[ROMAN] Micah von Tina Filsak

Autor: Tina Filsak
Taschenbuch: 486 Seiten
ISBN: 978-1512078640
Preis: 6,99 EUR (ebook) | 16,08 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Der junge Musiker Micah hat mit seinem Leben abgeschlossen, seitdem bei ihm Lungenkrebs im Endstadium festgestellt wurde. Ohne Freunde und Verwandte sieht er dem Ende entgegen, lediglich die wöchentlichen Besuche in einer Bar gönnt er sich. Dort lernt er auch den geheimnisvollen Darius kennen, zu dem er sich schnell hingezogen fühlt. Dieser erwidert die Gefühle nicht nur, er ist auch kein einfacher Mensch, wie Micah irgendwann feststellen muss. Er hat sich mit einem Vampir angefreundet, der in Micah seinen Gefährten erkennt und diesen schließlich ohne Einwilligung an sich bindet. Dass er damit Micahs verborgene Dhampir-Seite weckt, ahnt niemand, doch der junge Musiker verwandelt sich kurz darauf zu einem Halbvampir. Damit ist nicht nur Micahs Leben gerettet und er hat unfreiwillig einen Gefährten an seiner Seite – er findet bei den Vampiren von L.A. ein neues Zuhause. Dies beinhaltet auch den Vampir Dio, der Micahs zweiter Gefährte wird und den selbstzerstörerischen Rodney, der sich nichts sehnlicher wünscht als der Lakai (Sklave) eines Vampirs zu werden …

Eigene Meinung:
Der Roman „Micah“ stammt aus der Feder Tina Filsaks und markiert den Auftakt einer längeren Reihe, in der es um Micah, seine Freunde und die Geheimnisse seiner Vergangenheit geht. Aufgrund der detaillierten, expliziten Sex- und BDSM-Szenen ist der Roman nichts für zarte Gemüter: man wird mit Gewalt, Dominanz, Unterwerfung und harter Erotik konfrontiert.

Inhaltlich beginnt das Buch durchaus spannend, wenngleich man eine Weile braucht, um in Micahs Welt einzutauchen und sich auf die Figuren einzustellen. Dennoch kommt es immer wieder zu kleineren und größeren Logiklöchern, die das Lesevergnügen schmälern. Zudem schweift Tina Filask irgendwann von der Hauptgeschichte ab und widmet sich fast ausschließlich der Erotik und den vielen BDSM-Szenen. Spätestens ab der Hälfte spielen die Hintergrundgeschichte, die Intrigen innerhalb der Vampirgesellschaft und die vielen interessanten Ansätze keine Rolle mehr, denn es geht nur noch um das Eine: Sex, Gewalt, Unterdrückung und BDSM. Sicherlich weiß der Leser im Vorfeld, worauf er sich einlässt (immerhin wird ja ausführlich darauf hingewiesen), doch die schiere Masse wirkt einfach erschlagend. Weder die Rahmenhandlung noch die Charakterentwicklung spielt noch eine Rolle, stattdessen darf man Micah eine gefühlte Ewigkeit bei Rodneys Probewoche zum Sklaven begleiten. Inwiefern das realistisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich mich mit der Szene nicht auskenne, doch es ist weder unterhaltsam noch spannend. Da hilft auch die Aussicht auf einen zweiten Teil nicht, da zu viele Dinge offen bleiben und man nicht einmal sicher sein kann, dass sie im zweiten Band geklärt werden.

Unangenehm fällt auch auf, dass bei Problemen fast sofort eine Lösung gefunden wird – zumeist ohne, dass es im Vorfeld passende Hinweise gibt. Auch die Tatsache, dass fast immer Micah derjenige ist, der die zündende Idee hat oder plötzlich die passende Fähigkeit entwickelt/aufweist, fällt mit der Zeit auf die Nerven. Der Rat will eine apathische Frau befragen und braucht einen Empathen, der die Verbindung zu ihren Gedanken und Erinnerungen herstellt (eine seltene Fähigkeit, wie man erfährt) – Micah kann dies natürlich ohne vorherige Übung oder einer Andeutung, dass er diese Dinge vorher beherrscht hat. Dio sucht einen perfekten Dom, um sich selbst zu geißeln – Micah ist der perfekte Mann für den Job, obwohl in der Geschichte (zu diesem Zeitpunkt, später wird gesagt, dass er durchaus Erfahrungen als Meister hat) niemals etwas Derartiges angedeutet oder gesagt wurde. Konflikte und mögliche Spannungskurven können sich überhaupt nicht entwickeln. Das Problem taucht auf und wird drei Seiten später mit neuen Kenntnissen und Fähigkeiten von Micah aus der Welt geschafft.

