Blog-Archive

[NOVELLE] Tanz ins Kerzenlicht von Lina Kaiser

Autor: Lina Kaiser
Taschenbuch: 52 Seiten
ISBN: 978-3940611604
Preis: 6,95 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Ein Jahr ist vergangen, seitdem Katinka und Emilia zusammengefunden haben – seitdem hat sich viel verändert. Emilia ist nach Hamburg gezogen, was dazu führte, dass sich die beiden jungen Frauen auseinandergelebt haben. Als Emilia zu Weihnachten n ihre Heimatstadt zurückkehrt, sieht Katinka ihre letzte Chance auf ein Happy-End. Nachdem sie das perfekte Weihnachtsgeschenk gefunden hat, ist sie zuversichtlich – doch dann verwechselt sie die kleinen Päckchen und sorgt beinah für eine gefühlsmäßige Katastrophe …

Eigene Meinung:
Wie schon im letzten Jahr hat der Butze Verlag ein hübsches, kleines Adventsbüchlein auf den Markt gebracht, um sich auf das nahende Weihnachtsfest vorzubereiten. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das Cover schöner, da die Symbole und Zahlen leichter zu erkennen sind – man kann sie wesentlich leichter finden. Lies den Rest dieses Beitrags

[NOVELLE] Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee von Celia Martin

Autor: Celia Martin
Taschenbuch: 44 Seiten
ISBN: 978-3940611536
Preis: 6,95 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Tina, ihre Stiefschwester Julia und ihre Freundinnen aus der WG fiebern dem Weihnachtsfest entgegen. Da in der heißen Vorweihnachtsphase die Heizung in der WG ausfällt beschließen die Frauen kurzerhand die Feierlichkeiten in eine Skihütte in den Bergen zu verlegen. Tina und Julia wollen später nachkommen, da zunächst Weihnachten mit der neuen Familie ansteht – zumindest dachten sie das, denn kurz vor dem Heiligabend werden all ihre Pläne über den Haufen geworfen. Ihre Eltern beschließen eine Überraschungsreise und Julia und Tina können doch schon früher zu ihren WG-Freundinnen stoßen. Allerdings geht bei der Reise in die Berge alles schief, was schief gehen kann …

Eigene Meinung:
Das Adventsbüchlein „Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ erschien im November 2016 im Butze Verlag und ist eine schöne Alternative zum üblichen Adventskalender. Das vollfarbige Büchlein ist eine sehr schöne Idee, die auf jeden Fall kurzweiliges Vergnügen schenkt. Aufgebaut ist das Buch wie ein Adventskalender – auf dem bunten Cover findet man die Zahlen neben jedem weihnachtlichen Element – mit dem die 24 kurzen Kapitel gekennzeichnet sind. Daher muss man erst das passende Symbolbild im Buch finden, bevor man weiterlesen kann. So toll die Idee ist, es hapert ein wenig an der Ausführung, denn die Zahlen sind mitunter nur schwer lesbar (man hätte sie nicht hinter die Bilder setzen sollen) und einige Symbole einander zu ähnlich. Dennoch kommt man mit der Zeit mit dem ungewöhnlichen Adventskalender zurecht.

Die Geschichte wiederum ist Geschmackssache – man muss die Trilogie „Lesbisch für Anfängerinnen“ schon kennen, um sich wirklich in der Handlung zurecht zu finden. Gerade die vielen Figuren machen es dem Leser ansonsten schwer den Überblick zu behalten, ebenso wenn es darum geht herauszufinden, wer mit wem liiert ist. Daher ist das Büchlein eine schöne Ergänzung für Fans der Reihe. Ansonsten wirkt die Geschichte an einigen Stellen stark an den Haaren herbeigezogen – sei es die Sache mit dem Zug (welcher Zugbegleiter lässt zwei Frauen mitten in der Nacht in der Kälte zurück?) oder auch der Banküberfall, der Tina und Julia in Schwierigkeiten bringt. So witzig einige der Dinge sind, die den beiden Frauen auf ihrer Reise widerfahren, sie sind doch reichlich übertrieben. So ganz ernst kann man die chaotische Weihnachtsreise daher nicht nehmen, aber irgendwie musste die Autorin ja 24 kurze Kapitel inkl. Cliffhanger füllen.

Die Figuren lernt man anhand der kurzen Adventsgeschichte kaum kennen – dafür muss man dann doch die Trilogie gelesen haben. Allerdings verhalten sich Tina und Julia an einigen Stellen reichlich unlogisch und unbedarft, gerade als sie nach einer wahren Odyssee endlich in Salzburg ankommen und weiterhin an ihrer Überraschung festhalten – jeder andere hätte wahrscheinlich zum Handy gegriffen und sich von seinen Freunden einsammeln lassen.

Stilistisch ist „Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ sehr lockerleicht geschrieben. Celia Martin hat einen eingängigen Stil, der mitunter ein wenig zu alltäglich daherkommt und nicht jedermanns Geschmack ist. Wer Gefallen an der „Lesbisch für Anfängerinnen“- Trilogie gefunden hat, dem wird gewiss auch dieses kleine Büchlein gefallen, alle anderen sollten im Vorfeld den ersten Band der Reihe anlesen, um herauszufinden, ob die Autorin den jeweiligen Geschmack trifft. Insgesamt sollte man sowieso die Reihe kennen, bevor man sich an diesen ungewöhnlichen Adventskalender wagt.

