Archiv für den Monat Januar 2015

[ROMAN] Liebe á la Hollywood von Jae

Autor: Jae
Taschenbuch:  310 Seiten
ISBN: 978-3955332020
Preis: 12,99 EUR

Story:
Amandas Traum ist es, als Schauspielerin den großen Durchbruch zu schaffen und irgendwann in die Fußstapfen ihrer geliebten Großmutter zu treten. Allerdings ist das nicht so leicht, wie es klingt, insbesondere wenn man sich Partnerinnen aussucht, die ebenfalls eine Karriere in Hollywood anvisieren und ihr begehrte Rollen vor der Nase wegschnappen. Als sie nach einem desaströsen Date und einer feuchtfröhlichen Anti-Valentinstags-Party am kommenden Tag im Bett der androgynen Butch Michelle aufwacht, ahnt sie das schlimmste. Doch zu ihrer Überraschung hatten sie keinen Sex mit der gutaussehenden Fotografin und schnell findet sie heraus, dass Michelle nicht ganz dem Klischee des typischen Mannsweibes entspricht.

Trotz des denkbar schlechten Starts lernen sich Amanda und Michelle besser kennen und schon bald entwickeln sich Gefühle zwischen den Beiden. Allerdings erhält Amanda just in dem Moment das Angebot die Hauptrolle in einer Krimiserie zu übernehmen …

Eigene Meinung:
Der Ylva Verlag ist einer der größten Verlage lesbischer Literatur du sowohl auf dem deutschen, als auch auf dem amerikanischen Markt aktiv. „Liebe á la Hollywood“ stammt von der aus Deutschland stammenden Autorin Jae, die bereits mehrere Bücher bei Ylva veröffentlich hat. Die Lesbian Romance erschien 2014 und geht auf eine Kurzgeschichte der Autorin zurück.

Die Geschichte bietet dem Fan lesbischer Literatur eine romantische, realistische Liebesgeschichte, bei der sich die Autorin Zeit lässt die Figuren einander näher zu bringen. Dabei legt sie auch Wert darauf, Vorurteile abzubauen und sich gegen die typischen Klischees auszusprechen, die lesbischen Freuen oftmals nachgesagt wird. Allerdings endet an dieser Stelle auch die Inhaltszusammenfassung des Romans, denn mehr als die Liebesgeschichte zwischen Amanda und Michelle darf man nicht in „Liebe á la Hollywood“ erwarten. Sicherlich gibt es auch einige Szenen, die dem Leser Amandas Schauspielerei näherbringen oder auch das ein oder andere Problem mit Ex-Freundinnen oder einem baggernden Mann, doch das hält sich so stark in Grenzen, dass man getrost darüber hinwegsehen kann. Das macht die Geschichte ein wenig fade, fast schon langweilig. Ein wenig mehr Dynamik und Würze hätte das Buch vertragen können und sei es durch Lizzy, die immerhin die Ex-Freundin beider Frauen ist.
Nichts destotrotz macht die Geschichte Spaß und für alle, die es ein wenig erotischer mögen, gibt es zumindest eine kleine Szene gegen Ende des Buches.

Ein großer Pluspunkt des Buches sind die sympathischen Charaktere. Sowohl Amanda als auch Michelle schließt man schnell ins Herz und identifiziert sich gut mit ihnen. Zumeist wird aus Amandas Sicht erzählt, hin und wieder kann erfährt man wie sich Michelle fühlt und welchen Gedanken sie nachhängt. Zwar bleiben die beiden Frauen immer noch ein wenig stereotyp, doch das stört bei diesem lockerleichten Roman nicht so sehr.
Neben den beiden Hauptfiguren können auch die Nebencharaktere überzeugen, allen voran Amandas Großmutter, die ruhig öfters hätte auftauchen können oder die Schauspielkollegen, die nur am Rande erwähnt werden.

Stilistisch ist „Liebe á la Hollywood“ gut gelungen. Jae hat einen flüssigen, angenehm lesbaren Schreibstil, der sich vorwiegend auf die Figuren konzentriert. Daher verzichtet sie auf übermäßige Beschreibungen, was zwar dafür sorgt, dass man sich schnell mit Amanda und Michelle identifizieren, sich jedoch LA und Umgebung kaum vorstellen kann. Mehr Details und Hintergrundinformationen hätten den Roman deutlich aufgewertet und alles noch greifbarer gemacht, um als Autor dem Leser nicht nur ein Bild der Charaktere zu vermitteln, sondern auch ein Hintergrundbild der Stadt, der Gebäude und des Lebens zu erschaffen.
So bleibt „Liebe á la Hollywood“ zwar unterhaltsam und solide, hebt sich aber nur schwer aus den gängigen Liebesromanen hervor und bleibt leider kaum in Erinnerung.

Fazit:
„Liebe á la Hollywood“ ist ein lockerleichter, unterhaltsamer, lesbischer Roman für Zwischendurch, der mit sympathischen Charakteren, einer gefühlvollen Liebesgeschichte und einem soliden Schreibstil punkten kann. Ein wenig Tiefgang hätte der Lesbian Romance nicht geschadet, ebenso wären mehr Beschreibungen zu LA und der Umgebung schön gewesen. Dennoch ist Jaes Roman lesenswert, insbesondere wenn man nach lesbischer Unterhaltungsliteratur sucht. Denn davon gibt es auf dem deutschen Markt erschreckend wenig …

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[ROMAN] Gefährlicher Geliebter von Alexa Lor

Autor: Alexa Lor
Taschenbuch:  328 Seiten
ISBN: 978-3864434648
Preis: 12,90EUR

Story:
So hat sich der Biologe Sean das Wiedersehen mit dem gutaussehenden Kerl nicht vorgestellt, mit dem er in den geheimen Kellerräumen eines Clubs ein heißes Intermezzo hatte. Und doch taucht Tarben als neues Versuchskaninchen im geheimen Versuchslabor seines Arbeitgebers Phober Pharmaceuticals auf, wo man mit Vampiren experimentiert, um deren Schwachstellen herauszufinden. Nicht nur, dass Tarben zu den verhassten Erzfeinden gehört, Sean fühlt sich unwiderstehlich zu dem Vampir hingezogen – und Tarben geht es ähnlich. Für Sean steht fest, dass Tarben nicht für eines der grausamen Experimente sein Leben lassen darf und er dem Vampir zur Flucht verhelfen will. Doch der Plan missglückt und plötzlich befinden sich beide auf der Flucht – vor Phober, die nicht davor zurückschrecken Seans Frau und Tochter als Druckmittel einzusetzen, und vor den anderen Vampiren, die nur zu gern an einem Phobianer wie Sean Rache nehmen wollen …

Eigene Meinung:
Gay Romance ist im Kommen – nicht nur die Selfpublisher habe den Trend entdeckt, auch kleinere und mittelständige Verlage bringen die ersten Titel mit schwulen Charakteren heraus. Nachdem der Sieben Verlag mit dem Krimi „Bodyguard – Spezialauftrag Liebe“ von Corinna Bach bereits auf sich aufmerksam machte, erschien nun der paranormale Gay Romance „Gefährlicher Geliebter“ von Alexa Lor, die im Verlag auch für die Reihe „Jäger der Dessla“ verantwortlich ist.

