[ROMAN] Wie ein Himmel voller Seehunde von Sara Lövestam

Autor: Sara Lövestam
Taschenbuch:  256 Seiten
ISBN: 978-3499217685
Preis: 10,99 EUR (eBook) / 12,99 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Als Tochter aus gutem Hause hat die ruhige, introvertierte Lollo nichts mit der armen, spindeldürren Anna gemeinsam, die mit ihrem arbeitslosen Vater mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Dennoch freunden sich die beiden ungleichen Mädchen während der Sommerferien auf einer der Inseln des Schärengartens an und entdecken, dass sie mehr gemein haben, als gedacht – gemeinsam werfen sie Netze aus, erkunden mit einem Boot entlegene Inseln und erklimmen Berge. Doch während Lollo mit ihren Eltern in einem luxuriösen Strandhaus lebt, verbringt Anna die Zeit in einer besseren Bretterbude und hat gelernt sich selbst zu versorgen. Schon bald scheinen die gesellschaftlichen Unterschiede unüberwindbar – gerade für Lollo, die sich mit den Avancen des gleichaltrigen Eriks herumschlagen muss und Angst vor den Reaktionen ihrer Familie und Freunde hat, wenn sie sich ausgerechnet zu der ärmlichen, stillen Anna bekennt, die so gar nicht in Lollos schillerndes Leben passt …

Eigene Meinung:
Mit dem ruhigen Roman „Wie ein Himmel voller Seehunde“ über die erste Liebe zweier Mädchen legt die schwedische Autorin Sara Lövestam ihr erstes Jugendbuch vor. Für ihren ersten Kriminalroman „Die Wahrheit hinter der Lüge“ erhielt sie den Schwedischen Krimipreis für das beste Spannungsdebüt und gilt als vielversprechende Nachwuchsautorin.

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[ANKÜNDIGUNG] Blogpause – Urlaub

Hallo ihr Lieben,

die kommenden 3 Wochen wird es hier ruhiger werden, denn ich werde bis Mitte/Ende September auf Hochzeitsreise (2 Jahre später, aber besser spät als nie) in Schottland sein 🙂 Natürlich werde ich auch einige Bücher im Gepäck haben – ich plane meinen eBook-SuB abzuarbeiten und euch eine Menge neuer Rezensionen zu präsentieren, wenn ich wieder da bin. Zudem steht im Herbst auch endlich die Special Week mit Chris P. Rolls an – da dürft ihr gespannt sein, welche Bücher ich vorstellen werde.

Ich hoffe sehr, ihr bleibt mir treu – und wer „Like a Dream“ unterstützen will, kann ab 01.09.2017 für den Blog beim 1. Buchblog-Award abstimmen. Ich würde mich freuen, wenn ihr „Like a Dream“ eure Stimme gibt, einfach auch für mehr Sichtbarkeit queerer Literatur 🙂

Man sieht und hört sich spätestens in der letzten Septemberwoche.

Haltet die Ohren oben,
Juliane

 

[ROMAN] Fingerhut-Sommer von Ben Aaronovitch

Autor: Ben Aaronovitch
Taschenbuch:  416 Seiten
ISBN: 978-3423216029
Preis: 7,99 EUR (eBook) / 9,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Das Verschwinden zweier Kinder in der ländlichen Provinz Herefordshire ruft auch das Folly auf den Plan. Immerhin kann man bei derartigen Fällen nicht ausschließen, das Praktizierende ihre Finger im Spiel haben. So wird Peter Grant, Polizist und Zauberlehrling aufs Land geschickt, um die Vorfälle zu überprüfen. Zudem stellt ihm sein Chef Nightingale die hübsche Flussgöttin Beverly Brooks zur Seite, da er London nicht verlassen kann. Schon bald stößt Peter auf Hinweise, dass das Verschwinden der Kinder in seinen Zuständigkeitsbereich gefällt, denn mordlustige Einhörner, seltsame Erscheinungen und eine Reihe von ungeklärten Zwischenfällen sprechen eine eindeutige Sprache. Zusammen mit Beverly und dem schwulen Dorfpolizisten Dominik macht er sich auf die Suche nach den Kindern und den Hintergründen …

Eigene Meinung:
Ben Aaronovitchs bekannte Urban Fantasy Reihe um den Zauberlehrling Peter Grant geht in die fünfte Runde. Weitere Romane sind in Arbeit („The Hanging Tree“ soll im Sommer 2016 in Englisch erscheinen), zudem existiert eine Graphic Novel mit dem Titel „Body Work“, die zeitlich nach Band 1 angesiedelt ist und eine eigene Geschichte erzählt.

