[ROMAN] Soulmates – Ruf der Freiheit von J.L. Langley

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Autor: J.L Langely
Taschenbuch: 286 Seiten
ISBN-13: 978-3942451291
Preis: 8,95 EUR

Story:
Ein blutiger Angriff, der eigentlich seinem Freund Chayton gegolten hat, kostet Remington fast das Leben. Lediglich seine Wandlung in einen Werwolf rettet ihn vor dem sicheren Tod, sorgt jedoch für einen Haufen neuer Probleme, die sein Leben zusätzlich durcheinander wirbeln. Zum einen muss er lernen seine neuen Kräfte zu kontrollieren, zum anderen hat er zunehmend Probleme sich in der Nähe des Privatdetektivs Jake aufzuhalten, da er sich stark zu diesem hingezogen fühlt. Auch seine familiären Schwierigkeiten verschlimmern sich drastisch: sein gewalttätiger Vater Dirk entwickelt sich zunehmend zu einer Gefahr für Sterling, Remis kleinen Bruder und übt immer mehr Druck auf Remi aus, der alles daran setzt seinen Bruder zu schützen. In seiner Verzweiflung bittet er Jake und dessen Partner Rhys um Hilfe.

Als die beiden Detektive versuchen etwas Handfestes gegen Remis Vater zu finden, stoßen sie auf eine alten Überfall, bei dem Remington nur knapp mit dem Leben davon gekommen ist, während dessen Freund Billy ums Leben kam. Schnell wird klar, dass die damaligen Ermittlungen nicht sauber liefen, doch die Zeit läuft ihnen davon. Zum einen wird Dirk schon bald auf Jakes und Rhys‘ Arbeit aufmerksam, zum anderen entpuppt sich Remi als Omega, eine sehr seltene Art von Werwolf, die innerhalb des Rudels für Probleme sorgt, und Jake sowohl dazu berechtigt, als auch dazu zwingt ein eigenes Rudel zu gründen …

Eigene Meinung:
„Ruf der Freiheit“ (engl. „With Caution“) ist der zweite Roman der „Soulmates“-Reihe von J.L. Langley und schließt weitestgehend direkt an „Ruf des Schicksals“ an. So werden der eigentliche Angriff und die Verwandlung von Remi in der Geschichte um Keaton und Chay abgehandelt, so dass es ratsam ist, den Band vorher zu lesen, wenn man alle Zusammenhänge wissen möchte. Dennoch kann man „Ruf der Freiheit“ auf ohne größere Probleme separat lesen – J.L. Langley erklärt alle Hintergründe, so dass man nicht unbedingt den ersten Band gelesen haben muss, um der Handlung folgen zu können.

Zu „Ruf der Freiheit“ gibt es zudem einige kostenfreie Kurzgeschichten, die sich um Sterling und Rhys drehen, die in diesem Band die wichtigsten Nebenfiguren sind.

Inhaltlich bietet „Ruf der Freiheit“ besser durchdachte, spannendere und in sich logischere Kost, als der Vorgängerroman. J.L. Langley hat sich um eine schlüssige, und gut nachvollziehbare Handlung bemüht, in der es nicht nur um Sex geht, sondern in der auch der Krimiplot und die Vergangenheit der Figuren Platz haben. Auch die Werwolfthematik wird besser eingebaut, insbesondere durch die Rudelbildung um Jake, Remis Omegawolf-Natur und die daraus folgenden Probleme. Zum ersten Mal scheinen die Figuren nicht nur Werwölfe zu sein, um die beiden Protagonisten als Gefährten zusammen zu bringen und ihre gesteigerte Libido zu erklären, sondern um es aktiv in die Handlung einzubauen. Dadurch ist der zweite Band wesentlich besser gelungen und in sich logischer, als „Ruf des Schicksals“, wo die Handlung fast nur auf Erotik und Sex hinauslief. Zwar findet der Leser auch in diesem Buch eine Menge Erotik, mitunter auch solche, die in die BDSM Richtung geht, doch es nimmt bei weitem nicht die Hälfte des Buches ein. Stattdessen beschränkt sich J.L. Langley auf eine Handvoll Szenen, was der Spannung und dem Lesefluss zugutekommt.

Neben dem Inhalt sind auch die Charaktere besser durchdacht und tiefgründiger gestaltet. Insbesondere Remi mit seiner unschönen Vergangenheit lernt man als Leser sehr gut kennen und man kann sich gut in ihn hineinversetzen. Auch Jake mit seinen kleinen und großen Marotten ist nicht uninteressant, ebenso Rhys und Sterling, die den beiden Hauptfiguren immer wieder den Rang ablaufen. Hinzukommen die Nebenfiguren in Form von Jakes Freundeskreis, die einen guten Rahmen bilden und die Charaktere, die der Leser bereits aus Band 1 kennt. Alles in allem sind die Charaktere in „Ruf der Freiheit“ interessanter und stimmiger aufgebaut und wirken nicht so aufgesetzt, wie Chay und Keaton.

Stilistisch bleibt sich J.L. Langley treu – wie schon in Band 1 erwartet den Leser ein einfacher, aber gut lesbarer, flüssiger Stil. Da die Erotik nicht so stark vertreten ist, wie in Band 1, hat man seltener den Wiederholungseffekt, der sich bei ähnlichen Redewendungen immer wieder einschleicht. Zudem kann J.L. Langley beweisen, dass sie auch Actionszenen schreiben kann und es durchaus versteht Spannung aufzubauen. Sicherlich hätten einige Szenen ausführlicher sein können, doch es liest sich dennoch gut und ist ein schöner Roma für zwischendurch.

Fazit:
Mit „Ruf der Freiheit“ ist J.L. Langley eine wesentlich bessere und in sich logischere Fortsetzung ihrer „Soulmates“-Reihe gelungen. Die Handlung ist spannender und nicht so sexlastig, die Figuren sind tiefgründiger und hinterlassen einen bleibenden Eindruck beim Leser. Das Buch kommt zwar nicht an andere Gay Fantasy Romane wie „Staub und Stolz“ oder „Zenjanischer Lotus“ heran, doch es weiß zu unterhalten und macht aufgrund der eingebauten Werwolfthematik Lust auf mehr. Wer „Ruf des Schicksals“ mochte, dem wird auch die Geschichte um Remi und Jake gefallen, wem Band 1 zu sexlastig war, sollte den zweiten Roman der Reihe zumindest anlesen. Es lohnt sich durchaus einen Blick zu riskieren.

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Veröffentlicht am 11. Juli 2014 in 4 Sterne, Erotik, Fantasy, Gay, Rezensionen und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

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