Archiv der Kategorie: Gewinnspiel

[GEWINNSPIEL] Jutta Ahrens

 

Der letzte Tag der Special Week und wie immer endet diese Woche mit einem großen Gewinnspiel, bei dem ihr die Chance habt signierte Bücher und eBooks zu gewinnen. Ich hoffe sehr, dass euch die Woche gefallen hat und ihr Jutta Ahrens und ihre Werke ein wenig besser kennengelernt habt. Wer jetzt die Bücher lesen will, die ich in den letzten Tagen vorgestellt habe, sollte sich Gedanken machen, denn wie bei jedem Special Week Gewinnspiel gilt es der Autorin Fragen zu stellen – ob nun über sie, zu ihren Büchern oder zu den Charakteren – euch sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist: Wer am Gewinnspiel teilnehmen will, sollte Jutta Ahrens mindestens eine Frage stellen (mehr Fragen sind natürlich erlaubt!)

Wie immer müsst ihr eine Mail an Koriko@gmx.de schicken. Alle Fragen, die bis zur Deadline bei mir eingehen, werden von mir an die Autorin weitergeleitet und beantwortet. Sie gehen bei der Gewinnerbekanntgabe als Leserinterview online.

Eure Fragen könnt ihr bis zum 09.04.2017 an die oben genannte Mailadresse schicken (bitte im Betreff “Gewinnspiel Jutta Ahrens” angeben) – sie werden gesammelt und an die Autorin weitergeleitet. Unter allen Teilnehmern verlose ich in Zuammenarbeit mit Jutta folgende Buchpakete:

1. Platz: “Anamarnas Prophezeiung“ (Taschenbuch, signiert), „Lacunars Fluch: Gesamtausgabe“ (eBook) und „Der blutige Thron“ (eBook)
2. Platz: “Verschwörung der Templer“ (Taschenbuch, signiert) und „Der blutige Thron“ (eBook)
3. Platz: „Kianusch der Perser“ (Taschenbuch, signiert) und „Der blutige Thron“ (eBook)

Ich bedanke bei Jutta Ahrens für die Bereitstellung der Gewinne.

Hinweise:
1. Die Autorin freut sich natürlich über Kommentare, Anmerkungen und Feedback zu ihren Werken (oder auf eine Antwort zu ihrer Frage im Interview), sprich ihr könnt gerne einige Worte an sie richten 🙂
2. Solltet ihr das ein oder andere Buch bereits besitzen, sagt mir in der Mail Bescheid – ich versuche beim Auslosen Rücksicht darauf zu nehmen, damit niemand Bücher doppelt bekommt.

Jutta und ich sind gespannt auf eure Fragen, Ideen und Antworten – die Gewinner und das Leserinterview werden am 15.04.2017 auf diesem Blog präsentiert. Wir freuen uns auf eure Fragen.

Viel Glück!

[AUSWERTUNG] Gewinnspiel Tanja Meurer

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Hallo ihr Lieben,

es wird Zeit das Gewinnspiel aus der Special Week mit Tanja Meurer auszulosen. Einige von euch warten ja bereits auf das Leserinterview und die Gewinnerbekanntgabe. Bevor es soweit ist, will ich mich noch bei den Sponsoren der Preise bedanken: dem Incubus Verlag, Deadsoft Verlag und der Weltenschmiede, die die Buchpreis bereitsgestellt haben. Hier nun erstmal die Antworten auf eure Fragen:

Annabel: Kam jemand Fremdes schon einmal spontan auf dich zu und meinte „Hey, ich hab dein Buch gelesen und fand es echt super!“ oder so? Wie fühlt sich das an?

Wirklich selten, aber wenn es mal vorkommt, dann ist es wie … ich weiß nicht, es lässt sich sicher am ehesten damit erklären, dass danach der Tag rosarot (okay, für mich gold-grün durchleuchtet) ist und ich die ganze Zeit leise vor mich hin schwebe. Dann habe ich das Gefühl, nichts auf der Welt kann mir etwas anhaben und laufe ich zumeist mit einem nicht gerade intelligenten Grinsen durch die Gegend. Davon abgesehen will ich die Person drücken und knutschen, aber das ist so eine typische Woge, ein Gefühlsausbruch, der zwischen herum hibbeln und vor Freude heulen liegt.

Wie war das allererste Feedback zu deinem ersten Werk? Und von wem kam es?

Das kam 08. Januar 2013 von Beate (Gabriele) Tinney (ich nehme jetzt einfach mal „Glasseelen“, denn alles andere waren Kurzgeschichten und Kurzromane). Sie äußerte sich auf Amazon und ihrem Blog mehr als nur überschwänglich: ein neuer Stern am Mysteryhimmel.

Jenny: Ich hätte gerne gewusst: Ob sie bestimmte Lieblingsschauspieler und Lieblingsautoren hat??

Lieblingsschauspieler ist und bleibt Jack Palance 🙂 In seinen ersten Filmen war er der ewige Böse (Panic in the Streets – als Lungenpest infizierter Schwerverbrecher, Mörder ohne Maske – ein fanatischer Auftrags- und Mafiakiller, dem seine Gefühle zu einer Frau zum Verhängnis werden,  Eiskalte Rache – als charmanter, perfider Schauspieler, der sich für seine Ablehnung beim Film rächt, …). Er spielte aber genauso in Die Hölle von Okinawa einen sehr einfachen, naiven, gutherzigen Soldat, und in der Krimiserie Bronk war er Lieutenant Alex Bronkov, der mit Katze und gelähmter Tochter versucht, durchs Leben zu kommen. Genauso habe ich einen irren Faible für Sidney Poitier (Die Saat der Gewalt, Flucht in Ketten, In der Hitze der Nacht, Sneekers, Porgey and Bess, …). Für mich ist er einer der größten schwarzen Schauspieler, die es gibt.

Lieblingsautoren gibt es auch verdammt viele … Derzeit sind es allerdings in erster Linie Sachbuchautoren und Krimi-Autoren. Matthias Blazek ist mit Abstand der beste Sachbuchautor und auf Rangliste 1 bei mir. Er schreibt neutral, nicht meinungsbildend. Das ist für mich sehr wichtig. Joseph Hanson liebe ich (die Dave Brandstetter-Reihe ist genial). Hanson war selbst schwul und beschreibt das schwule Leben in den 60ern bis in die 90er sehr gut. In dieser Zeit lebt und arbeitet sein Protagonist, der alternde Versicherungsdetektiv Dave Brandstetter, der einen Hang zu jüngeren, schwarzen Männern hat und in einem auch seine große Liebe findet. John Ball ist Autor von „In der Hitze der Nacht“ (Inhalt: Es ist Mitte der 60er Jahre. Virgil Tibbs, ein schwarzer Polizist aus Boston, bleibt ausgerechnet in den Südstaaten hängen und wird des Mordes bezichtigt, kann sich aber von dem Verdacht befreien. Er sagt dem extrem rassistischen Chief Gillespie seine Hilfe zu, die dieser nur sehr ungern annimmt, denn für ihn stehen Ruf und Macht auf dem Spiel. Die beiden Männer vertreten grundverschiedene Ansichten. Als Mittler zwischen ihnen dient der Deputy, dessen Schwarzenhass nicht so stark ausgeprägt ist. Über die wenigen Tage lernen die drei Männer eines: Respekt vor seinem Gegenüber, weshalb es ihnen gelingt, den Fall zu lösen.)

Jenny: Und ob sie sich auch schon einmal vorgestellt hat oder denkt zu wissen, wer von den Figuren in Ihren Büchern die Rolle im Film spielen könnte, wenn ihre Bücher veröffentlicht werden würden als Film?? 🙂

Leider leben einige von den Schauspielern, die ich vage als Plot im Kopf hatte, nicht mehr. Bei Christoph Brehm (9mm) wurde ich das Bild von Raimund Harmsdorf (besonders in der Kommissar-Folge: Schwierigkeiten eines Außenseiters, von 1974) nicht los. Hier ein Bild daraus: http://www.eja-online.info/Videoarchiv/Archiv_5/Der_Kommissar/Bilder/78_Schwierigkeiten.jpg
http://image.tmdb.org/t/p/w185/tHzwnRtyZIaYVcuZnRO8zHcfkHQ.jpg
Harmsdorf entspricht (sogar mit Bart) meinem Christoph sehr gut; nicht nett, aber auch nicht böse, einfach ein gruffiger Zeitgenosse mit Verstand und Scharfzüngigkeit.

Für Desirée (Die Seelenlosen) hatte ich vom ersten Moment an Leslie Caron im Kopf: http://mylittleboudoir.com/wp-content/uploads/2011/01/Leslie-Caron.jpg
http://images.fineartamerica.com/images-medium-large/leslie-caron-ca-1955-everett.jpg
Sie passt (allein auch durch all ihre Rollen) perfekt zu Desirée.