Fazit:
„Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ bietet kurzweilige Unterhaltung, für die man jedoch die Reihe von Celia Martin kennen sollte. Inhaltlich wirkt die Geschichte an vielen Stellen arg überzogen und unlogisch, auch die Figuren kann man nur schwer auseinander halten, wenn man ihnen zum ersten Mal begegnet. Die Grundidee wiederum ist toll – ein Adventskalender in der Form ist wirklich eine tolle Sache, wenngleich man noch ein wenig an der optischen Ausfertigung feilen kann. Wer lockerleichte, lesbische Geschichten mag und nach einem passenden vorweihnachtlichen Buch ist, sollte „Lesbisch für Anfängerinnen: Acht Frauen im Schnee“ einen Chance geben – gerade wenn man die Frauen der WG kennt und liebgewonnen hat. Alle anderen sollten vorab die Trilogie lesen …

Insgesamt vergebe ich 4 Sterne für die Idee und 2 Sterne für den Inhalt bzw. die Geschichte, was im Mittel drei Sternchen ergibt.

rainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstar

[ROMAN] Indianer im Kopf von Corinna Behrens

Buch-Cover-Indianer-im-Kopf-aktuell
Autor: Corinna Behrens
Taschenbuch: 320 Seiten
ISBN: 978-3940611451
Preis: 9,99 EUR (eBook) | 16,95 EUR (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Als der alte Pfarrer der Gemeinde in Ruhestand geht und das evangelische Pastorenpärchen Huber vorgestellt wird, gerät Jackies Leben gehörig aus den Fugen. Nicht nur verliebt sie sich fast auf den ersten Blick in Mirjam Huber, ihr Mann scheint ihr nur wenig Sympathie entgegen zu bringen. Dementsprechend problematisch wird ihr Arbeitsverhältnis, denn sie arbeitet in der evangelischen Verwaltung, was bedeutet, dass sie permanent auf der Hut sein muss. Zu allem Überfluss sieht sie nach einer gemeinsamen Meditation (inkl. traditionellem Kiffen) mit ihrer spiritistischen Freundin Monika immer wieder Spirit Hawk und die alte Indianerin Mahpea, ganz besonders wenn es um Mirjam und deren Mann geht. Nur was haben ihre Träume und Visionen wirklich zu bedeuten?

Eigene Meinung:
Mit dem humorvollen Romane „Indianer im Kopf“ legt der Butze Verlag einen weiteren lesbischen Liebesroman vor. Dieses Mal stammt es aus der Feder Corinna Behrens, deren erste Romane im Eigenverlag erschienen sind.

Der Roman verspricht eine amüsante, chaotische Handlung und ungewöhnliche Charaktere, was die Autorin teilweise auch halten kann. Auf den ersten Blick wirkt das Setting dennoch außergewöhnlich, denn die Geschichte der gläubigen Jackie in Kombination mit dem spiritistischen Glauben der Indianer ist zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Dennoch kommt man recht schnell in die Handlung und freundet sich mit den unterschiedlichen Charakteren der kleinen Gemeinde an. Es macht Spaß Jackie zu begleiten, während sie tunlichst um Fettnäpfchen herummanövriert und versucht sich in die geänderten Bedingungen (neuer Pfarrer, ihre Liebe zu einer verheirateten Frau) klarzukommen. Dabei wird schnell klar, dass sie ein ziemlicher Feigling ist – weder steht sie zu ihrer Sexualität, noch lehnt sie sich gegen Ungerechtigkeiten auf, denn zumeist verkriecht sie sich oder kuscht vor den Leuten, die sie niedermachen. Mit ihren dreißig Jahren wirkt sie daher eher wie ein Kind, was nur bedingt glaubwürdig daherkommt. Ihre Feigheit zieht sich leider durch den Großteil der Handlung, was mit der Zeit doch ermüdend ist, da man fast zu lange darauf wartet, dass Jackie endlich aktiv wird. Besonders im letzten Viertel, wo noch ein kleiner Thriller eingebaut wird, wünscht man sich wirklich, die Heldin würde schneller schalten.

Was ebenfalls ein wenig schwer im Magen liegt, ist die Tatsache, das einmal mehr die Männer die Antagonisten sind – etwas, was in lesbischen Romanen sehr oft vorkommt (neben der neidischen Ex oder zickigen Kolleginnen). In diesem Fall ist Pfarrer Huber gleich so klischeehaft böse, dass man nur genervt den Kopf schüttelt. Das trifft auch auf seinen „Komplizen“ zu, was „Indianer im Kopf“ einen faden Beigeschmack gibt.

Dennoch sind die Charaktere liebenswert gestaltet – gerade Jackie schließt man schnell ins Herz, wenngleich sie zum Ende hin aufgrund ihrer Feigheit doch einige Sympathiepunkte einbüßt. Mirjam kommt leider ein wenig blass daher, da sie fast ausschließlich auf ihre Opferrolle reduziert ist. Es ist schade, dass ihr der Tiefgang fehlt und sie ihr Schicksal nicht selbst in die Hand nimmt. Sie ist einfach zu passiv. Dafür kann Monika bereits nach wenigen Seiten von sich und ihrer leicht abgehobenen Art überzeugen. Es macht Spaß die Passagen mit ihr zu lesen, insbesondere wenn es um ihre Meditation und die Sessions geht, in der sie mit den Geistern der Indianer kommuniziert.
Wie bereits erwähnt haben nahezu alle Männer (selbst der alte Pfarrer, der wie ein Vater für Jackie ist) einen recht negativen Touch. Huber ist natürlich der Schlimmste – arrogant, frauenfeindlich und gewalttätig. Einerseits gibt es (wahrscheinlich) solche konservativen Kirchenmänner, andererseits wirkt es hier einfach zu dick aufgetragen. Er ist der klassische „Bösewicht“, der keinerlei positive Eigenschaften zu haben scheint.