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[ROMAN] Der steinerne Garten von Jayden V. Reeves

Autor: Jayden V. Reeves
Taschenbuch:  612 Seiten
ISBN: 978-3961030477
Preis: 9,99 EUR (eBook) / 22,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Riley Buchanans Leben ist dank seiner Karriere als Drogensüchtiger und Kleinkrimineller ziemlich verkorkst, dennoch versucht er seine Schulden bei einem kleineren Unterweltboss zu begleichen, mit seinen Geschwistern klarzukommen, die in ihm das schwarze Schaf der Familie sehen, und seiner Freundin Maesie einen Antrag zu machen, um endlich Stabilität im Leben zu bekommen. Das ändert sich radikal, als er den Auftrag bekommt, Nathanyel Pritchard aus einer psychiatrischen Privatklinik abzuholen und nach Brighton zu bringen, denn dieser macht Riley ein unwiderstehliches Angebot: für eine fünfstellige Summe soll der junge Mann der neue Mitbewohner eines Sonderlings werden, der in einer Welt lebt, die von Routinen, Zwang und Kontrolle dominiert wird. Dementsprechend oft rasseln Nathanyel und Riley aneinander, doch mit der Zeit kommen sich die beiden unweigerlich auch näher und Riley muss sich mit einigen persönlichen Dingen auseinandersetzen, die er bis dahin kontinuierlich verdrängt hat …

Eigene Meinung:
Mit dem sehr umfangreichen Drama „Der steinerne Garten“ legt Jayden V. Reeves sein Debüt vor. Der Roman erschien im Rediroma-Verlag und umfasst über 600 sehr eng bedruckte Seiten, so dass man eine Menge Zeit einplanen sollte, wenn man die Geschichte von Riley und Nathanyel lesen möchte. Ebenso sollte man sich darauf einstellen, ein sehr intensives Buch in der Hand zu haben, das einen auch nach Beendigung nicht loslässt und viel Potenzial zum Nachdenken bietet.

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Offener Brief zum Thema Gay Romance

Hallo ihr Lieben,

ich weiche an dieser Stelle mal von meinem üblichen Programm ab und möchte meine Meinung zu einem Thema posten, das gerade extrem hochkocht und mich in gewisser Weise wütend macht. Ich hab lange überlegt, ob ich überhaupt darauf eingehe, um diesem Thema und den darin involvierten Personen nicht noch mehr Spielraum gebe (und Aufmerksamkeit schenke, die sie nicht verdient haben). Die Autorin Jana Walther hat eine wundervolle Anthologie herausgegeben (die noch auf meiner Leseliste liegt), die inzwischen auch auf Queer.de vorgestellt wurde. Frank Hebenstreit hat eine wirklich schöne, treffende Rezension geschrieben, die ich gerne gelesen habe und die wirklich Lust auf Jana Walthers Sommeranthologie macht.

Und dann habe ich mir die Kommentare angesehen und das kalte Grausen bekommen. Ich bin ehrlich – als Frank die „Like a Dream“ Anthologie vorgestellt hat, habe ich Angst vor genau solchen Reaktionen gehabt. Irgendwie traurig, dass man sich im Grunde nur am Rande über eine schöne Berichterstattung freuen kann, weil man sich parallel Sorgen macht, dass ein paar Kommentatoren (nicht einmal Leser!) das Buch, an dem du lange gearbeitet hast niedermacht und auf übelste Weise beschimpft. Ich weiß, sowas sollte an mir abprallen, aber irgendwie bin ich in letzter Zeit zu oft über solche Kommentare gestolpert und es ist mir ein Bedürfnis, meiner Wut Luft zu machen, denn natürlich kommt es als allererstes zu Aussagen wie „Nicht schon wieder Gay Romance von irgendwelchen Hetentussen! Abgesehen davon, dass das Geschreibsel für Frauen ist, die anscheinend keinen Mann abkriegen, kann keiner der nervigen Tratschtanten schreiben“. Im folgenden Verlauf werden die Kommentare um ein Vielfaches haarsträubender, herablassender und entwertender, bis man das Gefühl hat, der Kommentator würde Frauen liebend gern das Schreiben (und wahrscheinlich auch alle Grundrechte) verbieten und ihnen jegliche Rechte absprechen überhaupt über Männer zu schreiben. Zudem scheint für ihn festzustehen, dass Heteros nur über Heteros schreiben dürfen, nur Schwule haben das Recht über Schwule zu schreiben und Lesben haben bitteschön nur in ihrem Metier zu bleiben. Wo kommen wir denn hin, wenn sich eine Gruppe erdreistet über etwas zu schreiben, was sie nicht persönlich betrifft. Da tun mir ja all die Krimiautoren leid, die über Mord und Totschlag schreiben – aber keine Mörder oder Verbrecher sind (wie sollen die denn bitteschön wissen, wie ein Mörder tickt?), oder die Kinderbuchautoren, die nicht mal Kinder haben!