Neben der eher mauen Geschichte können auch die Charaktere nicht überzeugen. Das Hauptproblem ist Micah, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. In ihm finden sich nahezu alle Züge einer typischen Gary Sue (Mary Sue) vereint, die es gibt: er wird von einer schrecklichen Vergangenheit gebeutelt, hat zu Beginn keine Freunde und ist traumatisiert. All das ändert sich, als er von Darius gebissen wird und sich in einen Vampir verwandelt (oder doch Dhampir?): er wird stärker, optisch wesentlich hübscher, seine Fähigkeiten sind schlagartig so überragend, dass er ohne Probleme Aufgaben bewältigt, an denen alte Vampire scheitern, er hat einen großen Freundeskreis und mehrere Männer verlieben sich in ihn. Es gibt nichts, was ihm nicht auf Anhieb gelingt – perfekte Kontrolle über seinen neuen Körper, empathische Aufgaben und Aktionen gelingen ihm ohne Probleme, der perfekte Dom für jeden Sub in L.A. Er scheint keine Fehler zu haben und keine zu machen, als seien Darius, Dio und all die anderen nur Randfiguren, die vollkommen unsicher durch die Geschichte stolpern. Dadurch wird Micah dem Leser immer unsympathischer – er hat keine Macken oder Fehler, die ihm ein wenig Tiefgang verleihen. Selbst seine extreme Vergangenheit und die vielen Probleme seiner Kindheit scheinen nie wirklich Einfluss auf seinen Charakter genommen zu haben.

Das sorgt leider dafür, dass die übrigen Figuren mitunter dämlich und unlogisch daherkommen: Darius‘ Unsicherheit passt nicht zu einem solch alten, gestandenen Krieger. Er wirkt die Hälfte der Zeit verunsichert und kindisch, auch Micah denkt im Grunde selten positiv von ihm. Man fragt sich wirklich, was genau Micah an ihm liebt, so deutlich er immer wieder seine Abneigung zur Sprache bringt. Einzig Dio ist ein angenehmer Lichtblick, wenngleich er zu devot und unterwürfig ist, für einen Krieger. Dennoch ist der stille, zurückhaltende Vampir der einzige, den man halbwegs nachvollziehen kann. Dass er im Laufe der Handlung stark zurückstecken muss, ist bedauerlich, doch die Szenen mit ihm zählen zu den Highlights des Buches. Der dritte Mann in Micahs Leben ist Rodney, der den Dhampir als Meister auserkoren hat und alles daran setzt diesen von seinen Qualitäten zu überzeugen. Ihn kann man leider fast gar nicht nachvollziehen, zu extrem sind dessen Wünsche und Ansichten für Leser, die sich nicht in der BDSM-Szene auskennen und diese nicht nachvollziehen können.
Die restlichen Figuren sind sehr blass und haben kaum Tiefgang. Das betrifft sowohl die Vampire um Micah, als auch die anderen Wesen. Sie wirken weder lebendig, noch authentisch – sowohl ihre Gedanken und Hintergründe bleiben im Verborgenen. Der zentrale Dreh- und Angelpunkt ist Micah, um ihn herum sind alle anderen Charaktere ausgerichtet und um ihn zirkulieren sie, sowohl in ihren Dialogen, Aktionen und Handlungen.

Stilistisch ist „Micah“ Geschmackssache – Tina Filsak hat durchaus einen soliden Stil, doch zumeist beschränkt sie sich zu sehr auf erotische Szenen. Gerade Dialoge und Kampfszenen glücken ihr nicht, Beschreibungen der Umgebung sind ebenfalls nicht ihr Ding. So weiß man zu Beginn lange nicht, wo die Geschichte spielt und kann sich das Umfeld und die Gegebenheiten nur schwer vorstellen. Mitunter sind die Szenen auch verworren aufgebaut, so dass man der Handlung teilweise nicht folgen kann, insbesondere wenn Logiklücken vorhanden sind oder Figurenplötzlich Dinge können, die sie vorher nicht beherrscht haben.

Fazit:
Alles in allem kann „Micah“ nicht überzeugen, da Tina Filsak zu viel Zeit für BDSM, Erotik und Drama aufwendet, anstatt die Rahmenhandlung voranzutreiben. Zudem hat sie mit Micah einen Übercharakter erster Güte generiert – ein Gary Sue, der alles kann und jede andere Figur, gleich wie alt oder mächtig, überflügelt. Das macht die Geschichte leider weder spannend noch gut lesbar, so dass ich für „Micah“ so gar keine Empfehlung aussprechen kann. Mag sein, dass BDSM-Fans die Schilderungen spannend und ansprechend finden, zartere Gemüter und Romantikfans werden mit „Micah“ sicher nicht glücklich.

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Veröffentlicht am 3. September 2015 in 1 Stern, Drama, Erotik, Fantasy, Gay, Rezensionen und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 17 Kommentare.

  1. Ich nicke hier gerade. Du hast es noch mal viel ausführlicher in Worte gefasst und ich stimme dir zu. Wäre es anders herum gewesen, den ganzen Sex raus, dafür mehr Inhalt rein – es hätte ein solides, gutes Buch sein können.

    Selbst für einen Gary-Sue, ich gestehe, ich lese diese Art Charakter ab und zu ganz gerne. *gg*

    • Na, dann bin ich froh, dass auch andere das so sehen. Ich hab versucht meine Gedanken in Worte zu fassen und alles ausführlich zu begründen. Es ist halt alles Geschmackssache – das ist klar, aber für mich war’s zuviel Sex.

      Und mit dem Gary Sue – solche Figuren mag ich nicht. Jeder hat Fehler, niemand ist perfekt. Solche Figuren kann man nicht greifen und nachvollziehen – erst kleine Macken machen jemanden sympathisch: mit der Grund weswegen ich Darius und Dio wesentlich mehr mochte als Micah (wobei das auf alle anderen Figuren des Buches zutrifft ;)).

  2. Eine tolle Rezension. Ich muss gestehen das ich mit den BDSM Szenen mit Rod an sich nichts hatte, aber der Charakter bekam viel zu früh die ganze Aufmerksamkeit, und so war es mir doch zu viel, da ich ja erst mal mehr über die Entwicklung der Beziehung zwischen Micah, Darius und .. (den dritten habe ich vergessen zu meiner Schande) erfahren wollte. Anschließend hätte sich Micah so viel und oft wie möglich mit Rod beschäftigen können..
    Gott, für das nächste werde ich wahrscheinlich geteert, aber im nachhinein wirkt die Geschichte auf mich nicht ausgereift, so als hatte die Autorin eine Idee, schnell alles aufgeschrieben und die eine oder andere Entwicklung erst mal beiseite gelassen..

    • Mach dir nichts draus – so wie’s aussieht werde ich aktuell auf Facebook (im Geheimen) geteert und gefedert 😉

      Der dritte im Bunde hieß Dio 🙂
      Und zumindest dahingehend bin ich mit dir einer Meinung – die Dreierbeziehung kommt irgendwie doch ein wenig zu kurz. Da fehlt die Entwicklung, insbesondere weil es mich interessiert hätte, ob sich nicht auch was zwischen Dio und Darius entwickelt. Immerhin lieben die beiden denselben man, sind sich also immer sehr nah und bei Dio kam ja mal die Andeutung, dass er (irgendwann mal?) Darius geliebt hat. Diesen Punkt hätte ich spannend gefunden – im Grunde wäre das für die Handlung an sich ausreichend gewesen. Rod hätte man später einbauen können, wenn die Beziehung der drei gefestigt und Micah sich an das Leben als Vampir gewöhnt hat.

      Zur Entwicklung: nun ja, die stagniert irgendwann bei den meisten Charakteren.

  3. Dann werden wir alle hier geteert und gefedert, denn ich denke dasselbe. *grins*

    Da war so viel Potenzial auf eine gute Fantasygeschichte mit vielen Hintergrundinfos drin, die zugunsten des ganzen Sexs, von dem man mMn die Hälfte hätte streichen können, einfach vergessen wurde.

    Dass um diese Review auf Facebook jetzt so ein Aufhebens gemacht wird, ist mir unverständlich. Klar freut sich niemand, wenn er schlecht bewertet wird, aber so eine ausführliche Erklärung warum, wieso, weshalb findet man heutzutage selten. Allein das wäre für mich schon ein Grund sie mir genauestens durchzulesen und zu sehen, was ich davon für nächste Bücher mitnehmen kann und was nicht. 🙂

    • Das mit Facebook geht ja eh an mir vorbei, da ich von Anfang an ausgeschlossen wurde, sprich nicht wirklich Stellung beziehen kann (und werde). Alleridngs hat mir gestern noch jemand Bescheid gesagt und mich zumindest darauf vorbereitet, dass grad hinter meinem Rücken eine Schlammschlacht tobt. Nun ja, … was soll ich dazu sagen. Vielen Dank für deine lieben Worte und die Unterstützung, die du damit ausdrückst. Es ist ja nur meine Meinung, nichts allgemein Gültiges – das habe ich immer betont und werde es auch weiterhin so handhaben.