Stilistisch ist „Indianer im Kopf“ durchaus gelungen – Corinna Behrens hat einen angenehmen, lebendigen Stil, der den Leser einen direkten Einblick in Jackies Gedanken- und Gefühlswelt ermöglicht. Man merkt, dass die Autorin Ahnung von dem hat, was sie beschreibt – sowohl von Frauenfußball (Jackie spielt aktiv in einer Mannschaft), als auch was die Arbeit innerhalb der evangelischen Kirche anbelangt. Auch die Verknüpfung zur indianischen Kultur ist gelungen. Wer einen lockeren, humorvollen Schreibstil mag, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Fazit:
„Indianer im Kopf“ ist ein schöner, humorvoller Roman für Zwischendurch, der mit einem schönen Schreibstil und einer ungewöhnlichen Story punkten kann. Leider muss man einige Abstriche in Kauf nehmen, die das Lesevergnügen trüben – zum einen Jackies Feigheit, die die Geschichte zusätzlich in die Länge zieht, zum anderen die Tatsache, dass die Herren der Schöpfung fast komplett negativ rüberkommen. Das mag nicht jeden stören, mir missfiel es jedoch mit der Zeit. Dennoch sollte man dem Buch eine Chance geben, denn die Mischung ist auf jeden Fall innovativ und letztendlich bekommt man eine solide Liebesgeschichte präsentiert. Reinschauen.

rainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstar_grey

[BLOGGEBURTSTAG] Happy Birthday Gewinnspiel

Banner Bloggeburtstag

Hallo ihr Lieben,

heute vor 15 Jahren ging die Seite erstmals online, dementsprechend heißt es heute – Happy Birthday, „Like a Dream“! In den letzten Wochen gab es genügend Beiträge rund um den Blog, die Hintergründe und die Bloggerin – es gab einige tolle Ankündigungen und das erste Gewinnspiel ist ebenfalls vorüber (die Gewinner werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben). Auch habe ich so viele Glückwünsche und Kommentare bekommen, dass ich eins versprechen kann – ich werde den Blog so schnell nicht aufgeben und mich auch zukünftig bemühen, viele neue, ehrliche Rezensionen zu schreiben. Auf die kommenden Jahre ❤

Pageflex Persona [document: PRS0000032_00042]

Zur Feier des Tages gibt es heute endlich auch das Bloginterview, das Pierre von „Ich liebe Fantasybücher“ vor einer Weile mit mir geführt hat. Er hat tolle Fragen gefunden, sprich es lohnt sich, vorbeizuschauen:

Bloginterview „Ich liebe Fantasybücher“

Natürlich findet auch heute wieder ein Gewinnspiel statt, denn ich habe noch immer einen Haufen Bücher bei mir liegen, die dringend ein neues Zuhause suchen. Da es mir schwer fällt die Pakete nach Genre zusammenzustellen, mixe ich einmal mehr bunt durcheinander:

Paket 1
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Männerbande (Sieben Verlag)
Der Gesang des Blutes (Albino Verlag)

Paket 2
Moviestar (Albino Verlag)
Rashminder Tage 1 (Deadsoft Verlag)
Breakaway (X-Scandal Books)

Paket 3
[3517] Anno Domini – Wir waren Götter (Incubus Verlag)
Der Flaneur (Albino Verlag)
David Roth & andere Mysterien (Deadsoft Verlag)

Paket 4
Jetzt sind wir jung (Albino Verlag)
In seiner Hand (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Raziels Erwachen (Deadsoft Verlag)

Paket 5
Die Schwimmbad-Bibliothek (Albino Verlag)
Der Klub der Ungeliebten (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Sunford (Sieben Verlag)

Paket 6
Homo Odyssee (Albino Verlag)
Lovestorys 1 – Vor dem Abschied (X-Scandal Books)
Pilsken und Pailletten (Deadsoft Verlag)

Paket 7
City Boy (Albino Verlag)
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Sunford (Sieben Verlag)

Paket 8 – lesbisch
Im Abseits der Lichter (Butze Verlag)
Tanz ins Flutlicht (Butze Verlag)
Herz auf Umwegen (Selbstverlag)

Um teilzunehmen hinterlasst einfach einen Kommentar welches Paket euch am meisten interessiert – natürlich könnt ihr auch für alle Pakete in den Lostopf hüpfen. Im Gewinnfall könnt ihr aber nur ein Paket gewinnen. Ihr habt bis zum 10. April 2016; 23.59 Uhr Zeit euch mit einem Kommentar zu melden, die Auslosung erfolgt am 12. April 2016. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr ein bisschen mehr schreibt – gerne zum Blog, was euch daran gefällt oder auch, was ihr nicht mögt.

Vielen Dank an die Sponsoren der tollen Gewinne:

ALBINO_Logo_schwarz

Teilnahmebedingungen:

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Danksagung an Verlage / Autoren / Helfer

Banner Bloggeburtstag

Hallo ihr Lieben,

was wäre Like a Dream ohne all die Helfer, Autoren und Verlage, die mich teils mit Rezensionsexemplaren und Gewinnen, teils mit guten Ratschlägen und unermüdlicher Geduld unterstützen. Aus diesem Grund wird es Zeit, mich im Rahmen des Geburtstagsmonats ausführlich bei all den lieben Menschen zu bedanken, die mich über Jahre hinweg begleitet, teilweise mit Gast-Rezensionen unterstützt oder mich mit Büchern „eingedeckt“ haben. Natürlich geht mein Dank an dieser Stelle auch an alle Follower und Besucher, Kommentatoren und stille Mitleser, Partnerseiten und Affiliates, die es in den letzten Jahren auf meine Seite verschlagen hat.