Für die meisten anderen Charaktere habe ich lebende Vorlagen, so beispielsweise für Bernd Weißhaupt (Glasseelen / Der Rebell). Der Hauptkommissar ist stark angelehnt an einem meiner ehemaligen Gruppenleiter bei AREVA. Wesen, Aussehen, etc., selbst der Vorname stimmt. Auch Oliver und Camilla haben lebende Originale 🙂

Katharina: Ich bin großer Fan Ihrer Werke! Ich frage mich, wie Sie diese außergewöhnlichen Namen wie „Jaleel“ für Charaktere finden.

Merci 🙂

Auf Jaleel kam Juliane. Grundvoraussetzung von meiner Seite war – es sollte grob arabisch sein und klingen. Bei den anderen Namen aus den Seelenlosen habe ich starke Anleihe bei diversen meiner französischen Kollegen genommen. Élodie Rollier setzt sich aus Élodie Delbos und Gabrielle Rollier zusammen, Gwenael Chabod aus zwei anderen Kollegen, etc. 🙂 Für Charaktere mit grob französischem Hintergrund / Wurzeln, ist es immer praktisch, in einem französischen Großkonzern zu arbeiten.

Monja: Erstens: wie bringst du deine Figuren dazu lebendig zu werden, woher holst du dir die Inspiration, dass sie so werden, wie du sie dann schreibst?

Danke Dir 🙂 Ich beobachte Menschen und habe nie Probleme, mich in ihr Gefühlsleben und die Gedankenwelt einzufühlen. Über die Jahre habe ich eine recht gute Menschenkenntnis entwickelt und wirklich viele unterschiedliche Wesensarten erlebt. Von dem vordergründig leichtfüßigen, oberflächlichen Zeitgenossen bis hin zur wandelnden Schwermut, gepaart mit starken, psychischen Erkrankungen. Jede Person hat einen oder viele Gründe sich in der Form darzustellen, wie wir sie aufnehmen; hinter dieser Maske steckt immer eine Vielzahl an Erlebnissen und Erfahrungen, Ängsten Hoffnungen und Freuden. Kein Mensch ist zweidimensional. Durch Umfeld, Entwicklung und Lebensumstände wird die Einzelperson geprägt. All das lasse ich mit einfließen und denke weiter – wie sich welcher Charakter unter welchen Umständen entwickelt, etc. Anhand dieser Überlegungen bin ich während des Schreibens diese Person und fühle, was sie fühlt, denke wie sie und habe die gleichen Ideen und Bedürfnisse.

Monja: Zweitens: (das frage ich Autoren gerne 😉 ): was für ein Tier wärest du gerne, wenn du einen Tag lang eines sein dürftest?

Oh, das ist eine verdammt gute Frage – ich wüsste es nicht. Die meisten Tiere haben nicht die gleichen Möglichkeiten wie wir, soll heißen, sie sind eingeschränkter und nicht selbstbestimmt, insofern sie nicht wild leben. Den Wunsch wie die Vögel zu fliegen hatte ich nie, weil ich irre Höhenangst habe, zu schwimmen wie ein Fisch – nein, ich liebe Wasser, aber am meisten dann, wenn ich Boden unter den Füßen habe. Faul sein wie unsere Katzenmonster will ich auch nicht. Dafür bin ich zu hibbelig und den Auslauf von Geparden, Gazellen, etc. ersehne ich mir auch nicht. Irgendwie liebe ich Tiere unheimlich, aber ich komme nicht damit hin, eines sein zu wollen 😉 Blöde Antwort, oder?

Monja: Drittens: Was ist dein Lieblingsessen? (ich koche gerne, deswegen frag ich sowas)

Pizza, Eis, Hühnchen (was ich nicht vertrage), Joghurt, … Ich esse wie ein Kind, albern, oder?

Davon abgesehen koche ich auch irre gerne, aber selten Umständliches, Kompliziertes, einfach weil ich faul bin.

Monja: Viertens: brauchst du einen bestimmten Ort zum Schreiben oder reicht dir dein zu Hause oder geht es einfach überall?

Wenn ich die Möglichkeit habe, geht das Überall, aber es darf kein anderer tippen, sonst fliege ich aus dem Gedankengang. Lautes Tasten-Geklimpere irritiert mich vollkommen. Um mich kann es laut sein, Musik oder Film laufen, vollkommen egal, aber es darf keiner schreiben. Ich bin vollkommen Banane, oder?

Monja: Fünftens: was für ein Genre würde dich noch reizen, wenn es denn noch eines gibt?

Science Fiction, Kriegsromane, History (allerdings mit Krimi zusammen und in bestimmten Epochen). An letztem spinne ich schon eine Weile. Ich knorze an einer Krimireihe, die 1914 oder1919 beginnt und 1945 enden soll.

NadjaMit welchem Autor oder welcher Autorin hättest Du gerne mal zum Kaffee oder Wein zusammen gesessen?

Gar nicht so einfach … aber bei meinen besonderen Interessen …? Zuerst fallen mir Matthias Blazek, Bernd Udo Schwenzfeier (mit letzterem haben Jule und ich schon zusammengesessen und geklönt :)). Blazek ist der – für mich – beste Sachbuchautor in Sachen Kriminalhistorik. Bernd war Kriminalhauptkommissar und hat als Autor und Kriminologe einen unfassbaren Wissensschatz 🙂

Nadja: Kannst Du Dich nach dem Beenden eines Buches von Deinen Figuren verabschieden oder besuchen sie Dich weiter ab und an?

Oh, loslassen kriege ich nie hin – warum glaubst Du, schreibe ich Reihen? 😉 Meine Charaktere treten sich teils gegenseitig auf die Füße. Ich kann nicht anders und muss immer mehr über sie (nein, eher mit ihnen) schreiben.

Susanne:  Tanja, wenn du deine Romane schreibst, wie handhabst du es mit deinen Charas?

Meinst Du, wie baue ich sie in die Handlung ein (1.), oder möchtest Du wissen, wie ich sie aufbaue (2.)?

  1. Meistens bestehen die Charaktere schon und ich baue sie nur in das gewünschte Setting ein. Sie sind gezwungen, sich mit ihren ganzen Ecken, Kanten und Ängsten in die Handlung einzufügen. Das ist, als würde ich einen vollkommen normalen Menschen in die Situation eines Kriminalfalls, einer mysteriösen Begebenheit oder einer Serie von unheimlichen Vorfällen stecken. Einige kommen nach anfänglichen Schwierigkeiten damit klar (Oliver aus „Der Rebell“, Camilla aus „Glasseelen“ und „Der Rebell“, Marianne, Rim, Jaleel und Gwenael aus „Die Seelenlosen“, Madame Zaida, Hailey und Masters aus „Rauhnacht“, etc.), andere verwehren sich dagegen (Bernd Weißhaupt aus „Glasseelen“ und „Der Rebell“, Anabelle Talleyrand und Vaucason aus „Rauhnacht“, Jens aus „9mm“). Genauso können sie sich darauf einlassen und daran kaputt gehen wie Christoph Kowalski aus „Glasseelen“ und „Der Rebell“, Kerstin und Jamal Aboutreika, Christian und Michael aus „Der Rebell“, und Antoine Laribe aus „Die Seelenlosen“. Andere sind der Auslöser, so beispielsweise Daniel und Aman aus „Der Rebell“ und Christoph Brehm aus „9mm“.
  2. Ich baue sie wie normale Menschen auf. Bei allen orientiere ich mich an meinem Umfeld, meiner Menschenkenntnis und meiner Lebenserfahrung. Stereotype Charaktere mag ich nicht und nutze sie auch nie. Sie müssen stark, schwach, real und lebendig sein, nachvollziehbar und griffig.

Susanne: Wie merkst du dir wer welche Fähigkeit hat (wenn kein Mensch) und wer was kann?

Viele Jahre Menschenkenntnis und ein brauchbares Einschätzungsvermögen. Da ich keine Stereotypen nutze, komme ich nie durcheinander. Die Charaktere sind ohnehin immer um mich und mit all ihren Vor- und Nachteilen, Ecken und Kanten präsent.

Gabriele: Sehr gerne möchte ich an ihrem Gewinnspiel teilnehmen, jedoch kenne ich die Bücher nicht, interessiere mich aber dafür. daher wäre in dieser Sache meine Frage, um was handeln diese Bücher genau?

Hehehe, lässt sich schwer zusammenfassen. Basis der Bücher, die in der realen Welt spielen, sind oft historische Begebenheiten, die oft schon einige Spannung liefern, oder ich packe die Romane und Kurzgeschichten in einen historischen, meist sehr kritischen Hintergrund und lasse das als stilles Umfeld mit einfließen. Grundhandlung ist fast immer ein Krimi, der eigentlich fast immer in den unheimlichen Bereich abdriftet und sich verschiedener Genre bedient: Mystery, Fantasy, History, Steampunk; alle mehr oder weniger mit schwulen und lesbischen Aspekten.