      Aus diesem Grund warne ich Autoren ja auch vor, dass meine Kritiken mitunter etwas harscher sind (wenn mir jemand sagt, er ist kritikfähig, gehe ich davon aus, dass dem so ist) – ich will dmait aber niemandem verletzen oder seine Geschichte schlecht machen. Wenn es dennoch falsch ankommt, tut es mir wirklich Leid. Aber im Grund ehast du Recht – ich weise auf Dinge hin, die man beherzigen kann, wenn man mag, mitunter kann man vielleicht wirklich etwas von meiner Kritik mitnehmen.

      Und man kann mir nicht vorwerfen, dass ich nicht begründe: ich schreibe schließlich nicht: „Was für ein sch… Buch“, sondern investiere mitunter 1-2 Stunden in eine Rezension 🙂

  4. Sei froh drum. Grob gesagt, es wird dir unterstellt, du wärst neidisch auf den Erfolg des Buches und hättest deswegen eine Review geschrieben, mit Kritikpunkten, die an den Haaren herbeigezogen sind. Noch dazu macht man so etwas unter Autorenkollegen nicht, das gehöre sich einfach nicht. (Das wurde nicht wörtlich so gesagt, ich fasse es nur mit meinen Worten zusammen.)

    Und das finde ich mittlerweile nur noch zum Kopfschütteln. Einerseits wollen SPler als Autoren ernst genommen werden, andererseits soll man aber gleichzeitig keine Kritik äußern dürfen? Zumindest nicht öffentlich, weil sie dann ja andere lesen können, und als Autor darf man sowieso nicht selbst reviewen, weil bla … So ein Schwachsinn, ehrlich mal. Ich bin genauso eine Leserin wie ich Autorin bin, und wenn mir ein Buch nicht gefällt, habe ich ebenso das Recht das zu sagen wie du und jeder andere Leser, der sich hinsetzt und eine Review verfasst.

    Bei jedem Buch wird es immer Leser geben, denen es nicht gefällt, damit muss man einfach klarkommen, wenn man Bücher veröffentlicht.

    • Hm … neidisch bin ich nun wirklich nicht, da man meine Kinder- und Jugendbücher wohl kaum mit einem Erotikbuch vergleichen kann („Sex Sells“). Aber gut, gegen diese Meinungen komme ich wohl sowieso nicht an, von der Möglichkeit dazu Stellung zu beziehen, einmal abgesehen, da ja alles hinter meinem Rücken abläuft. Und ich sehe das ansonsten wie du – ich bin sowohl Autor, als auch Leser. Ich schreibe seit 15 Jahren Rezensionen und bisher kamen sie zu 95% positiv an (auch bei Autoren – ganz gleich ob meine Kritik nun positiv oder negativ ausfiel). Seit gut 5-6 Jahren schreibe ich auch ebenfalls Bücher, allerdings will ich nicht darauf verzichten meine Meinung zu sagen und Romane zu bewerten, nur weil ich jetzt selbst als Autor unterwegs bin (zumal man meine Bücher ja wohl kaum mit „Micah“ vergleichen kann). Und ich bin da nun wirklich nicht die einzige Bloggerin, die sowohl rezensiert, als auch Romane schreibt (Stephanie Hasse, Ava Reed, Andrea Koßmann).

      Aber wahrscheinlich hast du Recht – ich sollte froh sein, dass ich das nicht direkt mitbekomme.

  5. Genau das war auch mein Gedanke, denn ihr schreibt ja nun wirklich in vollkommen unterschiedlichen Genres. Wo soll da Neid sein? *verwundert guckt*

    Ansonsten halte ich es ebenfalls wie du, denn ich sehe nicht ein, Bücher nicht bewerten zu „dürfen“, nur weil ich selbst welche schreibe. Soweit kommt’s noch, dass ich mir etwas verbieten lasse, das mir Spaß macht, nur weil es Autoren gibt, die nicht damit klarkommen, dass es immer Leser geben wird, denen ihre Bücher nicht gefallen.

    • Ja, so wirklich kann ich das nicht nachvollziehen – klar, ich will irgendwann mal was im Gay Genre machen, deswegen veröffentliche ich ja aktuell KG in Anthologien, aber bis es soweit ist, wird es noch etwas dauern. Und bis dahin gibt es nur Kinder- und Jugendbücher von mir.

      Und du hast vollkommen Recht – es gibt immer jemandem, dem ein Buch nicht gefällt – das ist normal. Wir haben ja nicht alle denselben Geschmack. Ich finde vielleicht Bücher toll, die andere schlecht finden und umgekehrt. Deswegen gibt es ja so viele unterschiedliche Sachen und Genre – ist für jeden Geschmack was dabei.

      • Es ist im Gay-Genre wirklich schlimm geworden mit dem Gezicke unter den Autoren. Man hat teils das Gefühl, dass sich die Leute gegenseitig nicht die Butter auf der Stulle gönnen, furchtbar. Als gäbe es nicht genug Leser für alle.

        Ich habe mich Anfang des Jahres aus dem Haifischbecken aka Facebook zurückgezogen und bin mittlerweile sogar von Google+ wieder weg. Waren mit die besten Entscheidungen in meinem Leben. *g*

        So kann ich in Ruhe schreiben und vor allem in Ruhe lesen und reviewen, ohne Gefahr zu laufen, bei einer 1 Sterne Bewertung auf Goodreads gleich zerfleischt zu werden.

      • Kann ich wirklich verstehen – ich bin ja auf FB noch ziemlich aktiv, da ich ja auch in anderen Genres unterwegs bin und man die am ehsten dort bewerben kann. Leider verkauft sich nur Gay oder Erotik von selbst, alles andere muss man halt schon noch bewerben, ansonsten funzt da gar nichts.

        Da frag ich mich grad echt, ob ich mich wirklich als Autor im Gay Genre bewähren will. Ich möchte zwar unheimlich gerne meine KG „Zwillingsmond“ ausbauen und freue mich über den Vertrag bei deadsoft, aber ob ich mich wirklich diesem Gezicke stellen möchte? Ich sehe es positiv – so lange es Leute wie Chris P. Rolls gibt, ist der Gay (Autoren)Markt nicht so schlecht 😉

  6. Oh Gott..wirklich? Wie schlecht ist das denn? Mit so etwas beweist man ja wie KritikUNfähig man ist. Nimm dir das echt nicht zu Herzen! Vor allem siehst du ja, dass du nicht die Einzige mit dieser Meinung bist.
    Ich bin zwar keine Autorin, aber wieso sollten diese nicht rezensieren dürfen? Das ist ja wie Sportler der nicht Kommentator werden darf oder ein Koch der nicht Restaurantkritiker sein darf. Und du bist ja nun wirklich nicht herabwürdigend und beschimpfst das Buch sondern nennst und begründest deine Kritikpunkte. Darüber sollte man sich in der heutigen Zeit, wo doch überall die Rezensionen fehlen, freuen. Und es ist ein Ansporn an sich zu arbeiten :). Allem und jedem kann man es nun nicht Recht machen, klar, man lernt auch nie aus.

    • Vielen Dank 🙂 Und nein, ich nehme mir das nicht zu Herzen. Ich werde nur davon Abstand nehmen je wieder ein Buch von ihr zu lesen – und das dürfte in unser beider Interesse sein 😉

  7. Ich kann oben nicht direkt antworten, daher hier … *g*

    Ja, die Erfahrung habe ich mit einer Heterogeschichte mal gemacht, die habe ich mittlerweile aber aus dem Verkauf genommen. Bei Gay fühle ich mich einfach wohler und solange man sich aus den ganzen Zankereien raushält, so gut es geht, kann ich nur sagen: Versuch dein Glück. 🙂

    Es gibt genug Leser, die Gay mögen, ich glaube sogar, die Zahlen werden noch steigen, denn das Genre wächst, zudem setzt sich langsam aber stetig auch ein höheres Qualitätsdenken durch. Es wird nicht mehr jeder Murks gekauft und davon gibt’s ja wirklich noch genug. 😉

    • Mein Glück werde ich schon noch versuchen – zwar nicht mehr dieses Jahr (bis auf eine weitere KG in einer Antho), aber vielleicht schon nächstes Jahr. Hängt davon ab, wie gut ich durch mein Jugendbuch komme (wobei es da auch ein lesbisches Pärchen und einen schwulen Schutzengel gibt ;)) und wie es mit meinem Herzprojekt Assjah weitergeht – wir sollten allmählich mal auf Mail umschwenken, findest du nicht? So langsam ist es echt schwierig sich so zu unterhalten. Sprich melde dich mal bei mir: koriko@gmx.de

      😀

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