Verlage

Inzwischen unterstützen mehrere Verlage den Blog und ich freue mich sehr, Teile der umfangreichen Verlagsprogramme zu lesen und wundervolle Bücher im Rahmen von Gewinnsielen und Special Weeks zu verlosen. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, jedem Verlag persönlich für die tolle Zusammenarbeit zu danken und meine Leser ermutigen, euch bei den einzelnen Verlagen umzusehen – jeder einzelne hat ein tolles, spannendes Programm auf die Beine gestellt, bei dem jeder fündig wird.

ds logo_weiß

Der deadsoft Verlag ist einer der größten und ältesten, deutschen Verlage, wenn es um Gay Romance und schwule Literatur geht. Mein Dank an Simon für die Unterstützung der Gewinnspiele, die immer wieder hier stattfinden und natürlich für das Sponsoring des schwullesbischen Lesefestivals QUEER gelesen. Auch bin ich froh, dass dort die Gay Crime Reihe „9 mm“ von Tanja und mir ein Zuhause bei deadsoft gefunden haben.

line_rainbow

groessenwahn

Auch der Größenwahn Verlag ist einer der Hauptsponsoren des Lesefestivals QUEER gelesen, ebenso stiftet der Verlag immer wieder Bücher für Gewinnspiele oder Rezensionsexemplare. Herzlichen Dank an die vielfältige Unterstützung des Blogs und der Lesefestivals. Es ist wirklich toll mit dir, Sevastos, über Projekte und Konzepte zu sprechen und sich gemeinsam an neue Ideen zu setzen.

line_rainbow

ALBINO_Logo_schwarz

Mit dem Albino Verlag arbeite ich erst seit kurz zusammen, dennoch sponsort das Imprint des Bruno Gmünder Verlages bereits die Seite mit Rezensionsexemplaren und Büchern für Gewinnspiele. Auch QUEER gelesen wird vom Albino Verlag gefördert und gesponsort. Der Kontakt ist sehr nett und ich lese die Romane des Albino Verlags sehr gerne.

line_rainbow

Incubus-Logo-Schwarz-freigestellt

Der Incubus Verlag ist einer meiner liebsten Partner, der den Blog inzwischen ausschließlich mit Gewinnen für Verlosungen oder Special Weeks unterstützt. Auch beim Lesefestival QUEER gelesen ist der Incubus Verlag einer unserer Hauptsponsoren. Ich bedanke mich bei der Verlagsleiterin und ihrem Team für die tolle Zusammenarbeit und die wunderbare Unterstützung – es ist immer wieder toll eure Romane zu lesen.

line_rainbow

Butze-Verlag-Logo_800_800pxAuch mit dem Butze Verlag arbeite ich seit einigen Jahren zusammen und rezensiere mit Freuden die lesbischen Romane des Verlags. Auch sie unterstützen „Like a Dream“ und QUEER gelesen aktiv mit Gewinnspielexemplaren. Meinen Dank an die tolle Zusammenarbeit – ich hoffe sehr, dass ich auch zukünftig eure Romane lesen darf.

line_rainbow

X Scandal Books_kk_16012015

Mit XScandal Books arbeite ich ebenfalls erst wenige Monate zusammen, doch der Kontakt ist sehr angenehm und offen. Wie bereits der Albino Verlag, erklärte sich XScandal Books bereits sowohl den Blog, als auch das schwullesbische Lesefestival zu unterstützen. Auch an euch mein herzliches Dankeschön – ich hoffe sehr, dass wir zukünftig gut zusammenarbeiten.

line_rainbow

sieben verlag

Seitdem der Sieben Verlag Gay Romance für sich entdeckt hat, rezensiere ich die (schwulen) Neuerscheinungen des Verlags. Der Kontakt zum Sieben Verlag ist sehr nett und ich freue mich sehr, dass das Team sowohl die Gewinnspiele des Blogs, als auch QUEER gelesen unterstützt. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

line_rainbow

Auch mit dem Curse Verlag arbeite ich sehr gern zusammen – sie unterstützen „Like a Dream“ mit Rezensionsexemplaren. Vielen Dank an Julia, die den Blog bereits seit einigen Jahren unterstützt 🙂

line_rainbow

Der Ylva Verlag befindet sich ganz in meiner Nähe – seit einiger Zeit arbeite ich immer wieder mit dem Verlagsteam zusammen. So rezensiere ich nicht nur Romane des Verlags, sie unterstüzen auch das schwullesbische Lesefestival.

Helferlein

Nicht nur Verlagen und deren Mitarbeitern bin ich dankbar, sondern auch einer Hand voll Leuten, die mich und „Like a Dream“ auf verschiedene Art und Weise unterstützen. Das können Gastrezensionen sein, aufmunternde Worte oder einfach nur eine Tasse Tee, wenn ich über einem Buch, einem Bericht oder einem Special brüte. Ohne euch und eure Hilfe würde es „Like a Dream“ nicht geben, daher gebührt euch ebenfalls ein dickes Dankeschön:

Tanja Meurer, meine Frau und Seelengefährtin – ohne deine tatkräftige Unterstützung als Gastrezensentin (im lebischen Bereich sähe es dann echt mau aus), ohne deine unermüdliche Geduld, wenn es darum geht, mir den Rücken freizuhalten udn deine Treue und Liebe wäre „Like a Dream“ definitiv nicht das, was es heute ist. Vielen Dank ❤
Anna Maske, meine beste Freundin – danke für die Hinweise, die Unterstützung und die Gastrezensionen
Julia Raschke – auch dir danke ich für die Gastrezensionen und deine aufgeschlossene, lebensfrohe Art.