Bei „Glasseelen“ war die Basis E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ und die Berliner Unterwelten, bei „Der Rebell“ ist es eine klassische Geisterhausgeschichte, aber in einem Buchladen und einem sehr alten Mehrfamilienhaus und mit dem Hintergrund eines Krimis, bei „Rauhnacht“ ist die Basis die politische Situation in Groß Britannien.  Victoria hatte in der Zeit Schwierigkeiten überhaupt von ihrem Volk ernst genommen zu werden, zugleich ernannte sie sich aber auch selbst zur Kaiserin Indiens … „9mm“ fällt etwas aus der Reihe und befasst sich unter anderem mit einem meiner Spezialgebiete, dem Kraftfahrer-Gewerbe. „Die Seelenlosen“, das ist ein Fantasy-Krimi … aber mein Tipp, ließ in die Leseproben und schau Dir die Klappentexte an 😉

Mana: Tanja hat mal erwähnt, dass sie früher auch Kinderbücher in altdeutscher Schrift gelesen hat. Was für „moderne“ Kinderbücher haben zu ihren Favoriten gezählt? Irgendwie kann ich mir bei ihr sowas Profanes, wie zb „Hanni und Nanni“ oder die „Jungs von Burg Schreckenstein“ gar nicht so wirklich vorstellen. Aber auch so spezielle Autoren wie sie fangen ja irgendwann mal klein an und waren wohl vorher ganz normale Lesekids :).

Hehehehe, bei „Hanni und Nanni“ hatte ich und habe recht schnell aufgesteckt, weil zu brav und langeilig. „Schreckenstein 1“ kam damals raus, als ich ein Kind war und klar – habe ich auch gelesen, aber ebenso alle „Fünf Freunde“-Bände, alles, was es in den 70ern und Anfang der 80er von den „Drei ???“ gab, bin aber ganz schnell auf Edgar Wallace-Gruselkrimis vom Goldmann-Verlag umgestiegen. Als Kind habe ich auch SciFi angefangen zu lesen. In meinen ersten Teeny-Jahren kamen dann die Stephen King-Romane hinzu (mein erster war die Bertelsmann-Ausgabe von „Es“, dem folgten „Carry“, „Cujo“ (oh, ich liebe das Buch! Was für ein Kammerspiel in der Enge eines Wagens!), „Christine“, „Friedhof der Kuscheltiere“, etc. Aber ich habe als Kind viel vorgelesen bekommen, beispielsweise „Don Quichote“, die Sammlung der „Yellow-Books“ von Oscar Wilde („Das Gespenst von Canterville“ war mein Liebling, weshalb ich auch jede Verfilmung davon konsumiert habe), Bücher von Carlos Castaneda (https://de.wikipedia.org/wiki/Carlos_Castaneda) – eigentlich nix für Kids. Was der Junge mit Drogen experimentiert hat … meine Fresse … Und natürlich E.T.A. Hoffmanns Gruselerzählungen (Favorit: „Der Sandmann“). In der Schule habe ich auch zum ersten Mal „Das Fräulein von Scuderie“ von Hoffmann in die Hände bekommen. Dieses Buch gilt als erster deutscher Kriminalroman der Literaturgeschichte. Es ist Wahnsinn insbesondere, da das Fräulein keine junge Frau ist, sondern eine 73-jährige Dame, die großen Einfluss auf den französischen Königshof hat, eine einflussreiche und (auch in der realen Historie) berühmte Dichterin, deren Protegé Louis XIV. war. https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Fr%C3%A4ulein_von_Scuderi

Ja, ich bin immer aus dem Rahmen gefallen 😉 Buchvorstellung 10. Klasse: „Der längste Tag“, ein Kriegsroman von Cornelius Ryan (Kriegsberichterstatter im 2. Weltkrieg): https://de.wikipedia.org/wiki/Cornelius_Ryan
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_l%C3%A4ngste_Tag

Mana: Mit welchem Alter hat Tanja angefangen zu schreiben und welche Art von Geschichten waren das dann? Bzw wie war da so der Werdegang?

Mit acht Jahren, weil mir die Kinderkrimis zu Harmlos waren und ich viel mehr auf Gruselzeug und vor allem Morde abfuhr. Also kamen alle möglichen (vollkommen dusseligen) Sachen zustande, die massiv daneben waren. Aber in den 80ern entwickelte sich alles langsam. Ich hatte einen Fantasy angefangen, der um Zwillingsschwestern ging, die im 19. Jhd. durch eine Art Feentor in eine andere Welt kamen (war aber noch sehr Einhorn- und Kitschlastig). Dann waren zwei Western dabei, die in der Zeit des Sezessionskrieges spielten (und natürlich nicht ohne Mord und Totschlag auskamen). Ich weiß noch genau, dass die Protagonistin Norma ziemlich viel aushalten konnte, bevor sie zum ersten Mal nach männlicher Hilfe brüllte. Der (verdammt blutige) Krimi „Die Schlange“ war mein großes Herzensprojekt, an dem ich geschrieben und gezeichnet habe wie eine Besessene. Das ganze Ding spielte in den 30er in Amerika. Dann kamen die ersten Trucker-Krimis (hey, ich war immer ein Hardcore-Fan von Trucks, der Serie „Auf Achse“, dem Wüstenrennen „Rallye Paris – Dakar“, …). Natürlich musste ich in dem Bereich was schreiben – und natürlich (was mein Vater nicht so toll fand) waren viele meiner Protagonisten schwarz. Dann kamen mehrere Krimis, die in den 50ern und 60ern spielten und natürlich die ersten Horror-Romane und SciFis. Meine erste Geschichte habe ich 1989 als Ausdrucke in der Schule verkauft (war ein Vamiprroman). Der Erlös ging in unsere Abschlussfahrt-Kasse für Südfrankreich 1990.
Danach kamen sehr viele Fantasy- und Horror-Romane, alle um Luca, Ayco, Justin und Co. 1997 erschienen die ersten im „Legendensänger“, einem Fantasy-Autoren-Heftchen von Chris Scheja. Nach und nach erschienen diverse meiner Kurzgeschichten und schließlich 2013 mein allererster Roman „Glasseelen“ 🙂 War ein langer Weg von 1981 / 82 bis heute.

Mana: Meine dritte Frage ist vermutlich typisch für mich :D: Hat Tanja eine bevorzugte Schreibmusik oder – und da würde ich fast drauf tippen – schreibt sie vorwiegend ohne Musik?

Bei „Glasseelen“ habe ich „Chaostar“ und „Mortem Vlad Art“ rauf und wieder runter gehört, alles von den beiden Bands, was Youtube zu bieten hatte. Bei „Night’s End – Der Wiedergänger“ waren es „Rhapsody“, „Infinity“ (Bandzusammenschluss von Nepal, Blackmore’s Night, Edenbridge, Rhapsody und Nightwisch für das Album Infinty https://www.youtube.com/watch?v=oD52uQcueU0), Blind Guardian und Avantasia. Die Mucke beflügelt 🙂 Bei „Der Rebell“ waren es „Die Ärzte“. Der Song „Der Rebell“ war Auslöser zu dem Buch https://www.youtube.com/watch?v=Rm4-dMca3GA und ich liebe ihn einfach 😀 Bei den Kurzgeschichten die Du kennst, habe ich keine Musik gehört, sondern mich teilweise auf das reduziert, was ich noch an Empfindungen und Bildern aus meiner Lehre in mir hatte. Wie in der Leserunde zu „Zusammen finden“ gesagt, habe ich damals in Mainz gelernt, direkt oben auf der Kupferbergterrasse, unterhalb des Kästrichs, wo „Hunger“ spielt. Das, was ich von der Zeit und den alten Bildern in unserem Archiv noch im Kopf hatte, die Aufnahmen, die wir in unserem Archiv hatten, waren ausnahmslos aus der Jahrhundertwende und der Zeit vor und während des 1. Weltkrieges, bzw. mit den Zerstörungen des 2. Weltkrieges. Du weißt ja, dass ich einen Hang zur Historik habe und mich gerne und oft damit beschäftige. Bei solch ersten Themen wie den Kriegen und dem was ich in „Herbst“ geschrieben habe, passt keine Musik, außer es sitzt ein einsamer Klavierspieler an meinem Piano, der alte Melodien, getragen und langsam spielt.

Vielen Dank an alle Teilnehmer – hier kommen nun endlich die Gewinner des Leserinterviews:

Platz03
3. Platz: Jenny

Platz02
2. Platz: Monja

Platz01
1. Platz: Mana

Außerdem hat Tanja aus ihrem Fundus noch 3 Trostpreise gespendet: je ein signiertes Exemplar von ihrem Debüt „Glasseelen“:

gewonnen haben: Annabel, Katharina und Nadja

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!
Bitte meldet euch bei mir unter Angabe eurer Adresse, damit ich euch eure Gewinne zuschicken kann.