Inhaltlich legt die Autorin eine interessante und spannende Grundgeschichte vor. Sie präsentiert den Lesern eine Welt, in der Vampire, Werwölfe und andere Rassen unerkannt zwischen den Menschen leben. Die Firma Phober Pharmaceuticals scheint als einziges von den Vampiren zu wissen und versucht innerhalb geheimer Forschungslabore ein Mittel zu finden, um die unsichtbare Bedrohung zu vernichten. Ein wenig seltsam ist allerdings, warum man sich nie die Mühe gemacht hat, mit den Vampiren zu sprechen, bevor man sie innerhalb diverser Versuche über den Jordan schickt, und herausfindet, ob diese überhaupt gefährlich sind. So wirkt die Hintergrundgeschichte ein wenig konstruiert, da man nicht alles nachvollziehen kann.
Auch zum Ende hin häufen sich die Fragen, insbesondere da etliche Punkte offen bleiben. Wer damit gerechnet hat, dass Tarben und Sean sich zusammentun, um etwas gegen Phober Pharmaceuticals zu unternehmen, irrt sich. Sie sind auf der Flucht (was sie leider nicht davon abhält, nahezu überall übereinander herzufallen), finden mal hier, mal dort Unterschlupf und stehen am Ende beide dem König der Vampire gegenüber, der Sean auf den Zahn fühlen will. Ein Kampf gegen Seans alte Firma und deren Machenschaften wird nicht einmal ansatzweise angedeutet, stattdessen dürfen sich Sean und Tarben ausgiebig miteinander vergnügen. Nichts gegen Erotik, aber hier wären andere Dinge wichtiger und spannender gewesen, als die Beschreibung, in welchen Stellungen es die beiden miteinander treiben.

Die Charaktere sind alles in allem gut durchdacht und sympathisch. Man lernt sowohl Sean, als auch Tarben kennen, da die Perspektive zwischen den beiden hin- und herspringt, und kann sich gut in sie hineinversetzen. Ab und zu sind sie ein wenig zu „schwanzgesteuert“, da sie oftmals übersehen, dass sie verfolgt werden und zum Beispiel ein Quickie in der Kanalisation keine gute Idee ist. Ihnen mangelt es ein wenig an Tiefgang, aber darüber kann man hinwegsehen, da die Geschichte spannend und unterhaltsam ist.
Auch die Nebenfiguren wissen zu gefallen – seien es Tarbens Familie und Freunde, Seans Frau und Tochter, oder auch die Kollegen des Biologen, die natürlich die Rolle der Gegner einnehmen. Zugegeben, Phober Pharmaceuticals ist fast ein wenig zu böse und zu gefährlich, aber es passt irgendwie zum Buch, auch wenn die Autorin es mit dem Feindschema ein wenig übertreibt.

Stilistisch ist „Gefährlicher Geliebter“ Geschmackssache – Alexa Lor hat einen etwas holprigen, mitunter schwer lesbaren Schreibstil. Das zeigt sich immer wieder an Sätzen, wo Worte zu fehlen scheinen (ich weiß nicht, ob das Absicht ist, oder nicht) und man sich den Sinn erst nach mehrmaligem Lesen der Passage selbst zusammenreimen muss. Man fliegt beim Lesen immer wieder aus dem Text, was mit der Zeit ärgerlich ist. Ein lockerer Schreibstil schön und gut, aber nicht auf Lasten der Verständlichkeit und schon gar nicht bei Schachtelsätzen, in denen sich die Autorin selbst verheddert. Dadurch braucht man durchaus Geduld und starke Nerven, um den Roman zu lesen.

Fazit:
„Gefährlicher Geliebter“ ist ein Gay Mystery, der mit einer interessanten Grundidee und einen starken Start fesseln kann, jedoch die hohe Spannungskurve nicht bis zum Ende durchhält. Dafür geht zu viel an Potenzial für die Beziehung der Charaktere und deren sexuellen Eskapaden drauf, ebenso bleiben etliche Dinge und Fragen offen. Es ist schade, dass der Kampf gegen Phober Pharmaceuticals kein Bestandteil des Buches mehr ist und „Gefährlicher Geliebter“ dadurch viel an Spannung, Action und Handlung verliert. Alexa Lors holpriger Schreibstil ist ebenfalls nicht jedermanns Geschmack und sorgt dafür, dass man nicht richtig in die Geschichte eintauchen kann.

Insgesamt solider Gay Romance, aus dem man jedoch wesentlich mehr hätte rausholen können und der nicht an „Bodyguard – Spezialauftrag Liebe“ heranreicht.

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[ROMAN] Verloren ohne dich von Jana Martens


Autor:
Jana Martens
Taschenbuch:  273 Seiten
ISBN: 978-9963526697
Preis: 12,99EUR

Story
Lucas‘ Leben ist kein Zuckerschlecken – als seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, wurde er als Kind von der Familie Patton adoptiert, die ihn inzwischen als billige Arbeitskraft und Mädchen für alles auf ihrem großen Grundstück einsetzen. Sein Leben ist hart, viele Privilegien genießt er nicht, da er das Haus nicht verlassen darf und in einem kleinen Zimmer im Keller haust. All das ändert sich, als die Familie Lancford das Haus nebenan bezieht und Lucas deren Sohn Benjamin kennenlernt. Die beiden finden sofort aneinander Gefallen, gerade Benjamin, populäres Model und erfolgreicher Frauenschwarm, schließt den schüchternen, jungen Mann ins Herz. Aus den heimlichen Treffen wird bald mehr, doch die aufkeimende Beziehung droht schon zu Beginn zu scheitern, da Lucas es nicht über sich bringt, Ben die Wahrheit über sich zu erzählen – aus Angst vor Franklin Pattons Rache du die Gefahr, in die er Ben bringen würde.

Davon lässt sich Benjamin jedoch nicht abschrecken und bringt damit den Stein ins Rollen, der eine Katastrophe auslöst und so manches Geheimnis um Lucas‘ Herkunft lüftet …

Eigene Meinung:
Mit „Verloren ohne dich“ von Jana Martens legt der Bookshouse Verlag den ersten Gay Romance Roman ihres Verlagsprogrammes vor. Schwule Protagonisten gab es zwar schon in Tanja Meurers Mysterythriller „Der Rebell“ oder im Krimi „Mörderischer Anpfiff“ von Jo Stephan, allerdings steht nun erstmals die Liebesgeschichtezwischen den beiden Protagonisten im Vordergrund.

Die Geschichte kommt ein wenig schleppend in Gang – man lernt Lucas kennen, der nun wirklich kein leichtes Leben hat und zumeist von seiner Familie schikaniert wird. Ein wenig erinnert das Szenario an „Harry Potter“, und selbst da mutete das Ganze schon unglaubwürdig an. In „Verloren ohne dich“ ist es bereits zu Beginn zu viel Drama. Lucas ist das komplette Opfer, dem in allen Formen übel mitgespielt wird. Das wirkt doch stark übertrieben, zumal sich bereits hier erste Logiklücken einschleichen. Da Lucas nicht wirklich gefangen gehalten wird, sondern sich frei auf dem Gelände bewegen darf und sogar im Golf-Club aushilft, fragt man sich, warum er sich dort nicht jemandem anvertraut hat. Oder warum die Hausangestellten nichts unternehmen, um Lucas zu helfen, obwohl sie sehen, was in dem Haus vor sich geht.
Stattdessen kommt die strahlende Rettung in Form von Benjamin, der sich natürlich nahezu auf den ersten Blick in den scheuen, jungen Mann verliebt. Gut, das muss im Gay Romance so sein, aber auch hier fragt sich der Leser, warum Ben nicht logisch agiert. Sei es die Tatsache, dass er seiner Mutter Lucas‘ richtigen Namen verschweigt, oder die Tatsache, dass er nie auf die Idee kommt, an der Tür der Pattons zu klingeln – viele Dinge passen nicht zusammen. Sie wirken gezwungen, um die Bombe nicht zu früh platzen zu lassen und sich die Highlights für’s große Finale aufzuheben. Dadurch wird die Handlung nicht nachvollziehbar, weil man über die vielen Dinge stolpert, die eingebaut werden, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Das ist sehr schade, da die Geschichte durchaus Potenzial gehabt hätte, wenn die Gewichtung zumindest ein wenig anders gewesen wäre. Man hätte durchaus mehr Hinweise auf das Verbrechen (das am Ende auf wenigen Seiten zusammengefasst wird) streuen können, ebenso die Figuren aktiver gestalten können, ohne gleich auf die romantische Komponente zu verzichten. Hier verschenkt Jana Martens viele Ideen, zugunsten des romantischen Plots.
Die Charaktere sind leider ebenso unlogisch und unrealistisch. Sei es Lucas, der zu 90% zu inaktiv ist und sich selten gegen die Tyrannei der Pattons auflehnt, oder Benjamin, der eher in den Tag hineinlebt und seiner großen Liebe gegenüber blind zu sein scheint – die Figuren sind sehr klischeehaft und schwer nachvollziehbar. Das einzig wichtige scheint ihre Liebe zueinander zu sein, der Rest wird eher beiläufig erzählt und beschrieben. So handeln die Charaktere selten aktiv, sie reagieren eher auf die Ereignisse, anstatt die Fahrtrichtung des Buches maßgeblich zu bestimmen.

Auch die Nebenfiguren entsprechen den typischen Stereotypen: die Patons sind durchweg die Bösen – selbst als die Beweggründe von Franklin Patton erklärt werden, kann man ihn nur schwer greifen. Seine Frau ist ebenso schlimm, ebenso die Kinder. Man fühlt sich wirklich an die Dursleys „Harry Potter“ erinnert, kann bei einem Kinderbuch solche Figuren jedoch eher verschmerzen, als bei einem Roman für Erwachsene.

Stilistisch liefert Jana Martens einfache Kost, die sich schnell lesen lässt und gute Unterhaltung bietet. Sie hat einen einfachen, leicht verständlichen Stil, dem es hin und wieder an Details mangelt. So spielt der Roman in London, doch man erfährt fast nichts über die Umgebung oder die Stadt an sich. Es fehlen Beschreibungen, um sich die Szenerie bildlich vorstellen zu können. Auch kommt es immer wieder zu Wiederholungen, die man durchaus hätte vermeiden können.

Fazit:
„Verloren ohne dich“ ist ein typischer Gay Romance, dem es ein wenig an Konsistenz, Logik und Spannung fehlt. Die Charaktere sind sehr platt und blass, handeln unlogisch und stereotyp; die Handlung plätschert eher vor sich hin und zieht sich künstlich in die Länge, da Jana Martens alles daran setzt ihren Clou erst im letzten Kapitel zu bringen. Leider bekommt der Leser dies mit, was dem Buch endgültig die Spannung und dem Leser den Nerv raubt.

Wer auf eine klischeehafte Liebesgeschichte mit Opfer/Retter-Schema Wert legt und über die Logiklücken hinwegsehen kann, wird gewiss auf seine Kosten kommen, anderen empfehle ich den Griff zu anderen Gay Romance Romanen. Auf dem deutschen Markt tummeln sich genügend Alternativen.

 

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[MANGA] Wonderland Date von Ryo Takagi

Autor: Ryo Takagi
Taschenbuch:  194 Seiten
ISBN: 978-3-7704-8355-6
Preis: 6,95 EUR

Story:
Während einer Flucht vor seinem Herrn fällt der junge Diener Arisu in einen Brunnen und kommt kurz darauf in einem wundersamen Land zu sich. Zudem wird er dort von dem gutaussehenden Rihito erwartet, der sich freut, dass sein Geliebter „Alice“ endlich zu ihm zurückgekehrt ist. Dass Arisu sich weder daran erinnern kann, schon einmal hier gewesen zu sein, noch Rihito wiedererkennt, stört diesen nicht. Für ihn steht fest, dass Arisu „Alice“ ist. Schnell kommen sich die beiden näher und Arisu muss feststellen, dass er durchaus Gefühle für Rihito entwickelt …

Eigene Meinung:
Der Manga „Wonderland Date“ stammt von Ryo Takagi, die in Deutschland vor allem mit ihrer „Games“-Reihe, „Kirepapa“ und diversen Einzelbänden bekannt geworden. „Wonderland Date“ ist Ryo Takagi schwule Antwort auf „Alice in Wunderland“, das thematisch bereits mehrere Mangaka beschäftigt hat und in Japan sehr populär ist.

Die Geschichte ist von Anfang an wenig verwirrend und durcheinander. Es fällt schwer dem ganzen zu folgen und alle Zusammenhänge zu verstehen. Das liegt daran, dass sich die Zeichnerin fast ausschließlich auf die Beziehung zwischen Arisu und Rihito konzentriert und die wirklich interessanten Aspekte (Arisus Erinnerungsverlust, die Bewohner des Wunderlandes etc.) vollkommen außen vorlässt. Es werden Fragen aufgeworfen, die nur teilweise beantwortet oder auch komplett übergangen werden. Das ist schade, da das vorliegende Potenzial kaum ausgeschöpft wird und es wirklich nur um das Eine geht.

Auch bei den Charakteren erlebt man keine Überraschungen, sondern hat es mit den im BL-Genre üblichen Stereotypen zu tun. Arisu ist klein, zierlich und ein wenig kindlich. Er muss zumeist beschützt werden und ist relativ unselbstständig, da von ihm selten die Initiative ausgeht. Rihito ist nicht nur optisch das genaue Gegenteil – er ist auch von seinen Charaktereigenschaften der passende Konterpart zu Arisu. Sie entsprechen komplett der Norm, was den Manga ein wenig langweilig macht.
Auch die Nebenfiguren können dem nicht abhelfen. Weder der Märzhase, noch die Grinsekatze fallen stark genug ins Gewicht, wenngleich beide zumindest interessant sind und man sie noch besser in die Handlung hätte einbeziehen können.

Stilistisch ist „Wonderland Date“ Geschmackssache. Ryo Takagi hat sich zeichnerisch durchaus gesteigert, doch auch ihre Fehler wurden weiter kultiviert und zeigen sich auch in diesem Manga. Allen voran die unverhältnismäßig langen Oberkörper und Gliedmaßen fallen störend ins Gewicht und verderben ein wenig den Lesespaß. Lediglich den Gesichter und Haare scheint sie ihre Aufmerksamkeit zu widmen, denn diese sind sehr schön und entsprechen dem hübschen Bishonen zu hundert Prozent. Schade, dass sie sich nicht auch hinsichtlich der Anatomie und Dynamik gesteigert hat, denn leider wirkt „Wonderland Date“ dadurch ein wenig plump.

Fazit:
„Wonderland Date“ ist am ehesten für Fans der Autorin geeignet und solche die Comedy-Mangas mögen. Wer nach gelungenen Umsetzungen der „Alice im Wunderland“-Thematik sucht, ist mit anderen Mangas besser bedient. Das liegt vor allem an der unausgegorenen Geschichte, den stereotypen Charakteren und dem fehlerhaften Zeichenstil.

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[MANGA] Porno Superstar von Nanami

Autor: Nanami
Taschenbuch:  196 Seiten
ISBN: 978-3-8420-1206-6
Preis: 6,95 EUR

Story
Der kleine Büroangestellte Yamashita verbringt seine ganze Freizeit damit Pornos des beliebten schwulen Darstellers Hikaru zu kaufen und zu sammeln. Sein großer Traum ist es, einmal seinem Idol über den Weg zu laufen. Dieser Wunsch scheint sich zu erfüllen, als er mitten auf den Nachhauseweg dem vermeintlichen Schwarm schwuler Männer über den Weg läuft und diesem sogar seine Jungfräulichkeit anbietet. Der Mann ist überrascht, steigt jedoch darauf ein und die beiden verbringen die Nacht zusammen. Allerdings heißt der vermeintliche Hikaru in Wirklichkeit Asaoka und ist auch kein Pornodarsteller, sondern wird Yamashita einige Tage später als Neuling auf der Arbeit vorgestellt. Das Unheil nimmt seinen Lauf, denn Asaoka beginnt Yamashita zu erpressen und zu gelegentlichem Sex im Büro zu zwingen …

Neben der Geschichte „Porno Superstar“ enthält der Manga noch die Kurzgeschichte „Mind Flow“, die ursprünglich als Doujinshi erschien und aufgrund dessen Verlage auf die Künstlerin aufmerksam wurden.

Eigene Meinung
Der Boys Love Manga „Porno Superstar“ stammt aus der Feder der Mangaka Nanami, die mit diesem Werk ihr Debüt vorlegt. Aufgrund des Erfolges des Mangas legte die Zeichnerin den Einzelband „Shiny Star“ nach, in dem es um den Pornostar Hikaru geht.

Inhaltlich ist „Porno Superstar“ ein unterhaltsamer Alltagsmanga, der nur bedingt mit frischen, neuen Ideen aufwarten kann. Die Geschichte ist relativ vorhersehbar, so dass man bereits nach wenigen Seiten weiß, wie der Manga endet. Garniert wird das Ganze mit etlichen erotischen Szenen, da sich die Beziehung zwischen Yamashita und Asaoka zu Beginn vorwiegend in Bett abspielt. Sicherlich entwickeln sich die Figuren weiter, doch sonderlich viel Charakterentwicklung sollte man nicht erwarten. Das hat zur Folge, dass auch die Protagonisten eher blass bleiben, übertrieben und unrealistisch daher kommen und nur schwer zu nehmen sind. Gerade mit Yamashita kommt man als Leser schwer zurecht, da er der extrem hilflose, kleine, schwache Uke ist, der im Leben kaum voran kommt und sich zumeist in Selbstmitleid badet. Das geht einem mit der Zeit wirklich auf die Nerven. Auch Asaoka ist ein Charakter, mit dem man sich nur schwer identifizieren kann. Sicherlich verhält er sich wie der typische Seme, doch er komm unsympathischer und gemeiner daher, als manch andere Figuren.

Im Gegenzug dazu ist zumindest „Mind Flow“ recht solide geraten und der Inhalt wesentlich tiefgründiger, als bei „Porno Superstar“. Hier behandelt Nanami ein etwas ernsteres Thema (die Affäre zu einem älteren, verheirateten Mann) und auch die Figuren wirken realistischer und greifbarer.

Nanami hat einen soliden Stil, der gut zum Manga passt, allerdings bietet „Porno Superstar“ auch nicht mehr. Die Zeichnungen sind hübsch anzusehen, wirken hin und wieder jedoch etwas statisch, und auch die Anatomie stimmt. Dennoch wirkt der Stil mit der Zeit langweilig, vielleicht weil es bereits viele Mangas mit ähnlichen Zeichnungen auf dem Markt gibt. Aber das ist Geschmackssache – schlecht ist Nanami keinesfalls, nur ein bisschen stereotyp.

Fazit
„Porno Superstar“ ist ein netter Manga für Zwischendurch, der jedoch nicht dauerhaft in Erinnerung bleibt und keine tiefgründige Geschichte bietet. Die Charaktere bleiben recht blass und stereotyp, die Zeichnungen bieten ebenfalls nichts Neues. Daher ist der Manga eher für Fans, die wirklich alles im Regal stehen haben wollen geeignet. Wer auf der Suche nach guter Unterhaltung oder neuen Ideen ist, ist bei „Porno Superstar“ an der falschen Adresse.

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[ROMAN] Teeträume von Anna Martin

Autor: Anna Martin
Taschenbuch:  276 Seiten
ISBN: 978-3-942451-19-2
Preis: 8,95 EUR

Story:
Der 32-jährige Schotte Robert lebt ein unauffälliges, langweiliges Leben in Boston, USA. Er ist Professor für englische Literatur an der Uni, Single und verbringt seine Freizeit mit seinem Kater Flea, Unterrichtsvorbereitungen und dem Aufräumen seiner Wohnung. All das ändert sich, als eines Tages der Musiker Chris in sein Leben stolpert. Er ist neun Jahre jünger, tätowiert, spielt in einer Band und damit das genaue Gegenteil von Robert. Dennoch entwickelt sich nach und nach eine Beziehung zwischen Chris und Rob, die bei beiden wesentlich tiefer geht als alles vorher. Bis Chris‘ Band eines Tages weiterziehen will und dieser Robert verlassen muss …

Eigene Meinung:
Der Roman „Teeträume“ stammt von Anna Martin und erschien 2014 im Cursed Verlag.

Anna Martin legt einen sehr stillen, ruhigen Roman vor, der inhaltlich keine großen Spannungskurven aufweist und den Leser nicht mit einer ausgefallenen Story oder interessanten Charakteren fesselt. Es ist bewundernswert, wie man knapp 300 Seiten füllen kann, ohne einen wirklichen Plot zu haben, denn es passiert – nichts. Robert und Chris lernen sich kennen, gehen ein paar Mal miteinander aus, bevor sie sich näherkommen. Auch ihre Beziehung entwickelt sich langsam, da es beide ruhig angehen wollen. Man erfährt, welche dunklen Punkte es in ihrer Vergangenheit gibt und welche Wünsche und Träume sie haben. Chris erfährt von Roberts Tochter Chloe und deren Mutter, Robert lernt die Bandkollegen kennen und erfährt von Chris‘ erstem Partner. Hin und wieder wird der relativ große Altersunterschied erwähnt, doch wirklich in die Tiefe geht die Autorin nicht.

Das ist natürlich mal etwas anderes, wenn man das Buch mit anderen Romanen des Gay Genres vergleicht, doch irgendwie springt der Funke nicht über und die Unterhaltung leibt ein wenig auf der Strecke. Dabei ist „Teeträume“ durchweg realistisch gehalten, da unzählige Paare auf diese Art zusammengekommen sind und es keine übertriebenen, unlogischen Charaktere gibt. Dennoch fehlen dem Leser die wirklichen Konflikte, z.B. durch Ex-Partner, die sich einmischen und für Ärger sorgen, oder durch größere Streitereien zwischen Robert und Chris. Stattdessen plätschert das Buch vor sich hin und man wartet die ganze Zeit darauf, dass etwas passiert – selbst auf der vorletzten Seite.

Die Charaktere sind, wie bereits erwähnt, sehr realistisch gehalten. Robert, aus dessen Sicht erzählt wird, ist ein sehr gewöhnlicher Mann, der ein einfaches, aber gutes Leben führt und selten über die Stränge schlägt. Er weiß um seinen Platz als offen schwul lebender Mann. Chris ist in vielen Punkten sein Konterpart – er ist offen, frech und wesentlich lebensfroher, ohne jemals aufgesetzt und unrealistisch zu wirken. Die beiden ergänzen sich gut und die aufkeimende Liebe zwischen ihnen ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.
Die übrigen Figuren kommen ebenfalls sehr lebendig und greifbar daher, seien Chloe, Chris‘ Bandkollegen oder Roberts Freunde. Sie wirken vollkommen natürlich, als hätte die Autorin einfach nur das Leben eines schwulen Paares vom Kennenlernen bis zum Zusammenziehen in Buchform verpackt.

Stilistisch ist Anna Martin gewöhnungsbedürftig. Sie hat einen durchaus gehobenen, fast schon belletristischen Stil, doch hin und wieder stolpert man über einige Formulierungen und Satzbauten, so dass man immer wieder den Faden verliert. Womöglich liegt das jedoch an der deutschen Übersetzung. Die Wahl der Ich-Perspektive ist in diesem Fall nicht unbedingt die Beste, da es durchaus für mehr Spannung gesorgt hätte, die Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen kennenzulernen. Das hätte auf jeden Fall mehr Abwechslung in „Teeträume“ gebracht und der Handlung mehr Tiefgang beschert. So baut sich leider schnell Langweile auf, selbst die Sexszenen sind mitunter recht statisch, fast gefühllos beschrieben, wenngleich sie sich wenigstens nicht über mehrere Seiten erstrecken.

Fazit:
„Teeträume“ von Anna Martin hinterlässt ein zwiespältiges Gefühl, das eine objektive Bewertung wirklich erschwert. Auf der einen Seite sind Charaktere und Handlung sehr realistisch, logisch und in sich schlüssig gehalten, auf der anderen Seite fehlt der Konflikt, der für Spannung sorgt und einen Romans erst interessant macht. Auch der Schreibstil sorgt dafür, dass man sich nicht gänzlich auf das Buch einlassen kann, so dass „Teeträume“ nur bedingt empfehlenswert ist. Wer auf der Suche nach einem stillen Buch ist, dass die Realität 1:1 widerspiegelt, sollte einen Blick riskieren. Allen anderen empfehle ich vorab einen Blick in die Leseprobe.

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Bücherliste 2014

Hallo in die Runde,

ich bin ein wenig spät dran für meine Bücherliste 2014, doch ich will dennoch nicht mit der Tradition brechen und einen Eintrag über meine gelesenen Bücher 2014 sprechen. Vorgenommen hatte ich mir 50 Bücher, die ich lesen wollte, insgesamt komme ich auf 87 (davon 1 abgebrochenes Werk und 2 unbeendete Romane, die ich 2015 fertig lese), da mir mein neuer Job seit Mitte des Jahres lange Zugfahrten beschert, die ich natürlich zum Lesen nutze. Zugegeben: 2014 waren viele Novellen dabei, ebenso 2 Bilderbücher („Lindbergh“ und „The Princes and The Treasure“), dafür lasse ich die Mangas, Comics und Kurzgeschichten weg, die ich ansonsten noch gelesen habe. Insgesamt habe ich 74 Buchrezensionen geschrieben (ohne die zahllosen Manga- und Comicrezensionen), nur 10 Bücher blieben ohne.

Für 2015 habe ich mir die magische Zahl 100 vorgenommen, mal schauen was daraus wird.

Hier eine allgemeine Statistik

Gelesene Bücher 2014: 85
Rezensionsexemplare: 66
Kaufexemplare, Gewinne oder Geschenke: 20
Abgebrochene Bücher 2014: 1
noch nicht beendete Bücher: 2
Gelesene Seiten 2014: 24.635

Bewertungsstatistik:
1 Stern: 5 Bücher
2 Sterne: 6 Bücher
3 Sterne: 21Bücher
4 Sterne: 33 Bücher
5 Sterne: 19 Bücher
Durchschnitt: 3,65 Sterne

Tops:
Ted van Lieshout: Bruder
Cecil Dewi: Tänzer & Schatten
Torben Kuhlmann: Lindbergh: Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus

Flops:
Katja Piel: Kuss der Wölfin – Trilogie
Ally Blue: Paranormal Investigations – Hoffnung
Marc Weiherhof: Das Vermächtnis des Unbekannten

Genres:
Gay/Lesbian Romance / schwule/lesbische Literatur: 48 Bücher
Fantasy: 7 Bücher
Kinderbuch: 6 Bücher
Jugendbuch: 15 Bücher
Sonstiges (Belleristik, historische Romane, Krimi): 9 Bücher

Hier die Bücherliste:

Januar 1.169 Seiten
Rachel Aaron: Die Legenden von Eli Monpress,1: Meister der Stimmen, 348 Seiten (4/5)
Sabrina Zelezný: Kondorkinder: Der Fluch des Spiegelbuches, 467 Seiten (5/5) (Rezi)
Juli D. Finn: Leben und Liebe, 144 Seiten (3/5) (Rezi)
Karo Stein: Positiv verliebt, 210 Seiten (3/5) (Rezi)

Februar 314 Seiten
Stefanie Hasse: Schwarzer Rauch, 314 Seiten (3/5) (Rezi)

März 2.084 Seiten
Raik Thorstad: Nach der Hölle links, 562 Seiten (4/5) (Rezi)
S.B.Sasori: Der Sodomit, 312 Seiten (4/5) (Rezi)
Patrick Neese: Sieben Minuten nach Mitternacht, 216 Seiten (5/5) (Rezi)
Ted van Lieshout: Bruder, 178 Seiten (5/5) (Rezi)
Dennis Stephan: Der Klub der Ungeliebten, 240 Seiten (5/5) (Rezi)
Robin Sloan: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra, 352 Seiten (3/5) (Rezi)
Kristian Bang Foss: Der Tod fährt Audi, 224 Seiten (3/5) (Rezi)

April 1.362 Seiten
Torben Kuhlmann: Lindbergh: Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus, 96 Seiten (5/5) (Rezi)
Lynn Flewelling: Nightrunner 7 – Shards of Time, 432 Seiten (5/5) (Rezi)
Royce Buckingham: Die Karte der Welt, 606 Seiten (2/5) (Rezi)
Leann Porter: Die Rache des Sidhe, 228 Seiten (3/5) (Rezi)

Mai 1.573 Seiten
Frauke Scheunemann: Winston – Agent auf leisen Pfoten, 272 Seiten (4/5)
Lars Amend / Daniel Meyer: Dieses bescheuerte Herz, 325 Seiten (5/5) (Rezi)
Jan Guillou: Die Brückenbauer, 784 Seiten (5/5) (Rezi)
Ayano Yamane: Finder – Brandmal, 192 Seiten (2/5) (Rezi)

Juni 2.026 Seiten
David Leviathan: Letztendlich sind wir dem Universum egal, 400 Seiten (5/5) (Rezi)
Ben Aaronovitch: Der böse Ort, 400 Seiten (4/5) (Rezi)
J. Walter: Daniel und Ismael – Schwule Liebesgeschichten, 120 Seiten (4/5) (Rezi)
Paul Senftenberg: Narben, 140 Seiten (4/5) (Rezi)
T. C. Jayden: Kalte Ketten, 249 Seiten (4/5) (Rezi)
Jo Stephan: Mörderischer Anpfiff, 260 Seiten (3/5) (Rezi)
Chris T. Kat: Stubentiger wider Willen, 254 Seiten (3/5) (Rezi)
J.L. Langley: Soulmates – Ruf des Schicksals, 252 Seiten (4/5) (Rezi)
Regina Dürig: Katertag: Oder: Was sagt der Knopf bei Nacht?, 111 Seiten (4/5)
Celia Jansson: Wiedersehen mit Mark, 64 Seiten (4/5) (Rezi)

Juli 3.030 Seiten
J.L. Langley: Soulmates – Ruf der Freiheit, 286 Seiten (4/5) (Rezi)
Stephanie Hasse: Düstere Schatten, 318 Seiten (3/5) (Rezi)
Stephanie Hasse: Tiefdunkle Nacht, 312 Seiten (3/5) (Rezi)
Kay Monroe: Gayngels, 127 Seiten (1/5) (Rezi)
Jeffrey A. Miles / J.L. Phillips: The Princes and The Treasure, 55 Seiten (4/5)
Corinna Bach: Bodyguard – Spezialauftrag Liebe, 300 Seiten (5/5) (Rezi)
Div. Autoren: Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig, 232 Seiten (4/5) (Rezi)
Katja Piel: Kuss der Wölfin – Trilogie, 800 Seiten (abgebrochen nach 600 Seiten, 1/5)
Aeryn Vescori: Traumweber, 400 Seiten (5/5) (Rezi)
Jan Guillou: Die Brüder, 432 Seiten (3/5) (Rezi)

August 2.495 Seiten
El Sada: Survive, 443 Seiten (3/5) (Rezi)
Chris P. Rolls: Bodycaught, 600 Seiten (3/5) (Rezi)
Stefanie Bender: Das Todesmal, 68 Seiten (4/5) (Rezi)
Laurent Bach: Mord auf Französisch, 247 Seiten (5/5) (Rezi)
Janne Teller: Nichts: Was im Leben wichtig ist, 144 Seiten (4/5)
Jennifer Gooch Hummer: Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam, 352 Seiten (5/5) (Rezi)
Chris P. Rolls: Die Sache mit Jo und Mo, 216 Seiten (3/5) (Rezi)
Stephan Klemann: Lavat, 178 Seiten (4/5) (Rezi)

September 2.276 Seiten
Alexej Winter: Sekundensache, 196 Seiten (2/5) (Rezi)
Laurent Bach: Die zehn Plagen, 224 Seiten (5/5) (Rezi)
Patrick Ness: Mehr als das, 512 Seiten (5/5) (Rezi)
Chris P. Roll: (K)ein Kavaliersdelikt, 167 Seiten (3/5) (Rezi)
Josh Lanyon: Eine Leiche taucht ab, 240 Seiten (4/5) (Rezi)
Carol Grayson: Ballroom, 90 Seiten (1/5) (Rezi)
Victoria Schwab: Das Mädchen, das Geschichten fängt, 431 Seiten (4/5) (Rezi)
Kerstin Giers: Silber 1 – Das erste Buch der Träume, 416 Seiten (3/5) (Rezi)

Oktober 3.230 Seiten
Ally Blue: Paranormal Investigations – Hoffnung, 232 Seiten (1/5) (Rezi)
Kerstin Giers: Silber 2 – Das zweite Buch der Träume, 416 Seiten (2/5) (Rezi)
Friedrich Dönhoff: Ein gutes Leben ist die beste Antwort, 176 Seiten (5/5) (Rezi)
Andri Cuort: Liebe ist käuflich – Rache auch!, 208 Seiten (3/5) (Rezi)
Marliese Arold: Edgar und der sprechende Totenschädel, 304 Seiten (4/5) (Rezi)
Cecil Dewi: Parallelwelt, 438 Seiten (4/5) (Rezi)
T. C. Jayden: Riley Bacon: Feuer & Flamme, 81 Seiten (4/5) (Rezi)
Jana Walther: Nur eine Frage der Liebe, 232 Seiten (4/5) (Rezi)
Cecil Dewi: Tänzer & Schatten, 132 Seiten (5/5) (Rezi)
Corinna Bach: Vancouver Dreams (vorab), 219 Seiten (3/5)
Jonathan Stroud: Lockwood & Co 2 – Der Wispernde Schädel, 512 Seiten (4/5) (Rezi)
Katherine Hannigan: Die Wahrheit, wie Delly sie sieht, 280 Seiten (4/5)

November 1.789 Seiten
Diverse: Yep! Warum nicht anders?, 280 Seiten (4/5) (Rezi)
Marie Sexton: Erdbeeren, Zimt und Einsamkeit, 255 Seiten (4/5) (Rezi)
Leann Porter: Cooler als Caipirinha, 150 Seiten (4/5) (Rezi)
Tanja Meurer: Rauhnacht, 200 Seiten (5/5)
Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn, 416 Seiten (4/5) (Rezi)
Jason Segel: Nightmares – die Schrecken der Nacht, 384 Seiten (5/5) (Rezi)
Catt Ford: A Strong Hand, 304 Seiten (3/5) (Rezi)

Dezember 3.087 Seiten
Amber Redd: Schattennebel, 198 Seiten (2/5) (Rezi)
Rhianne Aile: Tristan, 272 Seiten (4/5) (Rezi)
Rhianne Aile: William, 322 Seiten (3/5) (Rezi)
Bernhard Schlink: Die Frau auf der Treppe, 256 Seiten (2/5) (Rezi)
Martin Blasco: Der Weg nach al-Andalus – Vom Leben eines Mannes, der auf der Suche nach einem großen Schatz sich selbst fand, 120 Seiten (4/5)
Jan Guillou: Die Heimkehrer, 480 Seiten (3/5) (Rezi)
Katja Kober: Chaosprinz 1, 560 Seiten (4/5) (Rezi)
Katja Kober: Chaosprinz 2, 659 Seiten (4/5) (Rezi)
Marc Weiherhof: Das Vermächtnis des Unbekannten, 220 Seiten (1/5) (Rezi)

2014 nicht beendet:
Brunhilde Wittaut: Des Teufels Schreiber, 400 Seiten
C.R. Forster: Bittersüßes Vermächtnis, 316 Seiten

Man sieht, dass ich mich vorwiegend im Gay Bereich aufgehalten habe, und auch 2015 wird mich sehr oft in dieses Genre führen. Ich bin gespannt, was michdieses Jahr alles erwartet und welche Bücher mich komplett überraschen und begeistern werden. Wirklich brennend warte ich momentan auf kein Buch, höchstens auf „Der verschollene Prince“, die deutsche Ausgabe des ersten Band der „Captive Prince Trilogie“, der im Juni 201 erscheinen soll. Dennoch warte ich eher auf den 3. Band in Englisch, der hoffentlich dieses Jahr irgendwann herauskommt.

[ROMAN] Bittersüßes Vermächtnis von C. R. Forster

 

Autor: C. R. Forster
Taschenbuch:  316 Seiten
ISBN: 978-3-940611-35-2
Preis: 16,95 EUR

Story:
Irland 1814: Für die junge, burschikose Adelige Rhona bricht eine Welt zusammen, als sie von ihren Eltern mit ihrer Zofe Sofie im Bett erwischt wird. Ihre Mutter ist alarmiert und schickt sie zu ihrem Bruder, damit er Rhona auf den Pfad der Tugend zurückführen kann und sie auf die Hochzeit mit einem passenden Aristokraten vorbereitet. Im Exil trifft Rhona unerwartet auf die willensstarke Countess Elisabeth O’Callahan, in die sie sich verliebt und die ihre Gefühle erwidert. Doch die Countess und ihre Familie verbinden ein düsteres Geheimnis, und ein windiger Verehrer der Countess sorgt für weitere Probleme.

Währenddessen hat es auch Sofie nicht leicht, nachdem sie aus dem Haushalt geworfen wurde und gezwungen ist, ihr eigenes Land zu verraten, um zu überleben. Als sie im Rahmen einer Intrige wieder auf Rhona trifft, muss sich eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

Eigene Meinung:
Mit „Bittersüßes Vermächtnis“ von C. R. Forster legt der Butze Verlag einen historischen, lesbischen Roman vor, der im Irland des beginnenden 19. Jahrhunderts spielt. Bei dem Roman handelt es sich um das Debüt der Autorin C. R. Forster.

„Bittersüßes Vermächtnis“ bietet dem Leser eine gute Mischung aus Drama, Romanze und historischem Roman, der schnell zu fesseln weiß. Der Einstieg gelingt sehr leicht, da die Autorin sich nicht mit allzu langem Vorgeplänkel aufhält, sondern Erklärungen erst nach und nach liefert. Dadurch zieht sich der Anfang nicht unendlich in die Länge, sondern es geht direkt los.
Alles in allem wurden auf geschichtliche Hintergründe und historische Aspekte geachtet, wenngleich einige Dinge ein wenig freier ausgelegt sind – allen voran Rhonas Art sich in Hosen zu kleiden und zu fechten. Sicherlich soll sie burschikoser daherkommen und aus dem weiblichen Schema des braven Mädchens herausfallen, doch ob dies wirklich realistisch ist, wage ich zu bezweifeln. Gerade als Adelige müssten Rhonas Eltern wesentlich stärker auf die Konventionen achten.
Dennoch macht es Spaß C. R. Forsters Roman zu lesen, was nicht zuletzt an der spannenden Geschichte, den Intrigen und der großen Rolle, die Sofie im Laufe der Zeit zufällt, liegt. Es ist positiv, dass die Zofe und ihre Geschichte nicht außer Acht gelassen wird und dass sie später wieder auf Rhona trifft. Allerdings wird der Roman ab diesem Punkt zunehmend unrealistisch, insbesondere wenn es um Sofies Flucht und ihr Auftauchen bei Lady Elisabeth geht.

Auch die Charaktere sind liebenswert und können überzeugen. Rhona ist eine starke, junge Frau, die ihren eigenen Kopf hat und sich ungern von Konventionen und den Regeln ihres Standes unterdrücken lassen will. Man kann sich schnell in sie hineinversetzen, auch wenn sie teils sehr ich-bezogen und egoistisch daherkommt. Elisabeth O’Callahan ist ebenfalls eine spannende Figur und in ihrer kühlen, ruhigen Art ein guter Gegenpol zu Rhona. Lediglich Sofie ist an einigen Punkten nicht so gut gelungen. Ihr Wandel von der scheuen, zurückhaltenden Zofe zu einer Spionin (und später Mörderin) kommt zu schnell, wenn man bedenkt, dass nur einige Monate ins Land ziehen. Auch beim Finale verhält sie sich nur bedingt logisch, wenn man  bedenkt, was ihr widerfahren ist.
Dennoch sind die Figuren gut gezeichnet und auch die Nebencharaktere sind sympathisch und gut gelungen. Dass die meisten Männer, die in dem Roman auftauchen, eher die Rolle des „Bösen“ abbekommen, war irgendwie logisch, was „Bittersüßes Vermächtnis“ fast ein wenig vorhersehbar macht.

Stilistisch ist „Bittersüßes Vermächtnis“ gut und unterhaltsam geschrieben. C. R. Forster hat einen lebendigen, abwechslungsreichen Stil, der zur Geschichte und den Charakteren passt. Sowohl die dramatischen, als auch die actionreicheren Szenen sind gut umgesetzt und die Spannungskurve hält sich bis zum großen Finale des Romans. Glücklicherweise verzichtet die Autorin auf explizite Sexszenen, die gar nicht zu dem historischen Roman oder ihrem Stil gepasst hätten und beschränkt sich auf Andeutungen bzw. blende an passenden Stellen aus.

Fazit:
„Bittersüßes Vermächtnis“ ist ein gelungener, lesbischer Roman, der durch gut gezeichnete Figuren, einen guten Schreibstil und eine schöne Geschichte besticht, wenngleich sich hin und wieder kleinen Logiklücken und historische Ungenauigkeiten einschleichen. Dennoch legt C. R. Forster ein solides Debüt vor, das zu unterhalten weiß und das Fans lesbischer Literatur bedenkenlos zu empfehlen ist.

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[Roman] Chaosprinz von Katja Kober

 

Autor: Katja Kober
Taschenbuch:  Band 1: 560 Seiten, Band 2: 656 Seiten
ISBN: 978-3-942451-21-5
Preis: je 8,99 EUR (eBook) | 34,95 EUR (Box)
Bestellen: Amazon

Story:
Direkt an seinem 18. Geburtstag offenbart Tobias‘ Mutter ihrem Sohn, dass sie sich ein Leben in Ostafrika aufbauen und dort armen Kindern helfen will. Da Tobias Deutschland auf keinen Fall verlassen will, bleibt für ihn nur die Möglichkeit zu seinem Vater zu ziehen, mit dem er seit 15 Jahren keinen Kontakt hatte. So siedelt er von Hamburg nach München und lernt dort seine neue Familie kennen – seine neue Mutter, seinen unnahbaren Vater, die Zwillinge Emma und Tim und seine Stiefgeschwister Maria und Alex. Doch so schön sich Tobias sein neues Leben ausgemalt hat, so schwer fällt es ihm in der reichen Familie und in München einen Platz zu finden. Zwar findet er schnell Freunde, doch nach und nach mutiert Alex zum Hauptproblem seiner Gefühls- und Gedankenwelt. Als seine Liebe erwidert wird, wähnt er sich im siebten Himmel, doch Alex ist nicht bereit über seinen Schatten zu springen und das Bild des vorbildlichen Sohnes und Schülers zu zerstören. Für Tobias beginnt ein nervenzerreißendes Auf und Ab, bei dem er selbst erwachsen werden muss.

Eigene Meinung:
„Chaosprinz“ ist in gewisser Weise das Debüt der Autorin Katja Kober, wenngleich beim Cursed Verlag die Romane „Harlekin“ und „Männerheld“ vorher erschienen sind. Das liegt vor allem daran, dass „Chaosprinz“ zunächst nur online erschienen ist und eine Veröffentlichung erst später in Frage kam, nachdem die Rufe der Fans nach einer Veröffentlichung in Buchform immer lauter wurden. So hat der Verlag die fast 1.200 Seiten starke Geschichte in zwei Romane gepackt, die in einem hübschen Schuber daher kommen. So fällt „Chaosprinz“ schon optisch ein wenig aus der Reihe, da er wesentlich umfangreicher ist, als die gängigen Romane des Gay Romance Genres.

Inhaltlich präsentiert die Autorin eine Liebesgeschichte, die ganz im Stil einer Soap Opera gehalten ist. „Chaosprinz“ ist eine typische Alltagsstory mit viel Drama, Herzschmerz, Romantik und Comedy. Das mag auf den ersten Blick langweilig erscheinen, entpuppt sich jedoch als sehr unterhaltsame und witzige Lektüre, die man gerne liest und die durchaus Spaß macht. Hin und wieder ziehen sich einige Passagen ein wenig, da Katja Kober ein Talent hat einige Szenen wirklich episch lang zu beschreiben und Tobias‘ Gedanken sehr ausführlich zu beschreiben. Das hat natürlich den Vorteil, dass man ihn sehr gut kennenlernt und sich wirklich gut in ihn hineinversetzen kann. Dennoch hätte man einige Passagen durchaus straffen können, denn 1.200 Seiten sind schon ein ordentlicher „Klöpper“, den man nicht an einem Tag liest.

Das liegt vor allem an den liebenswerten, lebendigen Charakteren, die Katja Kober erschaffen hat. Tobias ist ein herzensguter, manchmal etwas kindischer Chaot, den man schnell ins Herz schließt und dessen Geschichte man gerne mitverfolgt. Man kann sich sehr gut mit ihm identifizieren, bekommt immer seine Gedanken du Gefühle mit und teilt mit ihm gute, wie schlechte Momente. Auch die übrigen Figuren (und davon gibt es eine Menge) haben Hand und Fuß. Positiv ist, dass sich die Autorin nicht nur auf Tobi und Alex konzentriert, sondern nach und nach gut zwanzig Figuren einführt, die alle für den Fortlauf der Handlung wichtig sind. Seien es Tobias‘ Schulfreunde Elena, Lena und Martin, deren Probleme und Liebesleben ebenfalls in die Geschichte eingeflochten werden, oder die skurrile Patchwork Familie, die sich im Laufe der Zeit bildet und für eine gute Portion Dramatik und Action sorgen – es macht einfach Spaß sie beim Lesen kennenzulernen. Dabei bleiben die Figuren stets realistisch: Tobias‘ Schulfreunde haben die üblichen Probleme und Hobbies von Jugendlichen in dem Alter: Party, Liebe und Schule, während die Sorgen der Erwachsenen auf einer ganz anderen Ebene liegen.

Eine besondere Position nehmen dabei Tobias‘ schwule Freunde Manu und Marc ein, wobei gerade Letzterer schnell zu Tobias‘ schlechtem Gewissen, bestem Freund und Seelengefährten in einem mutiert, was mehr als einmal für witzige und amüsante Szenen sorgt. Auch er und sein Partner Manu haben im Laufe der Geschichte mit Problemen zu kämpfen, die man durch Tobias‘ Augen miterlebt.
Katja Kober hat einen sehr leichten, lockeren Stil, der wunderbar zur Geschichte und den Figuren passt. Der Roman ist in der ersten Person Präsens geschrieben, was nicht jedermanns Sache sein mag, doch schnell eine Bindung zu Tobias aufbaut, da alles aus seiner Sicht erzählt wird. Man lernt ihn dadurch sehr gut kennen, was nicht bedeutet, dass die Autorin ihre anderen Figuren vergisst. So zeigt sie immer wieder, dass die Perspektive und die Meinungswelt ihres Protagonisten nicht immer das einzig Wahre ist und andere Menschen dieselbe Situation anders bewerten können. Auf diesem Weg lernt nicht nur Tobi die Sichtweise und Gefühle der anderen Figuren kennen, sondern auch der Leser, was gerade den Charakteren eine unglaubliche Dreidimensionalität verhält. So glaubt man oftmals Tobias sei in der Position des Opfers, bis man die Hintergründe und Sichtweise seiner Freunde oder seiner Familie kennenlernt.

Neben der guten Charakterisierung hat Katja Kober ein Händchen für Humor und witzige Szenen. Mehr als einmal sorgt sie für Lacher und gerade die Comedy-Elemente (die zumeist auf Tobias‘ ungestüme und direkte Art zurückzuführen sind) machen „Chaosprinz“ so lesenswert. Es ist trotz seines Umfangs und allem Hin und Her zwischen Tobias und Alex unterhaltsam und amüsant. Es macht einfach Spaß und eignet sich perfekt für tristere Tage, in denen man sich nach lustiger Abwechslung sehnt.

Fazit:
Mit viel Witz, Charme und einem Haufen sympathischer Charakter gelingt Katja Kober ein schöner, lesenswerter Roman, in dem weder die Liebe, noch die vielen Probleme der handelnden Figuren zu kurz kommen. „Chaosprinz“ ist eine gelungene, mitreißende Soap Opera, in die man dank des liebenswerten Helden Tobias schnell eintauchen kann und dessen chaotisches Leben man sehr gern mitverfolgt. Wer romantische, witzige Bücher mag und vor dem Umfang von 1.200 Seiten nicht zurückschreckt, sollte einen Blick riskieren. Es lohnt sich.

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