Autoren

Auch einigen Autoren danke ich für die Unterstützung – sei es in Form vomn Rezensionsexemplaren oder mit kritischen Hinweisen und Kommentaren – ich liebe eure Werke und lese sie mit wachsender Begeisterung. Ihr seid mit Schuld daran, dass ich so verdammt lesesüchtig geworden bin: Chris. P Rolls, Jana Walther, Raik Thorstad, Brunhilde Witthaut, Paul Senftenberg, Bianca Nias, Jobst Mahrenholz, Florian Tietgen, Susann Julieva, Jutta Ahrens, Leann Porter, Cecil Dewi und S.B. Sasori – mir ist klar, dass ich wahrscheinlich einen Haufen Autoren und Freunde vergessen habe, daher bitte ich schon an dieser Stelle um Verzeihung. Mein Dank gilt definitiv auch euch, denn eure Bücher halten den Blog überhaupt am Leben.

csm_Danke_d8f2b8ff49

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Gewinnspiel

Banner Bloggeburtstag

Hallo ihr Lieben,

Halbzeit beim Bloggeburtstag – Zeit für die erste große Verlosungsrunde, denn dank meiner lieben Sponsoren kamen soooo viele wunderschöne Bücher bei mir an, dass ich diese unmöglich an einem Tag verlosen möchte. Ihr habt also gleich zwei Mal innerhalb des Bloggeburtstages die Chance , tolle Buchpakete zu gewinnen. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen, hier die Buchpakete, die ihr ergattern könnt:

Paket 1:
Sunford (Sieben Verlag)
Lovestorys 1 – Vor dem Abschied (X-Scandal Books)
David Roth & andere Mysterien (Deadsoft Verlag)

Paket 2:
Traumweber (Incubus Verlag)
Breakaway (X-Scandal Books)
Männerbande (Sieben Verlag)

Paket 3:
Zenjanischer Lotus (ncubus Verlag)
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Pilsken und Pailletten (Deadsoft Verlag)

Paket 4:
Staub und Stolz (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Raziels Erwachen (Deadsoft Verlag)
Rashminder Tage 1 (Deadsoft Verlag)

Paket 5 – lesbisch:
Indianer im Kopf (Butze Verlag)
Herz auf Umwegen (Selbstverlag)

Um teilzunehmen hinterlasst einfach einen Kommentar welches Paket euch am meisten interessiert – natürlich könnt ihr auch für alle Pakete in den Lostopf hüpfen. Im Gewinnfall könnt ihr aber nur ein Paket gewinnen. Ihr habt bis zum 20. März 2016; 23.59 Uhr Zeit euch mit einem Kommentar zu melden, die Auslosung erfolgt am 31. März 2016 – dann wird auch das Gewinnspiel ausgewertet, das am 29. März 2016 stattfinden wird. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr ein bisschen mehr schreibt – gerne zum Blog, was euch daran gefällt oder auch, was ihr nicht mögt. Schön wären auch Kommentare, die ich am 22.03. (Autoren / Leser über Like a Dream) posten dürfte, denn an dem Tag kommen die Leser und Besucher zu Wort.

Vielen Dank an die Sponsoren der tollen Gewinne:

 

 

 

Teilnahmebedingungen:
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Tanz ins Flutlicht von Lina Kaiser


Autor: Lina Kaiser
Taschenbuch:  276 Seiten
ISBN: 978-3940611437
Preis: 9,99 (eBook) | 16,95 (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Aller Umstände zum Trotz sind Katinka und Emilia ein Paar geworden und könnten glücklich sein. Doch der Alltag holt sie beide schnell ein: das Abitur steht an, es gilt ihre Beziehung geheim zu halten (da Katinka ein Outing auf alle Fälle und Anfeindungen ihrer Mitschüler vermeiden will) und die jeweiligen familiären Probleme sorgen ebenfalls für Spannungen. Als Emilia auf ein Outing drängt, um bösen Gerüchten zuvor zu kommen, ist Katinka endgültig überfordert. In ihrer Panik trifft sie etliche falsche Entscheidungen, die dafür sorgen, dass sich die beiden jungen Frauen immer wieder voneinander entfernen. Als auch noch Britta aus Berlin zurückkehrt, die Frau, die Katinka immer bewundert und verehrt hat, und Emilia in Arvid einen glühenden Verehrer findet, wird ein Keil zwischen das Paar getrieben, der für ihre Beziehung das Ende bedeuten könnte …

Eigene Meinung:
„Tanz ins Flutlicht“ setzt dort an, wo Lina Kaisers Debüt „Im Abseits der Lichter“ endete: die beiden Mädchen sind ein Paar, was beide vor gänzlich neue Probleme stellt: Outing, Zusammenhalt und Erwachsenwerden. Auch die Fortsetzung erschien beim Butze Verlag.