Ich habe schon mitbekommen, wie extrem rassistisch (das Wort trifft es nicht ganz) und voreingenommen die queere Community untereinander ist – Schwule gegen Lesben, Alle gegen Bisexuelle, Asexuelle existieren ja nicht wirklich (wie kann man auch kein Interesse an Sex haben) und alle anderen werden seltsam beäugt. Das ist ein Hacken und Stechen, was mir inzwischen echt zuwider ist und bevor jemand lautstark protestiert – ich bin auf CSDs und hab Augen im Kopf. Es ist für mich unverständlich, wie die Community für Gleichberechtigung und Akzeptanz kämpfen kann und dann auf eine solch schmutzige Art gegen etwas vorgeht, was ihnen nicht ins Konzept passt. Aber Hauptsache ich posaune meine Meinung heraus und mache Autorinnen runter, die nicht einmal ansatzweise so mies sind, wie da dargestellt wird. Warum kann man die Welt nicht so nehmen, wie sie ist – bunt, queer und abwechslungsreich? Warum darf eine Frau nicht über Männer schreiben, sondern bekommt dann zu hören, dass sie schwule Männer für ihre Fantasien missbraucht. Was ist dann mit all den Männern, die Erotik über zwei Lesben oder BDSM Werke schreiben, in denen Frauen erniedrigt werden? Die dürfen sich da natürlich frei bedienen, sind ja nur Frauen, die da Männerfantasien erfüllen.

An dem Punkt für ich liebend gern die Beschreibung von Andrew Grey ein, der für seine „Liebe“-Reihe und diverse sehr kitschige Farm-Romane bekannt ist. Wer seine Bücher kennt, weiß, dass sie vor Romantik, Drama und Blümchensex nur so strotzen und definitiv in die Sparte Liebesroman einzuordnen sind. Der Autor ist groß, breit, muskulös und soweit ich weiß halber Motorradrocker, ebenso sein Mann. Will man ihm jetzt auch vorschreiben, dass er bitte knallharte, männliche Romane statt Gay Romance zu schreiben hat, weil etwas anderes nicht zu ihm passt?

Natürlich nicht – jeder darf ja schreiben und publizieren, was er/sie will. So weltoffen wollen wir ja schließlich alle sein. Warum dürfen das dann Frauen nicht (noch heute gibt es Männer, die der Meinung sind, dass sie nicht in der Lage sind komplexe Fantasy oder Thriller zu schreiben – J.K. Rowling hat deswegen ihren vollständigen Namen nicht auf den Büchern stehen, weil die Verleger damals Angst hatten, dass ein Frauenname auf einem Kinderbuch nicht funktioniert)? Warum kann man Bücher, die einem nicht liegen und thematisch nicht gefallen, nicht einfach ignorieren? Warum muss man unter dem Deckmäntelchen der queeren Gemeinschaft auf Bücher und Autorinnen rumhacken und darüber jammern, dass sie ja daran Schuld sind, dass es keine männlichen Autoren innerhalb des Genres gibt. Wenn man nur halb so viel Energie in die Suche verschwendet hätte, wüsste man, dass es unzählige Autoren gibt – im Querverlag, bei Gmünder, im Albino Verlag. Und nein, da stecken nicht immer Frauen dahinter … und selbst wenn. Ist ein tolles, schwules Buch auf einmal schlechter, weil es in Wirklichkeit eine Frau geschrieben hat? Ich verstehe dieses Gejammer nicht und den Hass, der da unterschwellig mitschwingt. Wenn ich etwas nicht mag, dann mach ich einen Bogen drum und gut ist.

Es macht mich einfach traurig so etwas zu lesen, mehr noch, als wenn ich mich mit einem homophoben Kommentar auseinandersetzen muss. Eben weil es aus einer Richtung kommt, die Toleranz und Akzeptanz für sich einfordert, aber nicht bereit ist, über ihren Tellerrand zu schauen und das komplette Spektrum queer zu akzeptieren (und dazu gehört auch, dass Frauen (ob lesbisch, asexuell oder hetero ist vollkommen egal) halt auch mal über Schwule schreiben). Und vielleicht auch mal zu akzeptieren, dass es auch Schwule gibt, die Romantik mögen und gerne Gay Romance lesen, ebenso wie es schwule Leser gibt, die es gerne expliziter mögen. Der Markt ist inzwischen wahrlich groß und abwechslungsreich genug, um jedem die passende Unterhaltung zu bieten. Wer krampfhaft nach schlecht geschriebenen Gay Romance Büchern sucht, nur um sich immer wieder selbst darin zu bestätigen, wie schrecklich furchtbar es doch ist, wenn Frauen dieses Thema aufgreifen, der tut mir wirklich leid. Die Zeit könnte man wesentlich besser nutzen – indem man sich die Bücher rauspickt, die einen wirklich interessieren und die anderen einfach ignoriert.

Leben und leben lassen!

Und die Akzeptanz und Toleranz, die man für sich einfordert, vielleicht auch mal anderen zugestehen.

[Roman] No Return von Jennifer Wolf

 

Autor: Jennifer Wolf
Taschenbuch:  Band 1: 345 Seiten, Band 2: 286 Seiten
ASIN: B06XYPSL52 / B071YSVTFG
Preis: je 3,99 EUR (eBook)
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Story:
Die Boyband WrongTurn ist der aufstrebende Star am Musikhimmel und Traum aller weiblichen Teenager. Egal wo sie sind, die fünf Musiker können sich vor Liebesbekundungen, kreischenden Fans und aufdringlichen Reportern kaum retten. Insbesondere Tony und Andrew stehen im Zentrum der „ANTON“-Fans, die sich sicher sind, dass zwischen den beiden Kindheitsfreunden mehr ist, als reine Freundschaft. Als Tony darüber stolpert, ist er entsetzt, denn sein Herz schlägt bereits seit Ewigkeiten für Drew, der für ihn unerreichbar erscheint und seine Angst, dass jemand etwas mitbekommen hat, schlägt immer größere Bahnen. Richtig kompliziert wird es, als er erfährt, dass Drew seine Gefühle erwidert und die beiden den Schritt Richtung Beziehung wagen, denn das Management der Gruppe glaubt, dass dieser Punkt die steile Karriere von WrongTurn beendet. Für die beiden beginnt ein Akt auf dem Drahtseil, der gerade den unsicheren, sensiblen Tony immer mehr in die Enge treibt …

Eigene Meinung:
Mit den beiden Romanen „No Return – Geheime Gefühle“ und der direkt anschließenden Fortsetzung „Versteckte Liebe“ schreibt sich Jennifer Wolf einmal mehr in das Herz der gay Romance Leser. Mit „Tagwind“, dem vierten Teil ihrer „Jahreszeiten“-Reihe und dem Kurzroman „Summer Boys“ hat sie bereits Einzelbücher im Gay Genre herausgebracht, jetzt erschien bei Carlsen Impress eine Duologie über die fiktive Band WrongTurn.

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[ROMAN] Mord am Fluss von Laurent Bach

Autor: Laurent Bach
Taschenbuch: 316 Seiten
ISBN: 978-3745006483
Preis: 4,99 EUR (eBook) / 12,99 EUR (Taschenbuch)
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Story:
In der spätsommerliche Hitze Südfrankreichs entdecken Claude Bocquillon und sein Freund Julen Tourange die Leiche eines Travestiekünstlers im Flüsschen Gardon, der Letzterem nur allzu bekannt ist, wurde er in den letzten Monaten doch von dem Opfer gestalkt. Die ersten Untersuchungen der Polizei deuten auf Julien als Täter hin, weswegen er schnell festgenommen und in das überfüllte Gefängnis von Nîmes gebracht wird. Für Claude beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn er will den wahren Täter ausfindig machen, bevor die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt. Unterstützt wird er von seinen Freunden Ferderic Lambert und Jean Bertin, die bei der Polizei arbeiten und Claude helfen, die Hintergründe des Mordes aufzudecken …

Eigene Meinung:
Mit „Mord am Fluss“ legt Laurent Bach den vierten und voraussichtlich letzten Teil der Krimireihe um Claude Bocquillon vor. Während die ersten drei Bände im Gmünder Verlag erschienen, wurde der letzte Band im Eigenverlag herausgebracht. Einmal mehr entführt der Autor den Leser ins sonnige Südfrankreich und verlangt dem Privatdetektiv Claude Bocquillon alles ab, um seinen Geliebten Julien vor einer Mordanklage zu bewahren.

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[ROMAN] Ein einziger Kuss von Levia Ortega

Autor: Levia Ortega
Taschenbuch:276 Seiten
ISBN: 978-1530447251
Preis: 6,99 EUR (eBook) / 12,99 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Über zwanzig Jahre hat sich Abigail dem strengen Regimes ihrer Mutter und des Pfarrers der kleinen Stadt Leadville unterworfen – sie hat einen Mann, eine Tochter und führt ein frommes Leben, ganz im Sinne der Kirche. Dabei hat sie sich als Teenager einst in die junge Harper verliebt, die ihre Gefühle sogar erwidert hat. Dennoch war eine Beziehung zwischen den beiden Mädchen unmöglich. Als nun Harpers Großmutter stirbt und die offene, selbstsichere junge Innenarchitektin nach Leadville zurückkehrt, um die Beerdigung zu organisieren, reißen nicht nur alte Wunden auf. Es ist auch die letzte Chance für Harper und Abigail einen Schlussstrich zu ziehen, oder trotz der Konventionen und mittelalterlich anmutenden Gesetze der Kirche neu anzufangen …

Eigene Meinung:
Das lesbische Drama „Ein einziger Kuss“ stammt aus der Feder der Autorin Levia Ortega, die bereits mehrere Romane mit lesbischen Figuren auf den Markt gebracht hat. Im vorliegenden Buch widmet sie sich dem Thema Kirche, Glauben und Homosexualität, und zeigt Probleme extrem konservativer Menschen auf und ihre Engstirnigkeit hinsichtlich Andersdenkender bzw. Andersfühlender.

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[LIKE A DREAM] Vorstellung Elisa Schwarz

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Hallo in die Runde,

die letzte Autorenvorstellung liegt fast 6 Monate zurück, dennoch hat die liebe Elisa Schwarz sich daran gemacht die 15 Fragen rund um sich, ihre Geschichte und Romane zu beantworten 🙂

Erzähl ein bisschen was über dich. Wo kommst du her? Was für Hobbys hast du? Schreibst du Hauptberuflich oder hast du einen „Brot-Job“?
Ich lebe mit meiner Familie und zwei Kaninchen im wunderschönen Rhein-Main-Gebiet. Mein Hobby, vor allem zum Abschalten vom Alltag, ist natürlich das Schreiben, aber auch lesen, Radfahren und schwimmen gehen gehören zu meinen Freizeitaktivitäten – kurz: viel Zeit mit den Kids verbringen. Was die weiterführende Frage direkt mit beantwortet: Schreiben ist mein Ausgleich von all dem Drumherum. Wenn ich schreibe, kann ich in andere Welten abtauchen, meine Familie kurz mal ausklinken, meinen Brotjob, Job sein lassen …

Was hat dich dazu gebracht mit dem Schreiben anzufangen?
Ich schreibe schon sehr, sehr lange. Aber nur für mich. Irgendwann habe ich den Mut gefasst, eine meiner Geschichten auf einer öffentlichen Plattform hochzuladen, von dort war der Weg zum Verlag – durch Zuspruch meiner Leser – gar nicht mehr weit. Schreiben war schon immer eine Leidenschaft von mir. Es war nötig, das, was sich in meinem Kopf abspielte, zu jeder Zeit auf Papier zu bringen, sonst hätte mir womöglich irgendwann der Schädel gequalmt. Gedanken müssen frei sein, damit sich neue festsetzen können. Angefangen hat das mit Liebes-Gedichten in der Schulzeit.

Was bedeutet das Schreiben für dich?
Abtauchen in andere Welten. Probleme wälzen und bewältigen. Erste Liebe immer wieder neu zu definieren. Zeit und Raum vergessen. Fantasie-Figuren zum Leben erwecken. Charakteren liebevolle oder auch grausame Züge verpassen, jedem ein eigenes Gesicht verleihen, einen eigenen Willen einhauchen, Ecken und Kanten angedeihen lassen – erst durch all dies werden sie realistisch in meinem Kopf. Ich forme sie, lasse sie sich entwickeln, ich gebe ihnen eine Vergangenheit und bin gespannt, was ihre Zukunft bringt.

Dein Beitrag für die Anthologie ist die Geschichte „Träume für Finn“. Wie bist du auf diese Geschichte gekommen, bzw. was hat dich dazu bewogen gerade diese Geschichte zu schreiben?
Ich war noch nie in Irland – möglicherweise ist das der Grund, weshalb ich immer wieder mit dem Gedanken um die Insel spiele. Einen kompletten Roman getraue ich mich nicht zu schreiben, da ich zu wenige Kenntnisse über Irland besitze. Daher ist „Träume für Finn“ meine erste Kurzgeschichte gewesen, die dort angesiedelt wurde, aber nicht die einzige geblieben. Die zweite schlummert noch unveröffentlicht auf meiner Festplatte – und hat leider kein Happy End. Wieso einer meiner Charaktere bisexuell und der andere asexuell geworden ist? Nun, weil ich in Kurzgeschichten gern probiere, teste, schaue, wie ich mit Themen zurechtkomme und gerade das Thema Asexualität ist für mich unglaublich faszinierend. Es wird sicher nicht die letzte Geschichte rund um das Thema aus meiner Feder gewesen sein. Sagen wir mal so: Das Thema und ich, wir haben uns in „Träume für Finn“ beschnuppert und gefunden.

Was hast du neben „Träume für Finn“ noch für Projekte oder Veröffentlichungen?
Projekte habe ich unendlich viele. Zu viele. Daher weiß ich gerade nicht, an was ich zuerst weiterarbeiten soll. An Veröffentlichungen gibt es nun, seit Juni 2017, drei Romane von mir, sowie in naher Zukunft die dritte Veröffentlichung in einer Anthologie. Wobei die Herzfrequenz-Reihe gemeinsam mit der Kollegin Lena M. Brand am Entstehen ist, Volume 1 ist bereits erschienen, es werden mindestens zwei weitere Romane folgen. Das Zusammenschreiben ist – war – eine weitere positive Erfahrung auf dem schreiberischen Pfad, die ich nicht missen will, die ich vermutlich aber auch erst mal, im Anschluss, nicht fortsetzen will. Denn mir fehlt die Zeit für eigene Projekte schon sehr.

Hast du einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Person, die dir als Muse dienen? Woher bekommst du deine Ideen?
Ideen kommen immer Alltag – Szenen, die ich während des Autofahrens oder Spazierengehens beobachte, spinnen sich in meinem Kopf weiter und daraus entstehen oft ganze Geschichten. Das Niederschreiben ist dann eher das Problem – mangels Zeit.

Welche Herangehensweise bevorzugst du bei deinen Geschichten?
Ganz unterschiedlich. Wenn es eine Geschichte mit viel Tiefgang wird, brauche ich einen Plot, denn sonst brechen die Figuren aus ihrem Handlungsrahmen heraus, weil ich sie in Richtung positivem Ausgang schubsen würde. Auch das Gemeinschaftsprojekt funktioniert nicht ohne vorhergehendes, durchgängiges plotten. Andere Geschichten sind in meinem Kopf, werden runtergeschrieben und alles läuft gut. Allerdings würde ich eine Geschichte nie veröffentlichen, ohne mehrere Testleser um Meinung gefragt zu haben, ohne ein anständiges Lektorat und letztes Korrektorat darüber laufen zu lassen. Das gehört für mich beim Schreiben dazu, wie anständiges Recherchieren und Reflektieren des eigenen Geschriebenen.

Gibt es etwas, dass dir beim Schreiben besonders schwer fällt?
Nein, eigentlich nicht. Wenn ich mich hineinfühlen kann, worauf ich stets achte, kann ich eigentlich jede Szene schreiben.

Schreibst du mit Musik oder anderen Geräuschkulissen im Hintergrund oder brauchst du dazu absolute Ruhe?
Ich liebe die Ruhe. Geräuschkulisse habe ich tagtäglich genug um mich herum.

Lässt du dich auch von anderen Autoren inspirieren?
Inspiration hole ich mir von sämtlichen Seiten. Romane, Sachbücher, in Gesprächen, im Netz. Wie ich es gerade benötige. Eine Non-Plus-Ultra Quelle gibt es für mich nicht. Dafür aber eine ganz besondere Freundschaft, aus der ich unglaublich viel Input ziehen darf.

In welchem Genre würdest du dich gerne einmal als Autor versuchen?
Kinderbücher – ich spiele schon lange mit dem Gedanken, hier ins queere Genre einzusteigen, denn ich finde Offenheit gegenüber allem Fremden und Außergewöhnlichem schon in der Kindheit sehr wichtig. Meine Kinder wachsen mit dem Thema auf und es schadet ihnen nicht *lach*

Wie würde für dich ein perfekter (Schreib)Tag aussehen?
Allein sein! Das ist das Wichtigste. Ruhe und Kaffee, mitunter gutes Wetter, zum draußen Schreiben 🙂 Sehr einfach zufriedenzustellen eben.

Was sagen deine Familie / deine Freunde zu deiner Autorentätigkeit?
Sie sind stolz auf mich! Das reicht, um mich wohl zu fühlen. Ich kann offen reden, über das, was ich denke – mehr erwarte ich nicht.

Was würdest du jemanden mit auf den Weg geben, der ebenfalls mit dem Schreiben anfangen möchte?
Sich nicht scheuen, Hilfe einzufordern. Bei Lesern, bei Autoren, bei Freunden, in Foren. Ratschläge reflektieren und mitunter umsetzen. Denn Erfahrung kommt erst im Laufe des Schreibprozesses. Mitunter muss man einige Bücher geschrieben haben, bevor man merkt, dass sich der Stil immer weiter verfeinert und ändert.

Das Thema der Anthologie ist ja „Träume, Hoffnungen und Wünsche“. Wie sieht es denn damit bei dir aus? Was sind deine Träume, Hoffnungen und Wünsche?
Meine Träume, Hoffnungen und Wünsche haben nichts mit dem Schreiben zu tun, sondern sind privat und eher familiär begründet, daher möchte ich darauf nicht eingehen.


Vielen Dank an Elisa für die ausführlichen Antworten – vielleicht erfahrt ihr demnächst ja noch mehr zu den Autor*innen, die sich bisher noch nicht geäußert haben.

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Eine Ahnung von Pan von Jobst Mahrenholz

Autor: Jobst Mahrenholz
Taschenbuch: 212 Seiten
ISBN: 978-3960891147
Preis: 4,99 EUR (eBook) / 10,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Für den Dänen Ingar bedeutet der Schritt für mehrere Monate an seinem Buch „Der steinerne Pfad“ zu schreiben, eine große Veränderung – statt der hektischen Hauptstadt Kopenhagen erwartet ihn das raue Leben und die abgeschiedene Ruhe eines Dorfes in den italienischen Bergen, wo er auch die Herkunft seines Vaters auskundschaften will. Er bezieht eine Wohnung bei Maria Carrisi, die von den meisten Menschen gemieden wird und lernt ihren Enkel Zino kennen, der als wortkargen Einsiedler in einer Hütte lebt, sich um die Ziegen kümmert und Käse herstellt. Über sein Buch knüpft er schließlich Kontakt zu Zino, der mit der Zeit ein reges Interesse an Ingars Geschichte entwickelt und gerade der Romanfigur Lasse Leben einhaucht. Schon bald entwickelt sich zwischen den beiden ungleichen Männern mehr, doch Ingar hat Probleme sich gänzlich auf Zino einzustellen, denn er weiß, dass er irgendwann in seine Heimat zurückkehren muss.

Eigene Meinung:
Jobst Mahrenholz legt mit „Eine Ahnung von Pan“ seinen neusten Roman vor, der wie die meisten seiner anderen Werke im deadsoft Verlag erschienen ist. Wie für den Autor typisch erwartet den Leser eine stimmungsvolle Reise nach Italien und eine Geschichte, die stark auf die drei Hauptfiguren fokussiert und deren Leben Stück um Stück aus der Bahn wirft.

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