Alle anderen bekommen im September 2016 eine neue Chance – dann haben wir Jutta Ahrens zu Gast. Ihr könnt euch schon jetzt auf tolle Rezensionen und Interviews freuen 🙂

Vielen Dank an alle Teilnehmer, Tanja Meurer für die tolle Unterstützung und Geduld, und natürlich an die Verlage für die Bereitstellung der Gewinne 🙂

Bis zum nächsten Mal,
Juliane

[GEWINNSPIEL] Tanja Meurer

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Wie immer endet die Special Week mit einem Gewinnspiel, bei dem ihr die Chance habt, die vorgestellten Bücher zu gewinnen. Dieses Mal gibt es je 2 Exemplare von „Die Seelenlosen“ und „Schweiß und Blut“ zu gewinnen, von „Rauhnacht“ gibt es in jedem Paket ein eBook im Wunschformat – vielen Dank an die Verlage, die die Preise zur Special Week gesponsert haben.

SIgnatur

1.Platz – „Die Seelenlosen“ mit Charaktersignaturen

Als besonderes Bonbon könnt ihr, das im Charakterinterview von Gwenael und Jaleel „unterschriebene“ Exemplar der „Seelenlosen“ gewinnen – das Buch wird natürlich auch noch von der Autorin mit einem Wunschcharakter bezeichnet und signiert. Dennoch ist dieses Werk in seiner Form einzigartig!

Wie immer müsst ihr eine Mail an Koriko@gmx.de schicken und mindestens eine Frage an Tanja oder an einen ihrer Charaktere stellen. Ihr dürft euch jede Figur ihrer Romane rauspicken, die ihr schon immer mal löchern wolltet – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Alle Fragen, die bis zur Deadline bei mir eingehen, werden bei der Gewinnerbekanntgabe von der Autorin beantwortet und als Leserinterview auf diesem Blog präsentiert.

Eure Fragen könnt ihr bis zum 22.05.2016 an die oben genannte Mailadresse schicken (bitte im Betreff “Gewinnspiel Tanja Meurer” angeben) – sie werden gesammelt und an die Autorin weitergeleitet. Unter allen Teilnehmern verlose ich nach Zufallsprinzip folgende Buchpakete:

1. Platz: “Die Seelenlosen“ (signiert von den Charakteren Gwenael und Jaleel!!), „9 mm – Schweiß und Blut“ und „Rauhnacht“ (eBook)
2. Platz: “Die Seelenlosen“ und „Rauhnacht“ (eBook)
3. Platz: „9 mm – Schweiß und Blut“ und „Rauhnacht“ (eBook)

Alle Bücher werden mit einem Wunschcharakter bezeichnet und sind signiert!

Ich bedanke mich bei den Verlagen Incubus, Deadsoft und der Weltenschmiede für die Bereitstellung der Gewinne.

Hinweise:
1. Tanja freut sich über Kommentare, Anmerkungen und Feedback zu ihren Werken (oder auf eine Antwort zu ihrer Frage im Interview), sprich ihr könnt gerne einige Worte an sie richten 🙂
2. Solltet ihr das ein oder andere Buch bereits besitzen, sagt mir in der Mail Bescheid – ich versuche beim Auslosen Rücksicht darauf zu nehmen, damit niemand Bücher doppelt bekommt.

Tanja und ich sind gespannt auf eure Fragen, Ideen und Antworten – die Gewinner und das Leserinterview werden am 25.05.2016 auf diesem Blog präsentiert. Wir freuen uns auf eure Fragen.

Viel Glück!

[BLOGGEBURTSTAG] Auswertung Gewinnspiele

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Hallo ihr Lieben,

es wird Zeit die 13 Buchpakete an den Mann bzw. die Frau zu bringen, die e sim Rahmen des Bloggeburtstags zu gewinnen gab. Insgesamt gab es 41 (!!) Bücher zu gewinnen, die mir von diversen Verlagen gesponsert wurden. Aus diesem Grund wurden die Pakete an 2 Tagen verlost – am 13.03.2016 und am 29.03.2016. Insgesamt haben über 40 Leute mitgemacht – ich bedanke mich für die vielen Teilnehmer und die lieben Kommentare. Letztendlich hat der Zufallsgenerator über die Gewinner entschieden.

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Gewinnspiel 13.03.216

  • Paket 1 – Jessy
  • Paket 2 – Alexandra Bergmann
  • Paket 3 – Sarah
  • Paket 4 – Jenny
  • Paket 5 – Annika Faiss

Gewinnspiel 29.03.2016

  • Paket 1 – samenature
  • Paket 2 – Ines Heindl-Beck
  • Paket 3 – Brigitte Böhm
  • Paket 4 – Kumo Maaß
  • Paket 5 – kittys411
  • Paket 6 – Jenny Siebentaler
  • Paket 7 – Angelika
  • Paket 8 – Gerd Duerner

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!
Diejenigen, die dieses Mal leider kein Glück hatten, sollten meinen Blog im Auge behalten – schon im Mai findet die nächste Special Week mit Tanja Meurer statt, bei der am letzten Tag wie immer Bücher verlost werden.

Bitte meldet euch via Mail mit eurer Anschrift bei mir. Aufgrund des schwullesbischen Lesefestivals QUEER gelesen, das ich organisiere, werde ich erst Anfang Mai dazu kommen, die Pakete zu verschicken. Danke für euer Verständnis.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Happy Birthday Gewinnspiel

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Hallo ihr Lieben,

heute vor 15 Jahren ging die Seite erstmals online, dementsprechend heißt es heute – Happy Birthday, „Like a Dream“! In den letzten Wochen gab es genügend Beiträge rund um den Blog, die Hintergründe und die Bloggerin – es gab einige tolle Ankündigungen und das erste Gewinnspiel ist ebenfalls vorüber (die Gewinner werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben). Auch habe ich so viele Glückwünsche und Kommentare bekommen, dass ich eins versprechen kann – ich werde den Blog so schnell nicht aufgeben und mich auch zukünftig bemühen, viele neue, ehrliche Rezensionen zu schreiben. Auf die kommenden Jahre ❤

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Zur Feier des Tages gibt es heute endlich auch das Bloginterview, das Pierre von „Ich liebe Fantasybücher“ vor einer Weile mit mir geführt hat. Er hat tolle Fragen gefunden, sprich es lohnt sich, vorbeizuschauen:

Bloginterview „Ich liebe Fantasybücher“

Natürlich findet auch heute wieder ein Gewinnspiel statt, denn ich habe noch immer einen Haufen Bücher bei mir liegen, die dringend ein neues Zuhause suchen. Da es mir schwer fällt die Pakete nach Genre zusammenzustellen, mixe ich einmal mehr bunt durcheinander:

Paket 1
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Männerbande (Sieben Verlag)
Der Gesang des Blutes (Albino Verlag)

Paket 2
Moviestar (Albino Verlag)
Rashminder Tage 1 (Deadsoft Verlag)
Breakaway (X-Scandal Books)

Paket 3
[3517] Anno Domini – Wir waren Götter (Incubus Verlag)
Der Flaneur (Albino Verlag)
David Roth & andere Mysterien (Deadsoft Verlag)

Paket 4
Jetzt sind wir jung (Albino Verlag)
In seiner Hand (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Raziels Erwachen (Deadsoft Verlag)

Paket 5
Die Schwimmbad-Bibliothek (Albino Verlag)
Der Klub der Ungeliebten (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Sunford (Sieben Verlag)

Paket 6
Homo Odyssee (Albino Verlag)
Lovestorys 1 – Vor dem Abschied (X-Scandal Books)
Pilsken und Pailletten (Deadsoft Verlag)

Paket 7
City Boy (Albino Verlag)
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Sunford (Sieben Verlag)

Paket 8 – lesbisch
Im Abseits der Lichter (Butze Verlag)
Tanz ins Flutlicht (Butze Verlag)
Herz auf Umwegen (Selbstverlag)

Um teilzunehmen hinterlasst einfach einen Kommentar welches Paket euch am meisten interessiert – natürlich könnt ihr auch für alle Pakete in den Lostopf hüpfen. Im Gewinnfall könnt ihr aber nur ein Paket gewinnen. Ihr habt bis zum 10. April 2016; 23.59 Uhr Zeit euch mit einem Kommentar zu melden, die Auslosung erfolgt am 12. April 2016. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr ein bisschen mehr schreibt – gerne zum Blog, was euch daran gefällt oder auch, was ihr nicht mögt.