Wie erwähnt führt Lina Kaiser die Geschichte nahtlos weiter. Der Leser begleitet Katinka, die sich noch immer nicht vollkommen mit ihrer homosexuellen Identität angefreundet hat und sich schwer damit tut, sich anderen gegenüber zu offenbaren. So bringt sie zwar das Outing innerhalb ihrer Familie halbwegs über die Bühne, will jedoch nicht in der Schule darüber reden oder sich zu ihrer Sexualität bekennen. Dies treibt nach und nach einen Keil zwischen Emilia und sie, was den Hauptteil des Buches ausmacht. Katinka hat leider die Eigenart die Dinge zu zerdenken und sich alle möglichen Horrorszenarien auszumalen, die sie von einem Outing Abstand nehmen lassen. Das ist durchaus sehr plausibel und nachvollziehbar geschrieben und Katinkas Ängste sind gewiss nicht aus der Luft gegriffen, doch mit der Zeit nervt ihre Feigheit immens. Dass ihre Homosexualität ein offenes Geheimnis ist, darauf kommt sie nicht einmal, dabei gibt es so viel Hinweise und Andeutungen seitens ihrer Mitschüler, dass man sich fragt, warum Katinka das nicht registriert. Dementsprechend zieht sich der Mittelteil – es dauert einfach viel zu lange, bis Katinka den Mund aufmacht und sich zur Wehr setzt. Warum Emilia das die ganze Zeit mitmacht, anstatt selbst das Ruder in die Hand zu nehmen, ist mir ebenso schleierhaft. So wirkt die Handlung ein wenig konstruiert, da sie nur um Katinka und ihre Probleme und Sorgen aufgebaut wird, während alle anderen brav ihrem Wunsch folgen und schweigen. Dabei wäre es nur logisch, wenn Emilia sich selbst outet und den ersten Schritt macht, wenn sie damit keine Probleme hat. Und selbst wenn sie Katinka nicht bloßstellen will, hätte sie ja auch verschweigen können, dass diese ihre Freundin ist.

Die Charaktere sind trotz ihrer Schwächen gut nachvollziehbar: Katinka ist die unsichere Heldin, die sich eher versteckt und nur selten für jemanden Partei ergreift; Emilia ist sehr introvertiert und hält sich ebenso zurück, wenn es darum geht eine Entscheidung umzusetzen. Die beiden sind damit zwar nachvollziehbar, denn sie dürften dem typischen Jugendlichen entsprechen, der sich schwer tut, eigene Entscheidungen zu treffen und erwachsen zu werden, sympathisch sind sie dem Leser aber nur bedingt. Gerade Katinka möchte man immer wieder schütteln und darauf hinweisen, dass sie weder für ihre Freundin, noch für ihre Freunde eine Hilfe und Stütze ist. Zwischendurch wünscht man ihr sogar, von Emilia sitzengelassen zu werden, denn im Grunde hat Katinka mehr Unterstützung seitens ihrer Familie und ihrer Freunde, als so manch anderer.

Die übrigen Charaktere sind wesentlich sympathischer – Katinkas Freund Milan kommt zwar etwas kurz, dafür kann man seine Auftritte aber besser genießen, dafür lernt man endlich Britta kennen, die in Band 1 nur am Rande erwähnt wird. Und man interessiert sich, wie die Sache für Arvid endet, denn seine Geheimnisse bieten Potenzial für eine eigene Geschichte.

Stilistisch kann „Tanz ins Flutlicht“ auf jeden Fall punkten. Lina Kaiser hat einen sehr schönen, aufwendigen und soliden Stil, der eine besondere Nähe zu den Charakteren aufbaut. Das Buch ist aus Katinkas Sicht geschrieben, dementsprechend intensiv lernt man sie, ihre Gedanken und Gefühle kennen. Dabei gelingt es Lina Kaiser nicht nur die Gefühle perfekt zur Sprache zu bringen und umzusetzen, Katinka wird im Laufe des Buches auch erwachsen. Dieser Reifeprozess ist der Autorin sehr gut gelungen – man erlebt Katinkas Weiterentwicklung direkt mit und kann sich daher sehr gut mit ihr identifizieren (auch wenn man sie immer wieder belehren möchte).

Fazit:
„Tanz ins Flutlicht“ ist eine gelungene Fortsetzung von „Im Abseits der Lichter. Lina Kaiser hat einen schönen Coming-of-Age Roman geschaffen, der hin und wieder seine Längen hat und dessen Heldin dem Leser nur bedingt sympathisch ist, die man aber dennoch irgendwie verstehen kann. Stilistisch gibt es nichts zu bemängeln, so dass man das Buch allen ans Herz legen kann, die bereits Lina Kaisers Debüt mochten oder sensible, realistische Jugendromane schätzen. Reinschauen.

rainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstar_grey

[ROMAN] Bittersüßes Vermächtnis von C. R. Forster

 

Autor: C. R. Forster
Taschenbuch:  316 Seiten
ISBN: 978-3-940611-35-2
Preis: 16,95 EUR

Story:
Irland 1814: Für die junge, burschikose Adelige Rhona bricht eine Welt zusammen, als sie von ihren Eltern mit ihrer Zofe Sofie im Bett erwischt wird. Ihre Mutter ist alarmiert und schickt sie zu ihrem Bruder, damit er Rhona auf den Pfad der Tugend zurückführen kann und sie auf die Hochzeit mit einem passenden Aristokraten vorbereitet. Im Exil trifft Rhona unerwartet auf die willensstarke Countess Elisabeth O’Callahan, in die sie sich verliebt und die ihre Gefühle erwidert. Doch die Countess und ihre Familie verbinden ein düsteres Geheimnis, und ein windiger Verehrer der Countess sorgt für weitere Probleme.

