follower und Besucher, Kommentatoren und stille Mitleser, Partnerseiten und Affiliates, die es in den letzten Jahren auf meine Seite verschlagen hat.

Verlage

Inzwischen unterstützen mehrere Verlage den Blog und ich freue mich sehr, Teile der umfangreichen Verlagsprogramme zu lesen und wundervolle Bücher im Rahmen von Gewinnsielen und Special Weeks zu verlosen. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, jedem Verlag persönlich für die tolle Zusammenarbeit zu danken und meine Leser ermutigen, euch bei den einzelnen Verlagen umzusehen – jeder einzelne hat ein tolles, spannendes Programm auf die Beine gestellt, bei dem jeder fündig wird.

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Der deadsoft Verlag ist einer der größten und ältesten, deutschen Verlage, wenn es um Gay Romance und schwule Literatur geht. Mein Dank an Simon für die Unterstützung der Gewinnspiele, die immer wieder hier stattfinden und natürlich für das Sponsoring des schwullesbischen Lesefestivals QUEER gelesen. Auch bin ich froh, dass dort die Gay Crime Reihe „9 mm“ von Tanja und mir ein Zuhause bei deadsoft gefunden haben.

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Auch der Größenwahn Verlag ist einer der Hauptsponsoren des Lesefestivals QUEER gelesen, ebenso stiftet der Verlag immer wieder Bücher für Gewinnspiele oder Rezensionsexemplare. Herzlichen Dank an die vielfältige Unterstützung des Blogs und der Lesefestivals. Es ist wirklich toll mit dir, Sevastos, über Projekte und Konzepte zu sprechen und sich gemeinsam an neue Ideen zu setzen.

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Mit dem Albino Verlag arbeite ich erst seit kurz zusammen, dennoch sponsort das Imprint des Bruno Gmünder Verlages bereits die Seite mit Rezensionsexemplaren und Büchern für Gewinnspiele. Auch QUEER gelesen wird vom Albino Verlag gefördert und gesponsort. Der Kontakt ist sehr nett und ich lese die Romane des Albino Verlags sehr gerne.

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Der Incubus Verlag ist einer meiner liebsten Partner, der den Blog inzwischen ausschließlich mit Gewinnen für Verlosungen oder Special Weeks unterstützt. Auch beim Lesefestival QUEER gelesen ist der Incubus Verlag einer unserer Hauptsponsoren. Ich bedanke mich bei der Verlagsleiterin und ihrem Team für die tolle Zusammenarbeit und die wunderbare Unterstützung – es ist immer wieder toll eure Romane zu lesen.

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Butze-Verlag-Logo_800_800pxAuch mit dem Butze Verlag arbeite ich seit einigen Jahren zusammen und rezensiere mit Freuden die lesbischen Romane des Verlags. Auch sie unterstützen „Like a Dream“ und QUEER gelesen aktiv mit Gewinnspielexemplaren. Meinen Dank an die tolle Zusammenarbeit – ich hoffe sehr, dass ich auch zukünftig eure Romane lesen darf.

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Mit XScandal Books arbeite ich ebenfalls erst wenige Monate zusammen, doch der Kontakt ist sehr angenehm und offen. Wie bereits der Albino Verlag, erklärte sich XScandal Books bereits sowohl den Blog, als auch das schwullesbische Lesefestival zu unterstützen. Auch an euch mein herzliches Dankeschön – ich hoffe sehr, dass wir zukünftig gut zusammenarbeiten.

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Seitdem der Sieben Verlag Gay Romance für sich entdeckt hat, rezensiere ich die (schwulen) Neuerscheinungen des Verlags. Der Kontakt zum Sieben Verlag ist sehr nett und ich freue mich sehr, dass das Team sowohl die Gewinnspiele des Blogs, als auch QUEER gelesen unterstützt. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

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Auch mit dem Curse Verlag arbeite ich sehr gern zusammen – sie unterstützen „Like a Dream“ mit Rezensionsexemplaren. Vielen Dank an Julia, die den Blog bereits seit einigen Jahren unterstützt 🙂

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Der Ylva Verlag befindet sich ganz in meiner Nähe – seit einiger Zeit arbeite ich immer wieder mit dem Verlagsteam zusammen. So rezensiere ich nicht nur Romane des Verlags, sie unterstüzen auch das schwullesbische Lesefestival.

Helferlein

Nicht nur Verlagen und deren Mitarbeitern bin ich dankbar, sondern auch einer Hand voll Leuten, die mich und „Like a Dream“ auf verschiedene Art und Weise unterstützen. Das können Gastrezensionen sein, aufmunternde Worte oder einfach nur eine Tasse Tee, wenn ich über einem Buch, einem Bericht oder einem Special brüte. Ohne euch und eure Hilfe würde es „Like a Dream“ nicht geben, daher gebührt euch ebenfalls ein dickes Dankeschön:

Tanja Meurer, meine Frau und Seelengefährtin – ohne deine tatkräftige Unterstützung als Gastrezensentin (im lebischen Bereich sähe es dann echt mau aus), ohne deine unermüdliche Geduld, wenn es darum geht, mir den Rücken freizuhalten udn deine Treue und Liebe wäre „Like a Dream“ definitiv nicht das, was es heute ist. Vielen Dank ❤
Anna Maske, meine beste Freundin – danke für die Hinweise, die Unterstützung und die Gastrezensionen
Julia Raschke – auch dir danke ich für die Gastrezensionen und deine aufgeschlossene, lebensfrohe Art.

Autoren

Auch einigen Autoren danke ich für die Unterstützung – sei es in Form vomn Rezensionsexemplaren oder mit kritischen Hinweisen und Kommentaren – ich liebe eure Werke und lese sie mit wachsender Begeisterung. Ihr seid mit Schuld daran, dass ich so verdammt lesesüchtig geworden bin: Chris. P Rolls, Jana Walther, Raik Thorstad, Brunhilde Witthaut, Paul Senftenberg, Bianca Nias, Jobst Mahrenholz, Florian Tietgen, Susann Julieva, Jutta Ahrens, Leann Porter, Cecil Dewi und S.B. Sasori – mir ist klar, dass ich wahrscheinlich einen Haufen Autoren und Freunde vergessen habe, daher bitte ich schon an dieser Stelle um Verzeihung. Mein Dank gilt definitiv auch euch, denn eure Bücher halten den Blog überhaupt am Leben.

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Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Zerrspiegel von Raik Thorstad

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Autor: Raik Thorstad
Taschenbuch:  538 Seiten
ISBN: 978-3958230095
Preis: 14,95 EUR

Story:
Kreischende Fans, Paparazzis und unschöne Zeitungsartikel – der Musiker Steve Simon kennt die Probleme, die das Musikgeschäft mit sich bringt, zur Genüge. Dennoch versucht Steffen, wie er eigentlich heißt, seinen Anhängern, dem Manager Zacharias und den Chefs seines Plattenlabels gerecht zu werden, selbst wenn er dafür den ein oder anderen Kompromiss hinsichtlich seiner Songs eingehen muss und die Marketingstrategien ihn oftmals in den Wahnsinn treiben. Sein einziger Halt ist der Bibliothekar Alexander, dessen Kamera er auf der Flucht vor Paparazzis versehentlich zerstört und den er daraufhin näher kennenlernt. Schnell fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und wagen den Sprung in eine Beziehung.

Allerdings steht ihre Freundschaft und Liebe unter einem schlechten Stern: Zacharias will nicht, dass Steffens Homosexualität bekannt wird und die Plattenfirma zwängt ihn immer stärker in eine Richtung, in die der Musiker überhaupt nicht passt. Gefrustet ertränkt er seine Sorgen in Alkohol, nimmt Drogen und baut immer weiter ab, während Alexander alles versucht, den abstürzenden Musiker zu halten, bevor etwas Schlimmes passiert …

Eigene Meinung:
Raik Thorstad ist seit ihren Romanen „Zenjanischer Lotus“, „Leben im Käfig“ und „Nach der Hölle links“ keine unbekannte Größe mehr, wenn man sich im Gay Bereich auskennt. Während die genannten Werke alle im Incubus Verlag erschienen sind, brachte nun der Cursed Verlag im November 2014 die Geschichte von Steffen und Alex heraus.

Wer jetzt auf romantisch-leichte Lektüre hofft, irrt sich – „Zerrspiegel“ hat wenig mit den gängigen Veröffentlichungen des Verlages gemein, denn Raik Thorstad ist sich selbst treu geblieben und liefert eine „härtere“ Geschichte. Das ist definitiv eine gute Entscheidung gewesen, denn das Musikbusiness und die Probleme mit denen Steffen zu kämpfen hat, sind durchweg interessant und bieten eine Menge Potenzial. Wie realitätsnah die Geschichte ist, wird wohl nur ein Insider beurteilen können, doch sie wirkt in sich logisch und rund. Glücklicherweise setzt die Autorin nicht an den üblichen Stellen an und beschreibt, wie Steffen (inklusive Band) den Sprung zum Plattenlabel schafft. Derartige Geschichten gibt es wie Sand am Meer. Es ist angenehm, dass sie Raik Thorstad auf das „Danach“ konzentriert und aufzeigt, welche Probleme warten, nachdem man den Durchbruch geschafft hat: Paparazzis, schlechte Presse, der Erfolgsdruck, missgelaunte Fans etc. Man beneidet Steffen nicht, wenn man miterlebt, wie mit ihm umgegangen wird und welche Einschnitte er in seinem Leben hinnehmen muss.
Dennoch ist es schade, dass einige Punkte ein wenig im Unklaren bleiben und kaum ausgebaut werden, allen voran Steffens alte Band Terrific und seine Freunde. Sie werden am Rande zwar erwähnt, doch leider nicht aktiv in die Geschichte eingebaut. Wahrscheinlich hätte das den Rahmen gesprengt, doch ich hätte es interessant gefunden, wenn man seinen alten Kollegen zumindest einen Auftritt gegeben hätte.

Im Gegenzug zu ihm ist Alexanders Leben gemäßigt, fast schon langweilig. Deswegen kommt er auch fast ein wenig zu kurz, wenngleich sich die Autorin auch bemüht dessen Probleme aufzuzeigen und ihn als gleichberechtigten Partner darzustellen. Dennoch verblasst er ein wenig im Vergleich zu Steve Simon, der nun einmal der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist. Dafür ist es sympathisch – gerade wenn man Büchernarr ist, wird man sich sehr schnell mit Alexander identifizieren.

Alles in allem sind die Charaktere gut in Szene gesetzt – gerade Steffen fühlt man sich als Leser sehr nah, auch wenn man ihm manchmal in den Hintern treten will. Er ist ein liebenswerter Protagonist, der nur schwer aus dem Teufelskreislauf herausfindet, in den er sich gebracht hat. In diesem Zusammenhang ist Alexander ein guter Konterpart, da er bodenständiger und realitätsnäher ist. Die beiden ergänzen sich gut, insbesondere da sich Steffens wahres Ich zumeist zeigt, wenn er in der Nähe des Bibliothekars ist.

Stilistisch liefert Raik Thorstad solide, abwechslungsreiche Kost, die sich gut lesen lässt. Man ist recht schnell in der Geschichte, ist immer nah an den Charakteren und erlebt Steffens Abstieg direkt mit. Die Autorin weiß, wie man mit Worten umgeht und Spannung erzeugt, so dass man das Buch schwer aus der Hand legen kann, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat. Auch die erotischen Szenen sind gut gelungen, nicht so ausufernd wie in „Zenjanischer Lotus“, sondern realistischer und besser nachvollziehbar. Natürlich liefert Raik Thorstad mit über 500 Seiten wieder einen umfangreichen Wälzer, und hin und wieder hat der Roman seine Längen, doch insgesamt ist „Zerrspiegel“ sehr gut und unterhaltsam geschrieben.

Fazit:
Mit „Zerrspiegel“ ist Raik Thorstad ein überzeugendes, in sich schlüssiges und gut geschriebenes Buch über zerstörte Träume, Wünsche und Sehnsüchte gelungen. Die Handlung kann ebenso überzeugen, wie die Charaktere und über etwaige Längen sieht bereitwillig hinweg, da die Geschichte fesselnd und mitreißend ist. Wer einen ungewohnten Blick in die Welt der Musik werfen will, ohne auf eine schwule Liebesgeschichte zu verzichten und wer in diesem Zusammenhang genug von den typischen „Band-will-Durchbruch-schaffen“-Romanen hat, sollte sich „Zerrspiegel“ nicht entgehen lassen. Bislang ist es Raik Torstads bestes Werk auf dem Markt.

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[ROMAN] Stubentiger wider Willen von Chris T. Kat

Autor: Chris T. Kat
Taschenbuch: 254 Seiten
ISBN-13: 978-3942451253
Preis: 8,95 EUR

Story:
Nachdem der fünf Jahre jüngere Frischling der Firma Andrew dem schwarzen Gestaltwandler Jim den begehrten Chefdesignerposten vor der Nase wegschnappt, kocht Jim vor Wut. Nicht nur fühlt er sich von seinem Freund und Geschäftsführer Marshall übergangen, er muss fortan auch Andrew zuarbeiten. Um sich seinen Frust von der Seele zu laufen, stromert er abends als Kater durch die Gegend. Der Zufall will es, dass er von einem Gewitter direkt auf Andrews Terrasse getrieben wird, wo er von dessen Sohn Tony aufgegabelt wird. Der Junge verliebt sich sofort in Jims Katzenform und tauft diesen Mr. Frosty, und obwohl Jim es nicht will, taucht er immer bei der Familie auf. Nach und nach lernt er Andrew und Tony besser kennen, erfährt von den vielen Problemen, die der alleinerziehende Vater hat und freundet sich schließlich auch als Jim mit Andrew an.

Als Tony erkennt, dass Jim und Mr. Frosty dieselbe Person sind, beginnen für den jungen Grafiker die ersten Probleme. Hinzukommen Jims wachsende Gefühle für Andrew. Die schon bald für weiteres Chaos sorgen …

Eigene Meinung:
„Stubentiger wider Willen“ ist der erste Roman von Chris T. Kat, der auf dem deutschen Markt erschienen ist. Erstmals kam die Geschichte um Jim und Andrew unter dem Titel „Purrfect Match“ 2012 bei Dreamspinner Press heraus, bei dem weitere Romane der Autorin vorliegen.

Die Geschichte bietet eine gute, interessante Grundidee, aus der man durchaus eine Menge hätte machen können. Leider konzentriert sich die Autorin fast ausschließlich auf die Probleme von Andrew und Tony, als Jims Fähigkeiten die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen. Dadurch verschenkt sie das meiste Potenzial, da das Gestaltwandeln und die Schwierigkeiten, die diese Fähigkeit mit sich bringen, kaum behandelt werden. Stattdessen darf sich der Leser zum Beispiel mit Tonys Schulproblemen, Andrews ehemaliger Beziehung und die kleineren und größeren Schwierigkeiten, die der Umzug in eine neue Stadt für Andrew und seinen Sohn mit sich bringt, auseinandersetzen. Zudem scheint der übernatürliche Aspekt irgendwann komplett wegzufallen (insbesondere nachdem Andrew von der Fähigkeit seines Freundes erfahren hat), was Jim mehr und mehr zum Statisten abstempelt, der dafür da ist, die Geschichte zu erzählen, anstatt sie mitzubestimmen.
All diese Punkte sorgen dafür, dass Jims Gabe des Gestaltwandelns für die Autorin eher Mittel zum Zweck gewesen ist, um die beiden Hauptfiguren zusammen zu bringen. Für die Geschichte ist dieser Punkt überhaupt nicht relevant – man hätte diesen übernatürlichen Aspekt ebenso gut streichen können, ohne, dass sich die Handlung grundlegend verändert hätte. Das was „Stubentiger wider Willen“ wirklich interessant hätte machen können, spielt keine nennenswerte Rolle mehr.

Die Charaktere sind ebenfalls recht stereotyp geraten. Erstaunlicherweise ist Jim am blassesten von allen, obwohl das Buch aus seiner Sicht geschrieben ist. Das liegt vor allem an den oben erwähnten inhaltlichen Schwächen. Man erfährt zwar grob, was in seinem Inneren passiert und wie es um seine Gefühle bestellt ist, doch sein Leben und seine Vergangenheit bleibt verhältnismäßig blass. Damit ist auch das Gestaltwandeln gemeint. Wer darauf hofft, Hintergründe zu erfahren, oder mit irgendwelchen Schwierigkeiten konfrontiert wird, die diese Gab mit sich bringt, hofft vergeblich. Dafür wird öfters Jims Aussehen (schwarz, fast zwei Meter groß) zu einem Problem, insbesondere als er über eine Beziehung zu Andrew nachdenkt.

Andrew als zweiter Hauptcharakter ist ein wenig besser ausgearbeitet, auch wenn er oftmals unrealistisch reagiert und für meinen Geschmack zu „nah ans Wasser gebaut“ ist. Am Ende des Buches ist sich der Leser nicht mehr sicher, wer mehr Tränen vergossen hat – er oder sein Sohn Tony. Dieser ist glücklicherweise gut gelungen und portraitiert einen sechsjährigen Jungen, der mit der Schule und Mobbing zu kämpfen hat zumeist glaubwürdig. Hin und wieder verhält er sich nicht ganz seinem Alter entsprechend, insbesondere wenn es um die Beziehung zwischen Jim und Andrew geht.

Stilistisch ist „Stubentiger wider Willen“ gut geschrieben und liest sich schnell und flüssig. Die Geschichte wird aus Jims Sicht erzählt, so dass man sich gut mit dem Charakter identifizieren und auf ihn einlassen kann. Angenehm ist, dass sich Chris T. Kat mit Erotik zurückhält – bis auf eine ausführlichere Szene wird abgeblendet, so dass der Roman nicht durch übermäßig viele, detaillierte Sexszenen in die Länge gezogen wird. Für den Leser ist dies ganz angenehm, da sich die Autorin mehr auf die Geschichte konzentriert.

Fazit:
„Stubentiger wider Willen“ ist ein netter Gay Romance Roman für zwischendurch, der leider einiges an Potenzial verschenkt, da Chris T. Kat die falsche Gewichtung legt. Es wird zu viel Wert auf Andrew und Tony gelegt, Jims besondere Fähigkeiten finden leider kaum Erwähnung. Dadurch ist „Stubentiger wider Willen“ leider nur bedingt zu empfehlen, denn im Großen und Ganzen erwartet den Leser nur eine 08/15-Liebesgeschichte, die sehr einseitig aufgebaut ist. Schade, aus der Grundidee hätte man mehr machen können …

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