Vielen Dank an die Sponsoren der tollen Gewinne:

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Teilnahmebedingungen:

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Gewinnspiel

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Hallo ihr Lieben,

Halbzeit beim Bloggeburtstag – Zeit für die erste große Verlosungsrunde, denn dank meiner lieben Sponsoren kamen soooo viele wunderschöne Bücher bei mir an, dass ich diese unmöglich an einem Tag verlosen möchte. Ihr habt also gleich zwei Mal innerhalb des Bloggeburtstages die Chance , tolle Buchpakete zu gewinnen. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen, hier die Buchpakete, die ihr ergattern könnt:

Paket 1:
Sunford (Sieben Verlag)
Lovestorys 1 – Vor dem Abschied (X-Scandal Books)
David Roth & andere Mysterien (Deadsoft Verlag)

Paket 2:
Traumweber (Incubus Verlag)
Breakaway (X-Scandal Books)
Männerbande (Sieben Verlag)

Paket 3:
Zenjanischer Lotus (ncubus Verlag)
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Pilsken und Pailletten (Deadsoft Verlag)

Paket 4:
Staub und Stolz (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Raziels Erwachen (Deadsoft Verlag)
Rashminder Tage 1 (Deadsoft Verlag)

Paket 5 – lesbisch:
Indianer im Kopf (Butze Verlag)
Herz auf Umwegen (Selbstverlag)

Um teilzunehmen hinterlasst einfach einen Kommentar welches Paket euch am meisten interessiert – natürlich könnt ihr auch für alle Pakete in den Lostopf hüpfen. Im Gewinnfall könnt ihr aber nur ein Paket gewinnen. Ihr habt bis zum 20. März 2016; 23.59 Uhr Zeit euch mit einem Kommentar zu melden, die Auslosung erfolgt am 31. März 2016 – dann wird auch das Gewinnspiel ausgewertet, das am 29. März 2016 stattfinden wird. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr ein bisschen mehr schreibt – gerne zum Blog, was euch daran gefällt oder auch, was ihr nicht mögt. Schön wären auch Kommentare, die ich am 22.03. (Autoren / Leser über Like a Dream) posten dürfte, denn an dem Tag kommen die Leser und Besucher zu Wort.

Vielen Dank an die Sponsoren der tollen Gewinne:

 

 

 

Teilnahmebedingungen:
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

[AUSWERTUNG] Gewinnspiel Paul Senftenberg

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Hallo ihr Lieben,

die Special Week mit Paul Senftenberg hat eine Menge Spaß gemacht und hoffentlich ist der ein oder anderen neugierig auf die Bücher geworden. Zeit das Gewinnspiel auszulosen – insgesamt haben uns Fragen von sieben Teilnehmern erreicht, die natürlich von Paul benatwortet wurden. Bevor ich die Gewinner bekanntgeben, könnt ihr hier nachlesen, was Paul zu den jeweiligen Fragen gesagt hat:

Ines: Wo schreibst du am liebsten und wann schreibst du?
Mit welchem Schriftsteller würdest du dich gerne mal plaudern und warum?
Hallo Ines – danke für deine Fragen!

Zur ersten: Ich schreibe eigentlich immer am Laptop am Tisch in meinem Arbeitszimmer. Dort habe ich völlige Ruhe und leise Musik im Hintergrund. Neue Kapitel schreibe ich immer vormittags; am Nachmittag lese ich den Ausdruck durch, korrigiere ihn, tippe die Änderungen ins Manuskript, drucke das erneut aus, korrigiere nochmals, tippe nochmals ein – und so weiter, bis ich endlich damit zufrieden bin. Und am nächsten Tag beginne ich mit dem nächsten Kapitel.

Mit wem ich mal gern plaudern würde? Mit meiner Autorenkollegin Jana Walther. Wir haben uns übers Internet kennen gelernt und schon sehr viele Mails ausgetauscht. Also haben wir ja eigentlich schon es öfteren miteinander geplaudert. Aber persönlich, from face to face, haben wir uns noch nie getroffen. Wir wohnen einfach viel zu weit von einander entfernt. Also mit Jana würde ich mich mal sehr gern auf einen Kaffee treffen. Wir sind ja, was unsere Literatur betrifft, Verwandte im Geiste.

Sabine:Wie kommst du auf deine Geschichten?
Wie entwickelst du deine Charaktere?
Wie entscheidest du, wie deine Protas heißen? Suchst du die Namen aus Namenssamnlungen aus, oder entscheidest du ganz spontan?

Dana: Ich würde gern wissen wollen, ob es für die Charaktere in den Büchern lebende Vorbilder gibt. Leute, die Paul Senftenberg beim Schreiben inspirieren, an denen man sich orientiert oder von denen man Eigenarten/Macken abschaut.
Hallo Sabine und Dana – auch euch herzlichen Dank für eure Fragen, die ich, weil sie einander ähneln, gleich auf einmal beantworten möchte.

Ich gehe einfach wach durchs Leben, würde ich sagen, und so „springen“ mich Geschichten geradezu an. Eine Beobachtung, ein Mensch, der mir interessant erscheint, eine Geschichte, die mir ein Schüler erzählt, aber auch mal eine Notiz in einer Zeitung oder die Aura eines ganz bestimmten Ortes, ganz allgemein auch das alltägliche Leben in dem Umfeld, in dem ich wohne, natürlich auch persönliche besonders freudige oder auch schmerzliche Erfahrungen – all dies kann den Prozess in Gang setzen, der schließlich zu einer Romanhandlung führt. Und genauso ist es mit meinen Charakteren, die meist eine Mischung aus Menschen sind, die ich persönlich kennen lernen durfte, und meinen Gedankenspekulationen. In einer Namenssammlung habe ich für sie noch nie blättern müssen, denn die Namen kommen mir ganz spontan, meistens ganz am Anfang, noch bevor ich wirklich viel über die Charaktere weiß.

Steffen: Bislang keines Deiner Bücher kennend, liebte ich sogleich die schönen Cover von “Eine ganz andere Liebe” und “Narben”, und mich interessiert, wer der Maler ist. Meine Frage bezieht sich auf Deine Zuwendung zur Novelle, denn ich mag diese, in der Literatur leider etwas unterrepräsentierte, Gattung: die verdichtete Konzentration auf ein Hauptthema innerhalb einer geschlossenen Form. Welchen speziellen Reiz bietet Dir die Novelle; bevorzugst Du sie eventuell gegenüber dem Roman?
Hallo Steffen – an Julianes Stelle möchte ich dir gleich selbst auf deine Fragen antworten. „Paul Senftenberg“ ist zwar ein Pseudonym, das ich mir erwählt habe, ich bin aber tatsächlich ein Mann 😉

Der Maler der Coverbilder von „Eine ganz andere Liebe“, „Narben“ und auch „Damals ist vorbei“ heißt Martin-Jan van Santen, er ist Holländer. Du findest Infos zu seinem Leben und seinen Bildern auf seiner Homepage http://www.martinjanvansanten.com. Ich selbst bin im Internet über seine Bilder gestolpert, die mir vorkamen wie direkt aus manchen meiner Bücher entsprungen. MJs Sicht der Welt und besonders der jugendlich-männlichen Schönheit – hier gibt es, obwohl wir beide in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen arbeiten, große Parallelen. Ich habe mir damals ein Herz genommen und ihn angeschrieben und hatte großes Glück: MJ war begeistert von der Idee, seine Bilder auf dem Cover meiner Bücher zu finden. Erfreulicherweise war auch der Verlag von dieser Idee zu gewinnen, was gar nicht so selbstverständlich war, denn die meisten schwulen Bücher ähneln, was das Cover betrifft, einander doch wie ein Ei dem anderen. So denke ich, dass sich meine Cover in positiver Weise von anderen unterscheiden. Bei den Covern für die Bücher aus dem Homo Littera Verlag haben wir uns dann für sehr aussagekräftige S/W-Fotos entschieden, die ich selbst im Internet erstöbert habe; auch hier war mit die Unterscheidbarkeit wichtig.

Zu deiner Frage bezüglich der Gattung der Novelle: Ich bin grundsätzlich ein wenig skeptisch gegenüber allen Büchern über 300 Seiten. Hat die Autorin/hat der Autor tatsächlich so viel Interessantes zu erzählen, dass mich das über so viele Seiten und so lange Lesezeit hinweg mitzureißen weiß? Nun ist klar, dass es sehr viele Romane gibt, die auch für mich gar nicht dick genug sein können, denken wir nur an Marquez oder auch die frühen Bücher von John Irving. Dennoch denke ich mir nicht selten bei der Lektüre von Büchern, dass die eine oder andere Kürzung nicht schlecht gewesen wäre. Was ich hingegen liebe, sind Kurzgeschichten oder eben auch Novellen, deren Narrativ geradezu aus dem Leben gerissen zu sein scheint. Wir begegnen den Protagonisten an einem entscheidenden Punkt ihres Lebens und verlassen sie einige Zeit darauf meistens in einer anderen solchen umwälzenden Situation, so wie es im Leben halt einfach ist. Der brillante erste Satz einer meiner liebsten Kurzgeschichten, Katherine Mansfields „The Garden Party“, lautet: „And after all the weather was perfect.“ Da können wir schon gleich mal drüber nachdenken, was dieses „And after all“ impliziert – herrlich! Und fall du sie noch nicht kennst ein Tipp: Lies Truman Capotes Short Stories „Der Baum der Nacht“. As good as it gets, würde ich sagen.

Mana: Mich würde interessieren:
1. Bevorzugst du eine spezielle Schreibmusik, um dich in die richtige Stimmung zu versetzen?
2. Gibt es einen Gay-Movie, den du als besonders gelungen und empfehlenswert empfindest?
3. Wie kommst du auf die doch recht speziellen Themen deiner Bücher?
Hallo Mana – danke auch dir für deine interessanten Fragen, wobei ich, denke ich, die dritte bereits oben bei anderen Teilnehmern beantwortet habe.

Aber zu den anderen beiden: Ich habe beim Schreiben tatsächlich gern Musik laufen, aber ganz leise im Hintergrund. Und da bevorzuge ich ruhige Musik, das kann Klassisches sein oder leicht Jazziges, Jamie Cullum zum Beispiel. Nicht zu laut, nicht zu aufwühlend – aber auch nicht zu einschläfernd. Werbung im Radio würde mich total aus der Stimmung werfen, in der ich mich beim Schreiben befinde. Wenn ich Musik in den Text integriere, spiele ich sie, während ich die Szene schreibe, und lasse sie dann beim Durchlesen auch dazu laufen, um abzuchecken, ob sie auch wirklich passt. Du kannst dir denken, dass ich bei Narben oft Wouter Hamel gespielt habe 😉

Puh, nur einen schwulen Film zu empfehlen, fällt mir wirklich sehr schwer. Ich finde praktisch alle über achtzig Filme, über die ich in Gay Movie Moments schreibe, toll, sie sind voller Szenen zum Niederknien. Doch ich will mich nicht um die Antwort drücken und entscheide mich jetzt mal für „Contracorriente“. Das ist ein Film aus Peru, der wie kaum ein zweiter von jenem magischen Realismus getragen ist, den Autoren wie Marquez oder Allende auch bei uns bekannt gemacht haben. Am Schluss der Abschied der zwei Männer voneinander, auf dem kleinen Boot im Meer – Gott, was habe ich da geheult! Aber jetzt dauert es ja nicht mehr allzu lang, ein halbes Jahr vielleicht, bis Gay Movie Moments herauskommt. Dann kannst du dich von einer langen Liste an Gänsehautmomenten des schwulen Films inspirieren lassen.

Sarah: Welches Fach/Welche Fächer unterrichtest du, Paul? Aus dem Interview habe ich entnommen das es Deutsch sein könnte.
Was ich sehr interessant finde, ist, dass dir der erste Satz deiner Geschichten sehr wichtig ist. Wenn der nicht sitzt dann geht nichts. Ich schreibe selber Geschichten und mir geht es da genauso, egal wie weit meine Idee im Kopf ist, solange ich den Anfang nicht habe, kommt die Geschichte auch nicht zu Papier.
Hallo Sarah – da geht es mir ganz ähnlich wie dir, auch ich lese am liebsten im Bett, und wenn mich eine Geschichte wirklich fesselt (wie zuletzt der Roman Herrlichkeit – soviel Herzklopfen hatte ich schon lang nicht mehr – und am Schluss die Augen voller Tränen!), kann es sehr spät werden.

Ja, der erste Satz scheint wirklich für viele Autoren von immenser Wichtigkeit zu sein. Ich habe mal drei Jahre an einem gefeilt und bin nicht weitergekommen, weil meine Sätze allesamt einfach zu kompliziert waren. Als dann plötzlich, von einem Moment auf den anderen, der richtige erste, ganz einfache Satz da war, ging alles weitere ziemlich rasch. Deshalb kann ich auch nicht verstehen, dass ich immer wieder Bücher aufschlage, bei denen man sich mit dem Beginn offenbar nicht allzu viel Mühe gemacht hat. Nur gaaanz selten kann ich mit einem Roman etwas anfangen, der mit einer direkten Rede beginnt – wie stehst du da dazu? John Irving, so kann man lesen, beginnt übrigens immer mit dem letzten Satz und rollt dann beim Entwerfen seiner Geschichte diese von hinten nach vorn auf; auf diese Weise ist ihm dann beim Niederschreiben vom Anfang bis zum Schluss stets sein Ziel vor Augen. Mir ist es bei Eine ganz andere Liebe ähnlich gegangen, da hatte ich auch als allererstes den letzten Satz.

Sarah, bitte verstehe, dass ich dir nichts Genaueres aus meinem persönlichen Umfeld erzählen kann. Ich habe ja ganz bewusst und nicht ohne Grund ein Pseudonym gewählt. Aber eines kann ich dir verraten: Ich unterrichte nicht Deutsch – obwohl das die meisten Leserinnen und Leser von einem Autor, der auch unterrichtet, wohl erwarten würden.

Biggy: Ich wüsste gern ob und wenn ja, welches Buch Paul gern verfilmen würde, und wen er sich als Hauptdarsteller aussuchen würde, wenn er die Wahl hätte?
Hallo Biggy – eine sehr coole Frage! Natürlich träume ich als Filmfan auch davon, dass mal eines meines Bücher verfilmt wird – ich glaube nur nicht wirklich daran, dass das auch mal passieren könnte. Und wenn doch, dann wäre das natürlich auch ein Wagnis; nicht selten hört und liest man von Autoren, die angesichts dessen, was Drehbuchautoren und Regisseure aus ihren Geschichten gemacht haben, entsetzt sind. Das gilt ebenso fürs Theater, denke ich. Aber man muss sich als Autor klar sein, dass es sich beim Buch und dem Film um zwei Medien handelt, die eben nicht nach den selben Gesetzmäßigkeiten funktionieren; und auch, dass wenn zehn Menschen ein und dasselbe Buch lesen, sie in Wahrheit zehn verschiedene Bücher lesen, so unterschiedlich „verstehen“ sie den Text und sehen ihn vor ihrem inneren Auge Gestalt annehmen.

Aber wie auch immer, ich kann mir grundsätzlich alle meine Texte als Filme vorstellen, schließlich habe ich ja, wie bereits in anderen Fragen und Antworten diskutiert wurde, einen sehr „filmischen“ Schreibstil; hier ist etwa die Abfolge von relativ kurzen Szenen genannt. Für die Besetzung würde ich mir junge, unverbrauchte Gesichter vorstellen. Ein Robert Stadlober vor zehn Jahren vielleicht, ähnlich wie in „Sommersturm“, ein Kodi Smit-McPhee zu Beginn seiner Karriere – Gesichter, in denen die Verletzlichkeit und der Selbstzweifel erkennbar sind, die viele meiner jungen Charaktere geradezu heimsuchen. Kennst du den brillanten (nicht schwulen) österreichischen Psychothriller „Ich seh Ich seh“ – die Zwillinge, die die zwei Protagonisten spielen – so spontan, so echt, so unvermittelt. Ein Regisseur, der das Herzblut meiner Geschichten teilt und Darsteller wie diese beiden entdeckt, das wäre was!

Vielen Dank an alle Teilnehmer – hier kommen nun endlich die Gewinner des Leserinterviews:

Platz033. Platz: Ines Schmidt

Platz02
2. Platz: Biggy

Platz011. Platz: Steffen Marciniak

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!
Bitte meldet euch bei mir unter Angabe eurer Adresse, dmait ich euch eure Gewinne zuschicken kann.

Alle anderen bekommen im Mai 2016 eine neue Chance – aufgrund des großen Bloggeburtstags im März verschiebt sich die nächste Special Week ein wenig, doch ihr könnt euch schon jetzt auf eine spannende Woche mit Tanja Meurer freuen..

Vielen Dank an alle Teilnehmer, Paul Senftenberg für die tolle Unterstützung, die Geduld und natürlich die Bereitstellung der Gewinne 🙂

Bis zum nächsten Mal,
Juliane

[GEWINNSPIEL] Paul Senftenberg

Banner Special Week_Paul

Mit dem obligatorischen Gewinnspiel endet die Special Week rund um Paul Senftenberg und seine Bücher. Ich hoffe sehr, dass ich euch ein wenig neugierig machen konnte und der ein oder anderen den tollen Werken eine Chance gibt. Um euch die Entscheidung eventuell zu erleichtern, habt ihr nun die Chance eines von 3 Buchpaketen zu gewinnen.

Dafür müsst ihr lediglich eine Mail an Koriko@gmx.de schicken und mindestens eine Frage an Paul oder an einen seiner Charaktere stellen. Ihr dürft euch jede Figur rauspicken, die ihr schon immer mal löchern wolltet (sprich ihr könnt auch gerne jemanden aus ihren anderen Romanen wählen).

Allerdings bittet der Autor darum, dass ihr auf allzu persönliche Fragen verzichtet, sprich es kann dieses Mal sein, dass er einige Fragen nicht beantwortet. BItte respektiert Paul Senftenbergs Wunsch – vielen Dank!

Alle Fragen, die im Laufe in den kommenden 15 Tagen gestellt werden, werden bei der Gewinnerbekanntgabe beantwortet und als Leserinterview auf diesem Blog präsentiert.

Eure Fragen könnt ihr bis zum 31.01.2016 an die oben genannte Mailadresse schicken (bitte im Betreff “Gewinnspiel Paul Senftenberg” angeben) – sie werden gesammelt und an den Autoren weitergeleitet. Unter allen Teilnehmern verlose ich nach Zufallsprinzip folgende Buchpakete:

1. Platz: “Hände“, „Damals ist vorbei“ und „Der Stammbaum“
2. Platz: “Hände“ und „Damals ist vorbei“
3. Platz: „Damals ist vorbei“

Alle Bücher sind signiert!

Ich bedanke mich bei Paul Senftenberg und den Verlagen für die Bereitstellung der Gewinne.

Hinweise:
1. Paul freut sich über Kommentare, Anmerkungen und Feedback zu seinen Werken (oder auf eine Antwort zu ihrer Frage im Interview), sprich ihr könnt gerne einige Worte an ihn richten 🙂
2. Solltet ihr das ein oder andere Buch bereits besitzen, sagt mir in der Mail Bescheid – ich versuche beim Auslosen Rücksicht darauf zu nehmen, damit niemand Bücher doppelt bekommt.

Paul und ich sind gespannt auf eure Fragen, Ideen und Antworten – die Gewinner und das Leserinterview werden am 08.02.2016 auf diesem Blog präsentiert. Wir freuen uns auf eure Fragen.

Viel Glück!

Gewinnspielauswertung

Hallo ihr Lieben,

wie versprochen, werte ich das Gewinnspiel zum Roman „Granatapfelrot“ noch vor Silvester aus. Insgesamt haben 10 Leute mitgemacht, daher habe ich den Gewinner mit einem „Dice of Doom“ ausgewürfelt. Dabei fiel die Nummer 2 und der zweiten Eintrag wurde von Wiebke Schneiderbauer geschrieben:

Gewinnerin

Herzlichen Glückwunsch – bitte teile mir deine Adresse via Mail mit (Koriko@gmx.de). Wenn ich es schaffe, schicke ich das Buch noch in diesem Jahr ab. Ansonsten geht es als Neujahrspäckchen raus. Allen anderen danke ich für die Teilnahme – das nächste Gewinnspiel kommt bereits in der zweiten Januarwoche – im Rahmen der Special Week mit Paul Senftenberg – also schaut in den kommenden Tagen wieder vorbei.

Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr,
Juliane

[INTERVIEW] Ines Schmidt + Gewinnspiel

Ines Schmidt wurde in einem kleinen transilvanischen Städtchen geboren. Im Kleinkindalter konnte sie mir ihren Eltern nach Deutschland ausreisen. Ihre Kindheit und Jugend verbachte sie in Nürnberg. Nach ihrer Schulzeit machte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Behindertenwerkstatt. Mehrere ines-autorenbild1Jahre arbeitete sie in den Sommerferien bei einer Freizeitgestaltung für Behinderte und ihre Familien mit. Zum Studium ging sie nach Würzburg. Danach zog es sie tiefer in den Süden. Sie lebte und arbeitete ein paar Jahre in München und begleitete, beziehungsweise leitete, Menschen mit Handicap bei deren Arbeit an. Um den Bergen noch näher zu sein, zog sie vor mehreren Jahren ins Voralpenland. Heute lebt und arbeitet sie südöstlich von München.

In ihrem Roman Granatapfelrot kartographiert Ines Schmidt das Innenleben zweier Männer und deren Zerrissenheit zwischen moralischer Hemmung und triebhaftem Verlangen. Ihr Debütroman handelt vom Übermut und von der leichtfertigen Entscheidungsfreude junger Menschen, einer Leichtigkeit, die sich mit den Jahren des Älterwerdens verliert und einer Identitätssuche weicht, geprägt durch Gefühlskonflikte, sexuellem Begehren und der Erfahrung des Todes.

Facebook – Fanpage zum Buch

Bitte erzähl uns ein wenig mehr von dir. Was machst du in deiner Freizeit?
Da sind so viele Dinge, die ich gern mache: Ich wohne nahe an den Bergen und bin sehr gern in der Natur. Wandern, Radfahren, im Garten faulenzen, in meinem Strandkorb sitzen und die Zaunfreiheit zu meinen Nachbarn genießen, im Kino laut lachen, bei Linkin Park, Depeche Mode und Placebo laut aufdrehen, keine dicken Wälzer lesen, mit meiner Katze kämpfen, im See baden, zum zigten Mal Gedichte von Erich Fried, Else Lasker-Schüler und Rilke lesen, Eis im Becher essen, am Meer spazieren gehen, Pilates-Übungen, Filme anschauen, die mich zum Heulen bringen, mit dem Wohnmobil nach
Skandinavien reisen und Polarlichter bestaunen (großer Wunsch!), Urlaub in Italien, Kroatien und an der Ostsee machen, nach Berlin fahren, lange Schlafen, ein Glas Rotwein trinken und ein gutes Gespräch führen, Konzerte besuchen, im Garten arbeiten, mit meiner Familie Ausflüge unternehmen, meine Blumen fotografieren, … und natürlich Schreiben.

Welchem Job gehst du hauptberuflich nach?
Ich habe Sonderpädagogik studiert und arbeite momentan in der Beratung von Eltern, Lehrern und Schülern.

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen? Gab es einen Auslöser, der dich zum Schreiben brachte?
Begonnen zu Schreiben habe ich wie viele 12-jährige Mädchen mit Tagebucheinträgen und seit dieser Zeit schreibe ich auch gern Gedichte. Dann gab es etliche Jahre Stillstand.

Wie viel Zeit brauchst du, um ein Buch zu schreiben?
Ich habe ehrlich gesagt nie auf die Zeit geachtet. Es sind aber sicher viele Monate.

Was sind Deine aktuellen Projekte? Auf was können sich die Leser als Nächstes freuen?
Im kommenden März bin ich auf der Leipziger Buchmesse und bei „Leipzig liest!“ dabei. Wie das alles ablaufen wird, weiß ich selbst noch nicht. Aber ich freue mich darauf, auch diese Buchmesse erleben zu können.
Was das Schreiben betrifft, gibt es noch eine alte Liebesgeschichte, die ich bereits vor einigen Jahren geschrieben habe und die seither auf meinem Rechner ruht. Sie handelt von einem Brüderpaar und einer Frau, die zwischen deren Fronten gerät. Diese fordert meine momentane Aufmerksamkeit, da
mir viele Passagen nicht mehr gefallen und ich sie überarbeiten möchte.

Granatapfelrot“ war dein erster schwuler Roman. Wie bist du auf die Idee dazu gekommen? Warum ein schwuler Liebesroman? Gibt es dafür einen besonderen Grund?
Zu dem Roman gibt es eine Vorgeschichte, man könnte es auch ein Warm-up nennen. In der Figur der Jakobine stecken zwei Menschen, die mir nahe stehen. Diese Vorgeschichte war eher ein experimenteller Versuch und behandelt in lakonischer Schreibweise die Beziehung zwischen Jakobine und einem Mann. Ich hatte mich durch ein Video inspirieren lassen, das in drei Teile aufgebaut war: Geburt, Leben, Tod. Ich mischte Momentaufnahmen aus dem Video mit eigenen Bildern und ließ Jakobine erzählen, von ihrem Leben bis hin zum Beginn ihres Vergessens. Am Ende blieben David, ihr Bruder, und der Mann, den ich schließlich Joshua nannte, zurück. Es vergingen etliche Wochen und die beiden Männer ließen mich nicht los. Sie forderten ihre eigene Geschichte.

Strandkorb

Das Thema Demenz ist nicht so einfach – wie bist du darauf gekommen, gerade diese Thematik in „Granatapfelrot“ einzuarbeiten?
Das ist ein großer, persönlicher Teil, wie ich schon erwähnt habe. Meine Oma war dement. In meiner Kindheit und Jugend war sie ein wichtiger Teil meines Lebens und es war der bisher sonderbarste Moment in meinem Leben, von ihr mit „Sie“ angesprochen zu werden. In dem Augenblick war die Krankheit so unverrückbar real und grausam. Es sind meist persönliche Erlebnisse, die in „Granatapfelrot“ geschildert werden. Nicht anders ist es mit der Osteogenesis Imperfecta, den Glasknochen von Jakobine. Zu dieser Form von Behinderung habe ich auch einen engen persönlichen Bezug. Was diese Teile der Geschichte betreffen, war ich somit direkt vor Ort. Beide Themen haben mich fortwährend beschäftigt und zum Schreiben verleitet.

Du hast auch Kurzgeschichten geschrieben – was liegt dir mehr: kürzere Geschichten oder Romane?
Einfacher empfinde ich ganz klar Kurzgeschichten. Ihre Geburt ist quasi schmerzfreier und schneller. Da ploppt eine Idee in meinem Kopf und zwei Stunden später ist eine kleine neue Welt entstanden.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Verlag? Wie produktiv war die Zusammenarbeit mit Lektor und Verleger?
Die Zusammenarbeit war völlig unkompliziert und ich liebe unkompliziert! Jannis, mein Lektor, ist mit mir auf Verbesserungsreise gegangen, während gleichwohl der „Löschzug“ ein paar Mal über das Manuskript fahren musste. Jannis hat zum ersten Mal ein Buch lektoriert und ich habe zum ersten Mal mit jemandem zusammen an meinem Manuskript gearbeitet. Per Mail-Kontakt ging das prima. Feedback ist mir wichtig und lässt mich gezielter arbeiten. Ich arbeite generell viel lieber im Team als alleine. Natürlich ist Schreiben ein Prozess, den man alleine tut. Umso wichtiger empfinde ich den Austausch.

Mit Sevastos, meinem Verleger, habe ich schließlich telefoniert. Leider ist es für mich nicht so einfach mal schnell nach Frankfurt zu fahren. Das waren für mich produktive Gespräche, da ich ja ein völliger Neuling in dieser Branche bin. Der Geschichte fehlte z.B. lange der passende Titel. Der Arbeitstitel war wenig originell und alle eingebrachten Vorschläge von Jannis und mir empfanden wir eher 08/15 mäßig. Dann hatte Sevastos die Idee mit „Grantapfelrot“ und ich dachte: Das ist es! Und der Leser findet die Auflösung des Titels beim Lesen – vielleicht mit einem Schmunzeln auf den Lippen.
Ich wurde über die Schritte, die Ideen, die für die Fertigstellung des Buches nötig waren, informiert, konnte zu allem „meinen Senf“ abgeben und meine Anmerkungen wurden immer gern berücksichtigt. Ich kann allen Beteiligten wirklich nur ein großes Lob aussprechen. Das Ergebnis ist ein optisch wundervolles Buch, welches man gern in die Hand nimmt.

Welche Figur ist deine Lieblingsfigur und warum?
David. Ich bin ein Einzelkind und habe meine Freunde immer um ihre Geschwister beneidet. Außerdem ist David ein toller Lehrer!

Können Fans in Zukunft auf weitere Werke hoffen?
Das hoffe ich natürlich selber! Versprechen kann ich nichts, aber hoffen ist immer gut. Hoffnung ist der Motor, der einen antreibt. Ich hatte viel Glück auf den Größenwahn Verlag zu stoßen und ohne Hoffnung, einen Verlag für mein Manuskript zu finden, hätte ich nie die Energie aufgebacht, mich auf den Weg zu machen. Mit dem Schreiben ist es nicht anders. Auf meinem Rechner sind mehrere Anfangsideen zu Geschichten gespeichert. Meist kurze Begegnungen zwischen zwei Perso
nen, die nun darauf warten näher miteinander in Kontakt zu kommen, um in ihrer eigenen, längeren Geschichte zu landen.

Welches Genre bevorzugst Du?
Beim Schreiben wie beim Lesen mag ich realistische Geschichten am liebsten. Ob Krimi, Liebesroman oder Kurzgeschichte. In der Lyrik hingegen liebe ich auch das Fantastische. Beim Schreiben steht bei mir am Anfang meist eine real erlebte Situation, die in meinem Kopf zu einem festen Bild wird, um das sich dann langsam eine Geschichte spinnt.

Was empfiehlst du Jungautoren? Den Gang zum Verlag, oder der Versuch
in Eigenregie?

Puh, da bin ich wirklich keine Expertin, da ich insgesamt wenig Erfahrung habe. Die Veröffentlichung meines Romans beim Größenwahn Verlag ist für mich sehr gut gelaufen, denn generell bin ich an die Sache ziemlich naiv herangegangen. Habe anfangs einfach verschiedene Verlage angeschrieben, in der
vagen Hoffnung auf ein positives Feedback. Über den Mailkontakt – trotz zahlreicher Absagen – haben mich fremde Menschen unterstützt und mir z.B. Tipps gegeben wie ich mein Exposé verbessern könnte oder mich weiterempfohlen. Das waren unverhoffte und schöne Erlebnisse, die mich motiviert haben, dran zu bleiben.

Ich hatte diesen Traum im Kopf, eines Tages mein Buch in Händen zu halten. Kaum jemanden in meinem Umfeld habe ich davon erzählt, da ich selbst meinte, etwas völlig Unmögliches zu wollen. Mir war es schlussendlich wichtig, das Gefühl zu haben, alles für mich Mögliche versucht zu haben. Hätte es mit dem Verlag nicht geklappt, hätte ich es vermutlich auf einem anderen Weg versucht. Vor einigen Jahren z.B. habe ich bei Books on Demand in Eigenregie einen kleinen Gedichtband veröffentlicht. Ich denke, es gibt hier kein Besser oder Schlechter. Ausschlaggebend ist das Wagnis sich auf den Weg zu machen und für alles offen zu sein, was einem dabei so passieren kann. Nach dem Motto: Dare to dream big!

Wie wichtig ist das Thema Liebe?
In „Grantapfelrot“ ist die Liebe das zentrale Thema. Davids Liebe zu seiner Schwester ist grenzenlos. Sie bestimmt jede seiner Handlungen und sein Denken gegenüber Joshua. Sie steuert sein Leben. Wen man jemanden aus ganzem Herzen liebt, ist man besonders verletzlich und angreifbar. David erfährt dies einmal mehr, als er sich seine Gefühle für Joshua eingesteht.

Liest du Gay Romance oder realistische Gay-Romane?
Um ehrlich zu sein, lese ich wenig schwule Literatur. Aber wenn, dann realistische Geschichten. Ich habe gerade mal eine Hand voll Romane im Regal stehen, darunter „Der Langstreckenläufer“ von Patricia Nell Warren. Mein erstes Buch, vor mehr als 15 Jahren war der Jugendroman „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel. Er hatte mich damals mit seiner Sprache und Erzählweise überzeugt. Ich schreibe lieber, als selbst darüber zu lesen.

Wie findest du den deutschen Markt im Gay Bereich? Wo siehst du ihn (und dich als Autor) in ein paar Jahren?
Ich verfolge den Markt nicht bewusst, aber während ich sämtliche Verlage anschrieb, hatte ich mich natürlich mit deren Verlagsprogrammen beschäftigt. Mittlerweile gibt es wohl alles was das Herz begehrt. Wo ich mich in ein paar Jahren sehe? Ich lasse mich überraschen und habe mich jetzt auch nicht ausschließlich dem Gay-Bereich verschrieben.

Was würdest du deine Leser fragen?
Speziell zu „Granatapfelrot“ würde ich fragen: Was hat dich dazu bewegt das Buch zu lesen? Welche Szene hat dir am besten gefallen und warum? Wie unterscheidet sich deiner Meinung nach „Granatapfelrot“ von anderen Büchern? Eine Frau schreibt über Männer – Wie gut ist es mir gelungen in die Rolle zweier unterschiedlicher Männer zu schlüpfen? Gibt es eine Stelle im Roman mit der du das am besten belegen würdest? Welches ist deine Lieblingsfigur – was bewirkt sie bei dir?

Deine Worte an die Leser?
Ich möchte mich für die zahlreichen, positiven Reaktionen bedanken! Es ist ein großes Erlebnis für mich, dieses Buch in Händen zu halten und andere mit auf die Reise zu David und Josh nehmen zu können. Es ist wahrlich ein Traum für mich in Erfüllung gegangen, der mit den Worten aus Benedict Wells Roman „Fast genial“ begann: „Das Wichtigste ist, dass du deine ganzen beschissenen Träume und Hoffnungen packst und sie nie mehr loslässt … Doch selbst, wenn du schon kaum mehr an dich glaubst, du darfst sie nicht loslassen.“ Der Satz hat mich wieder daran erinnert, dass ich bereits zu Schulzeiten diesen Traum vom eigenen Buch hegte und ihn mit den Jahren beinahe vergessen hatte. Der Satz war somit der Tritt in den Hintern, den ich gebraucht habe, um mich etwas zu wagen, das mir völlig utopisch erschien.
Im Oktober hatte ich auf der Frankfurter Buchmesse schließlich ein nettes und für mich besonderes Erlebnis. Nach der Buchvorstellung kam eine Zuhörerin auf mich zu und meinte, sie müsse mein Buch unbedingt lesen. Sie hätte sich durch mein Interview besonders angesprochen gefühlt – … es gäbe da gewisse Parallelen zu ihrem Leben … Es waren wenige Worte, die wir teilten. Aber sie war da, die Verbindung – wegen meines Buches! Danke dafür!

Vielen lieben Dank für das tolle, informative Interview.
Auf Facebook gibt es auf der Seite „Granatapfelrot“ die neuesten Infos zum Buch und ums Buch herum.

weihnachtlichGewinnspiel:

Jetzt habt ihr die Chance das wundervolle Buch „Granatapfelrot“ von Ines Schmidt zu gewinnen. Dazu müsst ihr euch einfach nur mit einem Kommentar unter diesem Beitrag melden – gerne könnt ihr die Fragen der Autorin beantworten, insofern ihr „Granatapfelrot“ kennt, ansonten könnt ihr ja auch schreiben, was ihr euch von diesem Buch versprecht.

Einsendeschluss ist der 27.12.2015, die Gewinner werden noch in diesem Jahr bekanntgegeben.

Like a Dream bedankt sich beim Größenwahn Verlag für die Bereitstellung des Romans.