Währenddessen hat es auch Sofie nicht leicht, nachdem sie aus dem Haushalt geworfen wurde und gezwungen ist, ihr eigenes Land zu verraten, um zu überleben. Als sie im Rahmen einer Intrige wieder auf Rhona trifft, muss sich eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

Eigene Meinung:
Mit „Bittersüßes Vermächtnis“ von C. R. Forster legt der Butze Verlag einen historischen, lesbischen Roman vor, der im Irland des beginnenden 19. Jahrhunderts spielt. Bei dem Roman handelt es sich um das Debüt der Autorin C. R. Forster.

„Bittersüßes Vermächtnis“ bietet dem Leser eine gute Mischung aus Drama, Romanze und historischem Roman, der schnell zu fesseln weiß. Der Einstieg gelingt sehr leicht, da die Autorin sich nicht mit allzu langem Vorgeplänkel aufhält, sondern Erklärungen erst nach und nach liefert. Dadurch zieht sich der Anfang nicht unendlich in die Länge, sondern es geht direkt los.
Alles in allem wurden auf geschichtliche Hintergründe und historische Aspekte geachtet, wenngleich einige Dinge ein wenig freier ausgelegt sind – allen voran Rhonas Art sich in Hosen zu kleiden und zu fechten. Sicherlich soll sie burschikoser daherkommen und aus dem weiblichen Schema des braven Mädchens herausfallen, doch ob dies wirklich realistisch ist, wage ich zu bezweifeln. Gerade als Adelige müssten Rhonas Eltern wesentlich stärker auf die Konventionen achten.
Dennoch macht es Spaß C. R. Forsters Roman zu lesen, was nicht zuletzt an der spannenden Geschichte, den Intrigen und der großen Rolle, die Sofie im Laufe der Zeit zufällt, liegt. Es ist positiv, dass die Zofe und ihre Geschichte nicht außer Acht gelassen wird und dass sie später wieder auf Rhona trifft. Allerdings wird der Roman ab diesem Punkt zunehmend unrealistisch, insbesondere wenn es um Sofies Flucht und ihr Auftauchen bei Lady Elisabeth geht.

Auch die Charaktere sind liebenswert und können überzeugen. Rhona ist eine starke, junge Frau, die ihren eigenen Kopf hat und sich ungern von Konventionen und den Regeln ihres Standes unterdrücken lassen will. Man kann sich schnell in sie hineinversetzen, auch wenn sie teils sehr ich-bezogen und egoistisch daherkommt. Elisabeth O’Callahan ist ebenfalls eine spannende Figur und in ihrer kühlen, ruhigen Art ein guter Gegenpol zu Rhona. Lediglich Sofie ist an einigen Punkten nicht so gut gelungen. Ihr Wandel von der scheuen, zurückhaltenden Zofe zu einer Spionin (und später Mörderin) kommt zu schnell, wenn man bedenkt, dass nur einige Monate ins Land ziehen. Auch beim Finale verhält sie sich nur bedingt logisch, wenn man  bedenkt, was ihr widerfahren ist.
Dennoch sind die Figuren gut gezeichnet und auch die Nebencharaktere sind sympathisch und gut gelungen. Dass die meisten Männer, die in dem Roman auftauchen, eher die Rolle des „Bösen“ abbekommen, war irgendwie logisch, was „Bittersüßes Vermächtnis“ fast ein wenig vorhersehbar macht.

Stilistisch ist „Bittersüßes Vermächtnis“ gut und unterhaltsam geschrieben. C. R. Forster hat einen lebendigen, abwechslungsreichen Stil, der zur Geschichte und den Charakteren passt. Sowohl die dramatischen, als auch die actionreicheren Szenen sind gut umgesetzt und die Spannungskurve hält sich bis zum großen Finale des Romans. Glücklicherweise verzichtet die Autorin auf explizite Sexszenen, die gar nicht zu dem historischen Roman oder ihrem Stil gepasst hätten und beschränkt sich auf Andeutungen bzw. blende an passenden Stellen aus.

Fazit:
„Bittersüßes Vermächtnis“ ist ein gelungener, lesbischer Roman, der durch gut gezeichnete Figuren, einen guten Schreibstil und eine schöne Geschichte besticht, wenngleich sich hin und wieder kleinen Logiklücken und historische Ungenauigkeiten einschleichen. Dennoch legt C. R. Forster ein solides Debüt vor, das zu unterhalten weiß und das Fans lesbischer Literatur bedenkenlos zu empfehlen ist.

rainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstar_grey

[ROMAN] Liebe ist käuflich – Rache auch! von Andri Cuort

Autor: Andri Cuort
Taschenbuch:  208 Seiten
ISBN: 978-3940611062
Preis: 14,95 EUR

Story:
Als der Anwalt Erik Hort von dem Multimillionär eines großen Pharmaunternehmens mit seinem persönlichen Nachlass betraut wird, schnuppert er das erste Mal in die Welt der Reichen und Mächtigen. Doch hinter dem Vorhang verstecken sich Korruption, erschreckende Abgründe und Verbrechen, die Kinderhandel, Mord und Prostitution umfassen. Schon bald muss Erik erstmals selbst unschöne Wege beschreiten, um einen Politiker zu erpressen und die Zukunft seiner Schwester und der Zwillingen Alexandra und Benjamin zu sichern. Mit der Zeit perfektioniert er dieses Spiel der Irrungen und Wirrungen, den Balanceakt zwischen Gewissen und Ehre, Lüge und Verblendung, denn nicht immer ist Gerechtigkeit auf legalem Wege zu erreichen.

Als er schließlich selbst ins Visier eines gnadenlosen Mannes gerät, der seine Familie und seine Freunde bedroht, muss Erik erstmals seine Fähigkeiten und Verbindungen nutzen, um sich gegen den unbekannten Gegner zur Wehr zu setzen …

Eigene Meinung:
Mit „Liebe ist käuflich – Rache auch!“ legt der Butze Verlag einen schwulen Roman von dem Schweizer Autoren Andri Cuort vor. Neben dem Taschenbuch existiert auch eine Hörbuchfassung, die von Peter Bieringer umgesetzt wurde.

Der Einstieg in den knapp 200 Seiten starken Roman ist nicht ganz so einfach, da man als Leser mitten in die Handlung geworfen wird. Gerade die ersten Seiten wirken etwas unzusammenhängend, allerdings erklärt der Autor in den letzten Sätzen des Buches, was es mit dem Einstieg auf sich hat. Erst dann machen die ersten Passagen von „Liebe ist käuflich – Rache auch!“ wirklich Sinn, so dass das Ende doch einiges aus dem Buch herausholen kann.
Die Geschichte ist prinzipiell spannend und die vielen Wirrungen und Verwicklungen fesseln mit der Zeit auch den Leser, allerdings ist das ganze Buch eher wie ein Film aufgebaut – Andri Cuort arbeitet mit vielen Rücklenden, in denen er Eriks Leben und seine vielen Aktionen offenbart und aufzeigt, wie der Charakter zu dem geworden ist, was er ist. Dadurch lernt man zwar die Figur kennen und verstehen und man erfährt eine Menge über die Hintergründe, doch man baut kaum eine Beziehung zu dem Geschehen auf. Der Mord an Salzmann, der das Bucheinläutet, rückt im Laufe der Geschichte vollkommen in den Hintergrund, was einen Großteil der Spannung herausnimmt. So faszinierend Eriks Entwicklung und die seiner Freunde ist, man vermisst ein wenig den Thriller und einen kontinuierlichen Spannungsaufbau. Es wirkt vielmehr wie eine nüchterne Nacherzählung der Ereignisse. Bei einem Film ist solch ein Aufbau spannend, da er den Charakter beleuchtet und mit einem Clou am Ende aufwartet – in einem Roman funktioniert dies nur bedingt. Sicherlich hat Andri Cour viele Ideen und einige Aspekte sind wirklich gut umgesetzt (die Darstellung der Alzheimer Krankheit, die Passagen in Indien und die vielen Verwicklungen der Figuren), doch ein wenig ausführlicher und aktiver hätte die Erzählstruktur schon sein dürfen.

Die Charaktere bleiben im Großen und Ganzen dem Leser fremd und wirken ein wenig unnahbar. So lebendig sie sind, so viel man über sie erfährt, man lernt sie selten direkt und hautnah kennen. Erik Hort ist durchaus sympathisch und mit seinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn eine gute Identifikationsfigur, doch es ist schwer ihn wirklich zu greifen und zu erfassen. Man nimmt selten an seinen Gedanken und Gefühlen teil, tappt zumeist ebenso im Dunkeln, wie seine Gesprächspartner. Auch die anderen Figuren bewahren sich diese Art der Distanz, selbst wenn Andri Cuort einige Passagen aus ihrer Sicht erzählt. Dennoch wirken sie realistisch, egal ob es sich um Eriks Partner Michael, den Politiker Reitz oder den Geschäftsmann Salzmann handelt. Man lernt alle agierenden Personen auf dieselbe, schnörkellose Art kennen, so dass man sich selbst ein Bild von ihnen machen kann. Einerseits ist es gar nicht mal verkehrt, dass man die Charaktere selbst bewerten und einschätzen kann, andererseits fehlt einem der Zugang zu Eriks Gedanken und seiner Beurteilung.

Stilistisch ist „Liebe ist käuflich – Rache auch!“ sehr nüchtern und schnörkellos – Andri Cuort hat durchaus einen schönen Schreibstil und weiß mit Worten umzugehen, doch er lässt dem Leser keine Möglichkeit mit seinen Figuren und der Handlung auf Tuchfühlung zu gehen. Vielfach hat man das Gefühl einen wissenschaftlichen Bericht zu lesen, eine Zusammenfassung, die zwar spannend aufgebaut ist, doch selten berührt. Dazu wird zu viel zusammengefasst, in Rückblenden erzählt und nicht näher beleuchtet, so dass es schwer fällt richtig in die Handlung einzutauchen. Andri Cuort mag realistisch erzählen und logisch aufbauen, doch die Distanziertheit bleibt ein großes Manko und weder die spannende Hintergrundgeschichte, noch der Clou am Ende können diesen Punkt wirklich aufwiegen.

Fazit:
„Liebe ist käuflich – Rache auch!“ hinterlässt ein gespaltenes Gefühl, das es schwer macht das Buch wirklich zu bewerten. Als Film wäre der Stoff und der Aufbau klasse gewesen – als Buch funktioniert er einfach nicht. So interessant die Grundidee ist und so lebendig die Charaktere sind, es fällt einfach schwer sich mit ihnen zu identifizieren und die vielen Ereignisse zu erleben. Dazu ist der Stil zu distanziert gehalten und der Umfang wesentlich zu kurz. Es mangelt an aktiver Beschreibung, fesselnden Dialogen, Spannung und einem kontinuierlichen Handlungsbogen. Schade, hier hätte man mehr draus machen können.

rainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstarrainbowstar